150 Nm unter der Haube: Kann dieses E-Hardtail alle Grenzen sprengen?

Raymon Zorq Elite im Test
So gut ist das 150-Nm-Hardtail auf dem Trail!

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 07.11.2026
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Touren-Hardtail unter Hochspannung: Im Raymon Zorq Elite entfesselt Avinox bis zu 150 Nm und 1500 Watt. Motorseitig rangiert das Zorq Elite, Topmodell von Raymons 2027er E-Hardtail-Familie, auf höchstem Niveau. Mit knapp 23,5 Kilo auf der Waage überzeugt das E-Hardtail bergauf und auf Tour, zeigt aber auch Grenzen in engen Kehren.

Avinox’ stärkster E-MTB-Motor M2S stellt Rampen im Boost-Modus bis zu 150 Nm Drehmoment, brachiale 1300 Watt Spitzenleistung und 800 Prozent Unterstützung entgegen. Den Stromhunger des Antriebs stillt Avinox’ größter Akku RS800 mit 800 Wh Kapazität. Praktisch: Nach Abnehmen der Abdeckung zieht man den Akku zum externen Laden fix nach unten aus dem Unterrohr. Das gut ablesbare 2-Zoll-Touchdisplay von Avinox sitzt im Oberrohr. Dank integriertem GPS-Sensor zeichnet man Touren auf; die Displayansichten wechselt man per Wischbewegung oder während der Fahrt sicher über den rechten drahtlosen Avinox-Controller.

Schweres Touren-Hardtail mit starken Kletterkünsten

Den Einstieg in die sechsköpfige Modellfamilie bildet das Zorq Pure mit Oli-Antrieb und 70 Nm für 1999 Euro. Allen Zorq-Varianten gemein ist der Alurahmen mit sauber verschliffenen Schweißnähten im Lenkkopfbereich. Passend zum vielseitigen Tourenkonzept lässt sich ein Gepäckträger nachrüsten. Für 1A-Überrollverhalten an Geländestufen steht das Zorq auf 29-Zoll-Rädern; nur in Größe S sorgen 27,5-Zoll-Räder für einfacheres Handling. Mit properen 23,48 kg in Testgröße M ist das Zorq Elite kein Leichtgewicht – ein Resultat des schwereren Parts wie der Alulaufräder. Dazu kommt der 800er-Akku, der rund 4 kg wiegt. Im Steilanstieg rückt das höhere Gewicht des 29er-Touren-E-Hardtails in den Hintergrund, so vehement schiebt das druckvolle M2S-Aggregat an. Wohlgemerkt bereits im zweiten Unterstützungsmodus Trail, der sich leichter dosieren lässt als der extra spritzige Turbo- oder Boost-Modus.

Ein Gamechanger: der Auto-Modus

Positiv fällt auf holprigen Wurzeltrails bergauf die dynamisch geregelte Auto-Fahrstufe auf. Auch in Steilpassagen liefert sie bärige Motorpower, bleibt leicht zu dosieren und macht häufige Moduswechsel überflüssig. Schön: So bleibt der Fokus auf dem Trailgeschehen. Selbst wenn die aufrechte Sitzposition mit kurzem 430-mm-Reach und flachem 73,5-Grad- Sitzwinkel samt leichtem Tritt von hinten nicht auf maximale Effizienz getrimmt ist.

Sicher im Downhill, wenig agil in engen Kehren

Ab in den Flow-Trail: Dank steifem Aluchassis und Motorwumms bringt man das Raymon rasch auf Tempo und steuert es mit dem breiten 800-mm-Lenker flugs durch Kehren. Das Zusammenspiel von Motor und Shimanos 11-Gang-XT/Deore- Schaltung ist gut, wenn man zum Schalten unter Volllast auch kurz die Kette entlasten sollte. Schläge vom Untergrund tilgt Rock Shox’ komfortable Recon-Gold-Gabel gekonnt und hält das Vorderrad in ruppigen Passagen sicher am Boden. Kippt die Abfahrt steil ab, sind die Haltekräfte des Fahrers gefordert, will man das schwere Bike flink durch Kehren zirkeln. Maguras Louise-Elite-Bremsen verzögern sicher, wobei der große Hebelleerweg und der unpräzise Druckpunkt etwas stören. Dank tempofester 29-Zoll- Räder und eines angenehm flachen 67,5-Grad-Lenkwinkels liegt das Zorq in schnellen Downhills sicher. Schwalbes Smart-Sam-Pneus haften gut am Untergrund, sind in gewagteren Anliegern aber keine Gripmonster. In Summe überzeugt das Zorq Elite als gutmütig zu steuerndes Alu-Touren-Hardtail für moderates Gelände. Sein superstarker Avinox-M2S-Motor beflügelt bergauf!

Bewertung nach Punkten

Gewicht: ⬛⬛⬛

Ausstattung: ⬛⬛⬛◾

Rahmen/Fahrwerk: ⬛⬛⬛◾

Preis/Leistung: ⬛⬛⬛◾

Reichweite: ⬛⬛⬛⬛

Kurz & knapp: Unser Testurteil zum Raymon Zorq Elite

 bärenstarker Motor

 gelungener Auto-Modus

 gutmütiges Handling

 alltagstauglich

 tourenstark

 limitierter Kurvengrip

 weniger agil in engen Kehren

 Akku-Deckel klapperte bei Testbike

Weitere Hardtails im Test

Das Foto zeigt zwei Mountainbiker auf Hardtail-Bikes bei der Abfahrt über einen schmalen, laubbedeckten Singletrail im Wald. Die Räder besitzen Federgabeln, große 29‑Zoll-Reifen und Scheibenbremsen; die Fahrer tragen Helme, Handschuhe und teils Knieprotektoren. Das Datum 10.08.2026 lässt sich aus dem Dateinamen ableiten.
Agron Beqiri

Kein Dämpfer, wenig Technik, direkter Vortrieb – genau diese Reduktion macht bis heute den Reiz des Hardtails aus. Wir haben fünf Hardtails im Praxistest über die Trails gescheucht und ordnen transparent ein, welches Bike für wen das beste aus allen Welten liefert.

Raymon Zorq Elite: Fakten und Ausstattung

Preis: 4299

Gewicht 23,5 kg / max. Systemgewicht 130 kg

Laufräder: 6040 g / Rahmenmaterial: Aluminium / Größen: S, M, L, XL / Federweg: 120 mm

  • Motor: Avinox M2S
  • Akku: Avinox RS800, 800 Wh
  • Display: Avinox DP100
  • Federgabel: Rock Shox Recon Gold RL
  • Federbein–
  • Schaltung & Antrieb: 1 x 11 Gänge, 36 : 11–50, Shimano-XT-Schaltwerk, -Cues-Kassette, -Deore-Schalthebel, Raymon-FC58-Kurbel
  • Bremsen: Magura Louise Elite (203/203 mm)
  • Laufräder: Raymon
  • Reifen: Schwalbe Smart Sam Performance, 29 x 2,4"
  • Sattelstütze: Raymon (150 mm)
  • Cockpit: Raymon 35/Raymon Riser

Fazit