Nie mehr Blindflug in der Dunkelheit: Die Sigma Aura 170 im Test

Im Test: Sigma Aura 170 Frontleuchte
Ein Licht wie ein Teppich: Sigmas Aura 170 im Test

ArtikeldatumVeröffentlicht am 06.11.2026
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Sigma Aura 170 Frontleuchte Halterung Vorbau
Foto: Sigma

Die Qualität einer Frontleuchte zeigt sich – unter anderem – in einer schnellen Abfahrt. Denn nur wenn man sowohl den Straßenverlauf als auch die Beschaffenheit frühzeitig erkennen kann, lässt sich schnell und sicher Tempo machen. Bei vielen Akku-Frontleuchten trennt sich hier klar die Spreu vom Weizen. Doch wo sortiert sich die neue Aura 170 von Sigma ein?

Kurz & knapp: Sigma Aura 170

  • Preis: 169,95 Euro (inkl. Fernbedienung)/199,95 Euro (im Set mit Hiro 50 Link-Rückleuchte)
  • Gewicht: 197 g (ohne Halterung)
  • Maße: 45 x 110 x 45 mm
  • Leuchtmodi: 4 (3 Helligkeitsstufen plus Auto-Modus)
  • Leuchtdauer: von 2,5 h (höchste Stufe + Fernlicht) bis 20 h (Eco-Mode)/Herstellerangabe
  • Ladeport: USB-C
  • Leuchtweite: 180 Meter
  • Beleuchtungsstärke: max. 150 Lux
  • Wasserschutz: IP67
Sigma Aura 170 Frontleuchte am Lenker Fernbedienung
Sigma

Wir haben die Aura 170 im Set inkl- Fernbedienung und die Hiro 50 Link-Rückleuchte getestet. Ein großer Pluspunkt: Alle Komponenten lassen sich mit der Fernbedienung koppeln. So zeigt die Aura 170 dann auch den Ladestand der Rückleuchte an, und mit der per O-Ring am Lenker montierbaren Fernbedienung lassen sich sowohl die Leuchtmodi der Aura 170 durchschalten als auch das Fernlicht an- bzw. abschalten. Man muss also nicht unterwegs vorne an die Leuchte greifen.

Weiteres cleveres Detail: Das Gehäuse der Aura 170 ist so konstruiert, dass die Leuchte sowohl oben auf dem Lenker oder – für viele Rennradfahrer praktischer, weil cleaner – hängend montiert werden kann. Das geht zum einen mit dem optional für 16,95 Euro erhältlichen Aero Silicone Bracket, das für moderne Carbon-Rennradlenker ausgelegt ist, oder zum anderen per GoPro-Mount hängend unter einem kompatiblen Computer-Mount. Dazu wird ein Adapter in eine identische Schiene entweder oben oder unten am Gehäuse angebracht, mit dem die Aura 170 dann an der Halterung eingerastet wird.

Sigma Aura 170 Frontleuchte Lichtfeld Ablendlicht
Sigma

Ganz intuitiv ist das Koppeln von Fernbedienung, Frontleuchte und Rücklicht allerdings nicht. Ein genauer Blick in die Anleitung bzw. die von Sigma bereitgestellten Video-Tutorials ist hilfreich. Ist dieser Schritt erledigt, können die Leuchten montiert werden. Sehr gut hat uns dabei die Aero Silicone Bracket gefallen: Sie hält sicher auch unter flachen Aero-Lenkern und ist schnell angebracht oder demontiert. Nur bei der Hiro-Rückleuchte würden wir uns ein etwas längeren Gummi wünschen. Insbesondere bei Aero-Stützen muss man ihn schon sehr arg spannen.

Sigma Aura 170 Frontleuchte Lichtfeld Fernlicht
Sigma

Doch wie schlägt sich die Aura 170 nun im Einsatz? Praktisch erweist sich der Auto-Modus, der die Helligkeit der Lampe automatisch den jeweiligen Lichtverhältnissen anpasst und so dabei hilft, Energie zu sparen – ohne, dass man selbst ständig den Modus wechseln muss. Also wenn man beispielsweise in der Stadt in der Dämmerung losfährt um im zweiten Teil der Strecke dann in der völligen Dunkelheit unterwegs ist.

Das Lichtfeld selbst sammelt ebenfalls viele Pluspunkte: Es ist hell, sehr gleichmäßig und vor allem auch so breit, dass auch die Straßenränder ausgeleuchtet werden – hilfreich auch, wenn man in Kurven einlenkt. Außerdem reicht es weit nach vorne, sodass man auch im Rennrad-Speed weit genug sehen kann, um Hindernisse oder Schlaglöcher rechtzeitig zu erkennen.

Und das integrierte Fernlicht schaltet dann noch eine Stufe höher – so erinnert das Lichtfeld tatsächlich schon fast an einen Auto-Scheinwerfer und hebt sich erfreulich ab von vielen anderen Frontleuchten, die mitunter nur sehr punktuell ausleuchten.

Sigma Aura 170 Frontleuchte Fahrbild
Sigma

Bleibt die Frage: Ist die Aura 170 auch den stolzen Preis von 170 Euro wert? Für regelmäßige Pendler auf jeden Fall. Selbst in höchster Stufe hält die Aura 170 mehr als 2 Stunden durch – und damit wohl ausreichend für die meisten Pendelwege. Im stromsparenden Energiespar-Modus sind es satte 20 Stunden. Wer die Leuchte nur braucht, um im Stadtverkehr gesehen zu werden, muss nur selten nachladen.