20 Jahre ist es her, dass Canyon das erste Torque präsentierte. In der Zwischenzeit vertrat der Freerider der Koblenzer mehrere Kategorien. Ob Downhill oder Enduro-Weltcup, das Torque konnte beides. Mit der neuen Generation geht es zurück zu den Wurzeln. Als preisgünstiger Freerider mit Aluminium-Rahmen.

Das neue Torque setzt auf einen robusten Aluminiumrahmen mit verfeinerter Geometrie. Auch Features wie ein Flip-Chip und austauschbare Ausfallenden sind an Bord.
Kurz & knapp: Canyon Torque AL
- Freeride-Bike mit Aluminium-Rahmen
- 180/180 Millimeter Federweg, Mullet-Konfiguration
- Überarbeitete Geometrie, neuer Flip-Chip und austauschbare Ausfallenden
- Fünf Rahmengrößen: XS–XL
- Drei Ausstattungsvarianten von 2.499 bis 3.999 Euro
Canyon Torque AL: Was ist neu?
Zunächst das Auffälligste: Canyon dreht an der Preisschraube. Das Einstiegsmodell AL 7 ist jetzt für 2.499 Euro erhältlich und damit ganze 600 Euro günstiger als das günstigste Vormodell. Dies erreicht Canyon durch den Wechsel zu Aluminium-Rahmen für alle Torque-Versionen. Dennoch soll sich das neue Bike genauso gut fahren lassen wie das Vorjahres-Carbon-Modell. Bei einem Parkbike kann der Materialwechsel auch von Vorteil sein, da Defekte schneller sichtbar sind und man nicht versehentlich auf einem Rahmen fährt, der durch Haarrisse im Carbon nicht mehr sicher genug ist.
Neben dem Material hat Canyon auch die Geometrie des Rahmens verändert. Der Stack wurde um 20 Millimeter erhöht, der Sitzwinkel steht je nach Flip-Chip-Stellung 0,5 oder 1° steiler für effizienteres Pedalieren und der Reach wurde etwas verkürzt.

Über unterschiedliche Ausfallenden lässt sich die Kettenstrebenlänge anpassen.
Sowohl der High-Low-Flip-Chip an der Dämpferaufnahme als auch die austauschbaren Ausfallenden sind neu. Letztere ermöglichen eine Anpassung der Kettenstrebenlänge zwischen 430 und 440 Millimetern. Der Federweg liegt bei 180 Millimetern an der Gabel und im Heck, also 10 Millimeter mehr als noch beim Vormodell.
Wofür wurde das Torque entwickelt?

Das Torque wurde als Freerider für den Bikepark, oder als Enduro oder Downhiller für technische Strecken entwickelt.
Glaubt man Canyons Marketingsprache, ist das neue Torque AL ein echter Alleskönner: Als Enduro-Racebike, als spaßiger Freerider für den Bikepark oder auch als Downhill-Bike im Renneinsatz soll es sich wohlfühlen. Und klar, das Bike macht auch in allen Situationen eine gute Figur, dennoch wären ihm spezifischere Downhillräder oder leichtere Enduro-Bikes im Renneinsatz vermutlich überlegen.
Beim Torque geht es aber eben nicht um die reine Performance, sondern um den Spaß an großen Sprüngen und herausfordernden Downhills im Bikepark. Ein echter Freerider eben. Dass es, trotz des attraktiven Preises, auch als Rennmaschine gilt, verbreitert seinen Einsatzbereich und macht es attraktiv als "Bike für alles": Hometrails, Bikepark und DH-Rennen. Eine Doppelbrücke kann auch verbaut werden, allerdings nur mit maximal 190 Millimetern Federweg statt der üblichen 200.

Durch die Quixxle-Steckachse hinten und einen Schnellspanner lassen sich die Laufräder werkzeuglos ausbauen. Perfekt, um das Rad schnell ins Auto zu laden und sich auf den Weg zum nächsten Bikepark zu machen.
Die Ausstattungsvarianten
Torque AL 7 (2499 Euro)
- Fahrwerk: Rock Shox Zeb und Vivid Air Base
- Schaltung: Shimano Deore
- Bremsen: Shimano SLX
- Laufräder: Sunringlé SR309
Torque AL 8 (2999 Euro)
- Fahrwerk: Rock Shox Zeb Select+ und Vivid Air Select
- Schaltung: Sram Eagle 70 Transmission
- Bremsen: Sram Maven Base
- Laufräder: DT Swiss FT1900
Torque AL 9 (3999 Euro)
- Fahrwerk: Fox 38 Factory und Float X2 Factory
- Schaltung: Sram Eagle 90 Transmission
- Bremsen: Sram Maven Silver
- Laufräder: DT Swiss EX1700












