Mit dem neuen Lux Worldcup legt Canyon sein XC-Race-Fully neu auf – und knüpft sportlich genau dort an, wo der Vorgänger aufgehört hat: drei Etappensiege beim Cape Epic stehen bereits zu Buche, nachdem das alte Lux zuvor 41 Weltklasse-Rennen gewinnen konnte. Inhaltlich ist das Update klar als Antwort auf einen Trend zu verstehen: XC- und Short-Track-Strecken werden ruppiger, gleichzeitig wünschen sich viele ambitionierte Fahrer ein Bike, das Race-Tempo mit mehr Reserven und Fehlertoleranz verbindet.
Kurz & knapp: Canyon Lux Worldcup CFR
- Neu aufgelegtes XC-Race-Fully für moderne, anspruchsvolle Kurse.
- Leichter CFR-Carbonrahmen (1480 g in Größe M ohne Dämpfer) für alle Ausstattungsvarianten.
- 120 mm vorne (130 mm freigegeben), 110 mm hinten
- moderne Geometrie mit 66° Lenkwinkel.
- Anti-Squat-Flipchip, Platz für zwei Trinkflaschen, Tool-Mount, IPU-Lenkanschlag.
- Modelle ab 3.999 Euro
Mehr Hub für moderne XC-Kurse: 120/110 mm – optional sogar 130 mm vorn
Der wichtigste Schritt: mehr Federweg. Vorn arbeitet das Lux Worldcup jetzt mit 120 mm, hinten mit 110 mm. Wer noch mehr Puffer für härtere Kurse will, bekommt von Canyon zusätzlich grünes Licht: 130-mm-Federgabeln sind explizit freigegeben. Damit positioniert sich das Lux Worldcup als Race-Fully, das nicht nur auf glatte Vollgas-Runden zielt, sondern auch auf technische, anspruchsvolle Kurslayouts.
Neuer Carbon-Rahmen: 1480 Gramm (ohne Dämpfer) – und zwar in allen Ausstattungen
Im Zentrum des Updates steht der neue Carbon-Rahmen, der ohne Dämpfer 1480 Gramm wiegt. Das ist in dieser Kategorie ein echtes Ausrufezeichen – besonders mit Blick auf den Komplettbike-Einstieg ab 3999 Euro.
Bemerkenswert: Canyon setzt die Top-Rahmenklasse (CFR) modellübergreifend ein. Heißt: Auch das Einstiegsmodell fährt denselben hochwertigen Rahmen. Ein starkes Statement für alle, die nicht automatisch zum Topmodell greifen wollen, aber beim Chassis keine Kompromisse machen möchten.
Anti-Squat-Flipchip: Effizienz feinjustieren je nach Kettenblatt

Neu an Bord ist außerdem ein Anti-Squat-Flipchip, der die Hinterbaucharakteristik an die Antriebskonfiguration anpasst. Kurz zur Einordnung: Anti-Squat beschreibt, wie stark die Kinematik das Einfedern beim Pedalieren (Kettenzug/Lastwechsel) unterdrückt. Zu wenig wirkt wippig, zu viel kann die Traktion kosten.
Canyon liefert hier eine pragmatische Lösung: Der Flipchip ist auf Kettenblattgrößen 32/34 bzw. 36/38 Zähne ausgelegt – je nach Setup soll so ein "idealer" Wert getroffen werden. Für Racer, die wirklich um Sekunden fahren (oder einfach maximalen Vortrieb wollen), ist das ein sinnvolles Feintuning-Feature.
Alltagstauglich trotz Race-Fokus: Flaschen, Tool-Mount und bekannte Canyon-Details

Alles drin, alles dran: Neben zwei Trinkflaschen lässt sich auch ein Minitool am Rad unterbringen.
Alltagstauglich bleibt das Lux ebenfalls: Unter dem Oberrohr gibt’s eine clevere Befestigung für Rahmentasche oder Minitool. Im Rahmendreieck finden zwei 750-ml-Flaschen Platz, selbst in Größe XS passen immerhin zwei 600-ml-Flaschen – stark für ein Race-Fully.
Dazu kommen bekannte und sinnvolle Details: der IPU-Lenkanschlagsbegrenzer, die Quixle-Steckachse mit versenkbarem Hebel sowie eine Mini-Kettenführung am Hinterbaulager.
Für den harten Renneinsatz hat Canyon außerdem die Lagerabdichtung überarbeitet – die Lager sollen länger geschmeidig laufen und gleichzeitig einfacher tauschbar sein.
Modernere Geometrie: flacher, steiler, ausgewogen
Auch die Geometrie geht mit der Zeit: Canyon setzt auf 66° Lenkwinkel, 75,5° Sitzwinkel und moderate Reach-Werte. Dazu kommt ein weiterer moderner Move: Die Kettenstreben wachsen mit (je nach Rahmengröße), was das Handling größenübergreifend ausgewogener machen soll.
Optik & Pro-Faktor: subtiler Feinschliff, auffällige Details

Unverkennbar ein Lux: Das neue Worldcup in der Seitenansicht.
In der Seitenansicht bleibt die Lux-Silhouette grundsätzlich wiedererkennbar, das Update wirkt eher wie eine konsequente Evolution als ein radikaler Schnitt. Ein Hingucker ist die neue Farbgebung, deren Look an Zentralverschlüsse von Sportwagenrädern erinnert – Canyon setzt hier auf Aluminium.
Und klar: Auch Canyon-Pros dürften sich über die Neuerungen freuen – von Puck Pieterse und Mathieu van der Poel bis zum deutschen Meister Luca Schwarzbauer.












