Carbon, Bosch, 14 kg: Für wen Cube dieses Traum-E-Gravelbike wirklich gebaut hat

Cube Nuroad Hybrid C:62 EXC im Test
Leichtes E-Gravelbike mit SX-Power im Test

ArtikeldatumVeröffentlicht am 06.09.2026
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Ein E-Gravelbike mit unter 15 Kilo für 4499 Euro? Cube macht's möglich! Das Nuroad Hybrid C:62 EXC sorgt schon alleine wegen des Vollcarbon-Rahmens für offene Münder. Gepaart mit einer elektronischen 13-Gang-Schaltung von Sram und bissfesten Bremsen verspricht das Nuroad eine Performance, die man fühlen muss. Doch kann es auch im Alltag überzeugen? Test! Übrigens: Hier haben wir weitere E-Bikes ab fairen 900 Euro in der Test-Zusammenfassung.

Moritz Schwertner, Redakteur BikeX
Moritz Schwertner
BikeX-Redakteur und E-Bike-Experte

Kurz & knapp: Cube Nuroad Hybrid C:62 EXC

  • sportives E-Gravelbike mit Vollcarbon-Rahmen
  • Rahmengrößen XS bis XL
  • gemessene 14,1 kg schwer (Größe M), 130 kg zulässiges Systemgewicht
  • Angetrieben von Boschs Sport-Aggregat SX (60 Nm) …
  • … kombiniert mit einem nicht entnehmbaren 400-Wattstunden-Akku
  • 13-Gang-Sram-Elektro-Kettenschaltung
  • Preis: 4499 Euro (Baureihe ab 3999 Euro)

Cube Nuroad Hybrid C:62 EXC: Vollcarbonrahmen mit SX-Antrieb!

Cube Nuroad Hybrid C:62 EXC im Test!
Moritz Schwertner

Schon auf den ersten Blick wird klar: Das Nuroad Hybrid ist kein Blender. Der Vollcarbon-Rahmen ist nicht nur schön verarbeitet, er ist auch die Basis für das vergleichsweise niedrige Gesamtgewicht von nur 14,1 kg. Herzstück des Nuroad Hybrid ist Boschs SX-Motor. Er ist kein gemütlicher Cruiser, sondern ein echter Trainingspartner. Mit kräftigen 60 Nm und bis zu 600 Watt in der Spitze will er aber gefordert werden – eine hohe Trittfrequenz und Eigeninput sind der Schlüssel zu seiner vollen Leistung. Etwas schade: Der beim SX typische 400-Wh-Akku ist nicht entnehmbar, immerhin ist ein Range-Extender optional möglich. Und: Display-Freunde müssen gänzlich auf Infotainment verzichten, das Cube wird über die Oberrohr- oder die Mini-Remote gesteuert, ein Purion- oder gar Kiox-Display findet sich nicht. Übrigens: Welcher Akku zu dir passt, und welche Reichweiten realistisch sind, sagen wir dir hier.

Ausstattung: sportlich hochwertig

Cube Nuroad Hybrid C:62 EXC im Test!
Moritz Schwertner

Cube geht auch bei (vergleichsweise!) fairen 4499 Euro in die Vollen. Die elektronische Sram-Rival-AXS-Gruppe mit ihren satten 13 Gängen ist schlicht ein Gedicht. Die Schaltvorgänge sind so knackig, schnell und präzise, dass man am liebsten nur noch Gänge wechseln möchte. Ein Klick in die Hebel-Taster, und die Kette tanzt sauber über die Ritzel. Auch die Bremsen sind eine Wucht: Mit – für die Radklasse! – großen 180-mm-Scheiben vorn wie hinten beißen die Stopper von Sram kräftig zu, bleiben dabei aber stets gut dosierbar und absolut temperaturfest. Die Schwalbe-Reifen sind hingegen clevere Allrounder: Sie rollen auf Asphalt leise und leicht, bieten auf festem Untergrund guten Grip, kommen auf sehr losem Schotter aber an ihre Grenzen. Ein Kompromiss, der für die meisten Touren aber goldrichtig ist. Was fehlt, ist jedoch eine Alltagsausstattung. Licht? Gepäckträger? Seitenständer? Brauchen echte Gravelbiker nicht, oder rüsten es halt nach. Wichtig hierbei: Wer genau danach sucht, wird im Modell mit Beinamen "FE" (Fully Equipped) fündig.

Im Alltag gefahren: Cube Nuroad Hybrid C:62 EXC

Cube Nuroad Hybrid C:62 EXC im Test!
Moritz Schwertner

Unseren Fahrbericht kann man getrost kurz halten: Das Cube macht einfach nur Laune! Dank des geringen Gewichts klettert es wie eine Gams die Berge hinauf. Geht es bergab, spielt das Nuroad seine nächste Stärke aus: Selbst bei Geschwindigkeiten jenseits der 50 km/h liegt es satt und sicher auf der Straße und vermittelt unheimlich viel Vertrauen. Die Sitzposition ist dabei ein gelungener Spagat: touristisch genug, um auch Neulinge nicht abzuschrecken, aber sportlich genug für schnelle Runden.

Doch kann der Renner auch Alltag? Wie gesagt: Von Haus aus fehlen Licht, Gepäckträger und Ständer. Aber – und das ist der Clou – Cube hat mitgedacht! Wer pendeln will, greift zum FE-Modell. Für alle anderen gilt: Anschraubpunkte für alles Erdenkliche sind zuhauf vorhanden. Sogar die Kabel für eine Lichtanlage sind bereits im Vorbau vorverlegt. Top! Einziger Wermutstropfen im Alltag ist der fest verbaute Akku. Zum Laden muss quasi das ganze Rad an die Steckdose, denn für einen Ausbau müsste zuerst der Motor demontiert werden. Das ist wirklich ärgerlich und unpraktisch.

👍 Das gefällt

  • auch für die Radklasse wirklich sehr leicht
  • sportlich-hochwertige Ausstattung
  • toller Antrieb, ausreichend dimensionierter Akku ...

👎 Das weniger

  • ... der aber nicht entnehmbar ist
  • Fahrergewicht-Maximum bei geringen 100 Kilo
  • Motor verlangt zwingend nach einer hohen Trittfrequenz (nichts für schaltfaule Genussradler)

💗 Das perfekte Rad für ...

  • … sportliche Fahrerinnen und Fahrer, die ein federleichtes, top ausgestattetes E-Gravelbike für schnelle Touren suchen und bereit sind, für maximale Performance aktiv in die Pedale zu treten. Und für alle, die sich die Option offenhalten wollen, aus einer Rennmaschine einen schicken Tourer zu machen.