Die Franzosen haben zuletzt mit den Semi-Slick Gravel Race-Reifen Caracal Race in 40 mm und 45 mm für Furore gesorgt, bieten sie doch einen ähnlichen Rollwiderstand wie "normale" Rennradreifen. Kein Wunder, dass man sie häufig bei Gravel-Rennen im Einsatz sieht. Wie gut sie performen, konnten wir in unserem Gravelreifen-Test sehen.
Hutchinson Touareg Race GS – die Erweiterung des Race-Portfolios
Wie es "Semi-Slick" ausdrückt, bieten die wieselflinken Caracal Race wenig Grip bei feuchtem Untergrund, lediglich an den Rändern ist der Reifen profiliert. Diese Lücke möchte der neue Touareg Race GS nun schließen, ohne allzu große Kompromisse bei Geschwindigkeit und Performance einbüßen zu müssen. Auch die Pannensicherheit wurde optimiert. Dafür sorgen soll die neue Gummimischung, die SwiftEasy-Karkasse und das GridSkin-Schutznetz an den Seitenwänden.

Seit vielen Jahren fahre ich mit großer Leidenschaft bei jeder Gelegenheit mit dem Gravelbike oder dem Rennrad. Ob es die Schotter-Hausrunde ist, die Ausfahrt mit dem Radsportverein oder episch lange Touren bei Ultracycling-Events – meist kommen so am Jahresende um die 14.000 Kilometer zusammen.
Auch als Redakteur, wo immer wieder neue Räder aller Art getestet werden, lassen sich spannende Entwicklungen ausmachen. Herauszufinden, wo der Mehrwert liegt, sich Räder vom Vorgänger unterscheiden oder neue Produkte auszuprobieren und sie der Leserin und dem Leser verständlich vorzustellen, sind mein Ansporn, dem ich mit viel Begeisterung nachkomme. Denn auch als Redakteur bin ich genauso ein Verbraucher, wie jeder andere und möchte selbst möglichst alles über neue Produkte zu unserem liebsten Hobby erfahren.
Interessant sind die Preise, denn den Touareg gibt es in zwei Versionen. Der Touareg Race kostet 59,99 Euro und kommt ohne GridSkin, der Touareg Race GS kostet 64,99 Euro und hat das zusätzliche Schutznetz mit an Bord. Preis und Daten hin oder her: "Grau is' im Leben alle Theorie – aber entscheidend is' auf'm Platz!" sagte einst Fußballer und Trainer Alfred "Adi" Preißler von Borussia Dortmund. Und damit hat er recht. Schauen wir uns den Race-Reifen im Feldeinsatz an.

Welche Stellung nimmt der neue Hutchinson Touareg Race GS im Portfolio der Franzosen ein? Wir haben es herausgefunden.

Seit vielen Jahren fahre ich mit großer Leidenschaft bei jeder Gelegenheit mit dem Gravelbike oder dem Rennrad. Ob es die Schotter-Hausrunde ist, die Ausfahrt mit dem Radsportverein oder episch lange Touren bei Ultracycling-Events – meist kommen so am Jahresende um die 14.000 Kilometer zusammen.
Auch als Redakteur, wo immer wieder neue Räder aller Art getestet werden, lassen sich spannende Entwicklungen ausmachen. Herauszufinden, wo der Mehrwert liegt, sich Räder vom Vorgänger unterscheiden oder neue Produkte auszuprobieren und sie der Leserin und dem Leser verständlich vorzustellen, sind mein Ansporn, dem ich mit viel Begeisterung nachkomme. Denn auch als Redakteur bin ich genauso ein Verbraucher, wie jeder andere und möchte selbst möglichst alles über neue Produkte zu unserem liebsten Hobby erfahren.
Gesammelte Testeindrücke auf rund 400 Kilometern
Ich gestehe, auch für mich ist der Caracal Race eine bevorzugte Wahl, wenn es um Dampf auf den Schotterpisten geht. Die gefühlte Leichtigkeit und der geringe Rollwiderstand sind "erfahrbar" – und machen enormen Spaß. Dennoch gibt es Situationen auf leicht feuchtem Untergrund, in denen der Reifen, besonders bei Kurvenfahrten, an seine Grenzen kommt.
Als sich mir die Gelegenheit bot, den neuen Touareg Race GS zu testen, war ich gespannt, aber skeptisch. Der Reifen ist mit kleinen, dicht nebeneinanderliegenden Stollennoppen ausgerüstet. Gelingt ihm damit die Gratwanderung zwischen geringem Rollwiderstand und erhöhtem Grip?

Der Reifen musste auf einigen Testkilometern so einiges einstecken.
Mit 4 g mehr auf der Waage (570 g zu 566 g) gibt es gewichtstechnisch kaum einen relevanten Unterschied. Das Aufziehen auf die Felge (Oquo RP 50 LTD) gelingt schnell und werkzeuglos. Der 45 mm breite Reifen verträgt maximal 3,5 bar. In meiner persönlichen Komfortzone im Test habe ich den Pneus 1,8 bis 2 bar gegönnt.
Los geht’s von der Haustür. Dass der Reifen durch das Profil einen seichten Sound auf der Straße produziert, fällt zwar auf, ist aber nicht unangenehm. Sehr positiv fällt das Rollverhalten auf. Der Rollwiderstand ist zwar minimal höher, liegt aber gefühlt so dicht am Caracal Race, dass man es auf Asphalt ordentlich krachen lassen und jeden Rennradfahrer überraschen kann.

Einzige Schwäche und dem Profil geschuldet: kleine Steinchen verkanten sich schnell zwischen den dicht angeordneten Stollen.
Interessant wird es auf dem Terrain, für das der Touareg Race GS gemacht ist: Schotter. Deshalb geht es in die wilde Zone zwischen Feld, Wald und Wiese, über Stock und Stein und auf rasante Trails. Der Hutchinson Touareg Race GS liefert ab. Satte Kurvenlagen nimmt der Pneu mit Wohlwollen und schießt derart behände über Kies- und Waldwege, dass es eine wahre Freude ist. Unterschiede beim Fahrverhalten bei hohen Geschwindigkeiten gegenüber dem Caracal Race sind, wenn überhaupt, nur marginal zu verzeichnen. Racen? Kann er. Sehr überzeugend.
Die Stollen krallen sich weit in den Boden, sodass in jeder Lage ein sehr gutes Sicherheitsgefühl herrscht. Selbst Sandpassagen bewältigt er bemerkenswert souverän. Wer noch mehr Grip benötigt, regelt den Reifendruck bei einem Tubeless-Setup weiter herunter. Nachteil der engmaschigen Stollen: die Selbstreinigung. Oft bleiben kleine Steinchen zwischen den Noppen hängen. Nach der Ausfahrt sollte man das Profil daher stets kurz checken und verklemmte Steinchen entfernen.
Thema Pannenschutz: Die bisherigen rund 400 Kilometer mit Asphalt, Feldwegen, Wurzel-Trails, Schotterwegen mit fiesen spitzen Steinchen oder grobem Gravel konnten ihm nichts anhaben. Gefahren wurde mit TPU-Schlauch.

Top: Der Touareg Race GS ist annähernd so wieselflink wie der Semi-Slick-Reifen Caracal Race, bietet aber zusätzlich den nötigen Grip für feuchten Untergrund.
Mein Fazit
Rasantes Fahrverhalten
geringer Rollwiderstand
Traktion auch bei feuchtem Untergrund
Pannenschutz
Für richtigen Matsch nur bedingt geeignet
Selbstreinigung des Profils könnte besser sein





