Canyon & Co. aufgepasst? Tavelos neuer Aero-Renner greift aus China an.

Test: Tavelo Arow
Schnell, aber hart?

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 14.09.2026
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Foto: Bjoern Haenssler

Leicht, schnell, komfortabel, steif – und ästhetisch ansprechend: wahrlich große Worte, mit denen Tavelo für sein neues Arow trommelt. Das ultimative Rennrad für jeden Einsatzzweck also? Präsentiert Tavelo, im chinesischen Xiamen beheimatet, hier den heiligen Gral der Rahmenbaukunst?

Christian Brunker, ROADBIKE-Redakteur
Christian Brunker
ROADBIKE Testredakteur
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Bjoern Haenssler

Darüber hinaus, so verrät der Hersteller, sei das Arow im Windkanal entwickelt worden, um die frontale Angriffsfläche für den Wind so klein wie möglich zu halten. Ein steifes Steuer- und Unterrohr soll für präzise Lenkung und effizienten Krafttransfer sorgen, der Hinterbau samt Sattelstütze für den nötigen Komfort auf langen Touren. Dazu passend erlaubt der Rahmen Reifen bis zu 32 mm Breite. Angeboten wird er in zwei Qualitäten, einmal mit 820 Gramm schwer (in Größe XS), zudem in einer 110 Gramm leichteren, dafür 500 Euro teureren SL-Variante.

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Bjoern Haenssler

Im Top-Spec mit Shimanos Dura-Ace Di2 für 8999 Euro sollen Aufbauten um 6,9 Kilo Komplettgewicht möglich sein. Unser Testrad kam mit dem "einfachen" Rahmen und Ultegra Di2. Damit bringt es immer noch sehr gute 7,30 Kilogramm auf die Waage. Der XL-Rahmen belastete die RB-Waage mit 1002 Gramm.

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Bjoern Haenssler

Vom Labor auf die Straße. Für das Arow heißt es nun: Farbe bekennen. Was ist dran an den Versprechungen des Herstellers? Im Sattel fällt sofort die sportliche Sitzposition auf: Der Fahrer wird auf dem Arow spürbar gestreckter platziert als etwa auf dem Seka Spear. Das passt zum sportlichen Anspruch des Arow, der auch mit den hohen Sharp-Felgen hinreichend dokumentiert ist. Die sind zudem mit 2697 Gramm sehr leicht, was positiv auf die Beschleunigung mit dem Arow einzahlt: Mit wenigen Pedaltritten ist der Renner auf Tempo gebracht, das er auch problemlos hält. Denoch wäre eine Übersetzung mit größerer Entfaltung anstelle der Semi-Kompaktkurbel für tempoharte Fahrer durchaus eine Option.

Das schlanke Avro-Cockpit indessen liegt gut in der Hand und erlaubt jederzeit souveräne Radkontrolle. Das Arow macht es seiner Fahrerin oder seinem Fahrer aber auch leicht. Mit seinem sehr ausgewogenen Charakter kommt es den meisten Hobbysportlern sehr entgegen. Ausreichend agiles Handling bei guter Laufruhe – Tavelo trifft hier die goldene Mitte. Auf schnellen Abfahrten liegt das Rad satt auf der Straße und folgt dank des steifen Rahmens Lenkbefehlen sehr präzise.

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Bjoern Haenssler

Beim Komfort hingegen zeigt der chinesische Renner leichte Schwächen: Ein Komfortwert von gemessenen 331 N/mm an der Sattelstütze sind selbst für einen Aero-Renner ein recht schwacher Wert. Eine besser federnde Sattelstütze stünde dem Arow gut zu Gesicht. Auch mit Blick auf die hohen Ansprüche des Herstellers.

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Bjoern Haenssler

👍 Das gefällt

Schnell, leicht und mit klar sportlichem Anspruch überzeugt das Arow ambitionierte Rennradfahrer:innen.

👎 Das weniger

Mehr Komfort am Heck wäre nicht nur für lange Touren wünschenswert – und würde das Gesamtpaket abrunden.

♥️ Das perfekte Rad für...

... alle, die einen schnellen Allrounder suchen, der sowohl Flachetappen als auch Touren mit ordentlich Höhenmetern problemlos meistert.

* Größe XL

** nur Rahmen-Set