Weniger Enduro, mehr Trail: Mit dem Wild TR stellt Orbea dem brachial ausgelegten Wild LT ein vielseitigeres Schwestermodell zur Seite. Bewährter Bosch Performance Line CX statt Avinox, 150 statt 170 Millimeter Federweg und ein Preiseinstieg ab 4.999 Euro – wir haben alle Details zum neuen Trailbike der Basken.
Kurz & knapp: Orbea Wild TR
- Bosch Performance Line CX Gen. 5
- 750-Wh-Akku, Range-Extender kompatibel
- Carbon- und Aluminiumrahmen
- 150 mm Federweg vorn und hinten
- MyO-Konfigurator mit vielen Farboptionen
- Trail- und Touren-orientierte Alternative zum Wild LT
- ab 4999 bis 9999 Euro
Trail-Gene mit Enduro-DNA: Das Konzept des Wild TR

Das Wild TR ergänzt die Wild-Familie als vielseitiges Trail-E-MTB mit 150 Millimetern Federweg und Bosch Performance Line CX.
Das vor Kurzem vorgestellte Wild LT richtet sich mit 170 Millimetern Federweg kompromisslos an Enduro- und Gravity-Fahrer*innen. Das neue Wild TR positioniert sich darunter als vielseitigeres Trailbike für Touren, alpine Singletrails und den täglichen Trail-Einsatz. Vorn wie hinten stehen 150 Millimeter Federweg zur Verfügung. Trotz der klaren Trail-Ausrichtung übernimmt das Bike viele Gene seines großen Bruders – darunter die moderne Rahmenplattform mit tiefem Schwerpunkt und die 448 Millimeter langen Kettenstreben. Die Geometrie ist mit 64,5 Grad Lenkwinkel auf den Einsatzbereich angepasst, der Sitzwinkel steht bei 78,4 Grad. Erhältlich ist das Wild TR in den Größen S bis XL.

Das Wild TR ist in den Größen S bis XL erhältlich. Alle Größen rollen auf 29-Zoll-Laufrädern.
Orbea Wild TR: Jetzt also doch Bosch!
Während das Wild LT mit dem Avinox M2S neue Wege geht, bleibt das Wild TR dem Bosch Performance Line CX treu. Ganz überraschend kommt das nicht: Bereits das Vorgängermodell zählte mit seinem stimmigen Gesamtpaket aus Fahrwerk, Geometrie und Bosch-Antrieb zu den Performance-Maßstäben im E-MTB-Segment. Gleichzeitig zeigt die klare Trennung innerhalb der neuen Wild-Familie, dass Orbea den Bosch-Antrieb künftig vor allem im Trail-Segment sieht, während das kompromisslose Enduro-Flaggschiff Wild LT auf Avinox setzt.

Beim Wild TR bleibt Orbea dem Bosch Performance Line CX treu. Das Vorgängermodell setzte mit diesem Antrieb Maßstäbe im E-MTB-Segment.
Im Wild TR arbeitet der aktuelle Bosch Performance Line CX mit bis zu 120 Newtonmetern Drehmoment. Serienmäßig steckt ein 750-Wh-Powertube im Unterrohr, optional lässt sich die Kapazität mit dem Bosch PowerMore Range Extender um weitere 250 Wattstunden erweitern. Je nach Ausstattungsvariante kommt entweder der Bosch System Controller oder das neue Kiox-400C-Display im Oberrohr zum Einsatz – jeweils in Kombination mit der Mini Remote am Lenker.
Wie bei Orbea üblich voll konfigurierbar

Je nach Ausstattung kommt das neue Bosch Kiox 400C zum Einsatz. Das Farbdisplay sitzt elegant und gut geschützt im Oberrohr.
Auch beim Wild TR setzt Orbea auf den bewährten MyO-Konfigurator. Sowohl Carbon- als auch Aluminiumrahmen lassen sich in verschiedenen Farben gestalten und mit zahlreichen Komponenten individuell konfigurieren – von Laufrädern über Cockpit und Fahrwerk bis hin zur Beleuchtung.
Was dem Wild TR im Vergleich zum LT fehlt, sind Orbeas hauseigene RS-Software sowie die Integration eigener RS-Komponenten wie des RS-HMI-Triggers oder der smarten RS-Variostütze. Nach Angaben von Orbea ermöglicht Bosch derzeit weder die Entwicklung einer eigenen Motorsoftware noch die Einbindung eigener Hard- und Softwarelösungen.
Modelle und Preise

Das Wild TR richtet sich stärker an Touren- und Genussfahrer, während das Wild LT konsequent für ambitionierte Enduro-Fans entwickelt wurde.
Carbon
- Wild TR M20 – 6.999 Euro
- Wild TR M10 – 8.499 Euro
- Wild TR M-Team – 9.999 Euro
Hydro (Aluminium)
- Wild TR H20 – 4.999 Euro
- Wild TR H10 – 5.999 Euro

Der Platzhirsch unter Druck – aber noch lange nicht geschlagen. Bosch bleibt eine feste Größe im E-MTB-Markt.












