Warum dieses Rennrad auf langen Touren richtig stark ist.

Test: BMC Roadmachine 01 Two
Endurance-Renner für die ganz langen Tage

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 04.10.2026
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Für die wirklich langen Touren: BMCs neue Roadmachine 01 Two kombiniert eine ganze Reihe von sinnvollen Eigenschaften, um die Zeit im Sattel auch nach unzähligen Stunden zu genießen. Ganz entscheidend: die sehr angenehme, ausgewogene Geometrie, die den Fahrer in eine entspannte, aber nicht unsportliche Sitzposition bringt.

Christian Brunker, ROADBIKE-Redakteur
Christian Brunker
ROADBIKE Testredakteur

Dank des 181 mm langen Steuerrohrs kommt der Lenker vergleichsweise weit nach oben, der längere Radstand sorgt für ausgeprägte Laufruhe. Dazu passt die Reifenwahl mit den 32 mm breiten, ordentlich rollenden Corsa N.EXT von Vittoria. Maximal passen bis zu 34 mm breite Pneus in die Roadmachine. So meistert der Schweizer auch Abschnitte mit gröberem Asphalt oder feinem Schotter gelassen. Zusammen mit der sehr gut flexenden Sattelstütze bietet die Roadmachine so überzeugenden Komfort, der auf langen Touren die Muskulatur weniger ermüden lässt.

Denn lange Touren sind die Paradedisziplin des Schweizers: An langen Anstiegen sammelt die montierte Übersetzung mit breit gestufter 10–36er-Kassette reichlich Pluspunkte, zusammen mit der Kompaktkurbel in 46/33-Abstufung lassen sich so entspannt Höhenmeter sammeln – und das nicht nur am ersten, sondern auch am zweiten oder dritten Pass des Tages. Praktische Hilfe dabei: der in der Kurbel integrierte Powermeter für optimales Pacing. Ein nahezu perfektes Set-up also für ausgedehnte Radmarathons in den Alpen.

Force AXS Kettenblatt mit integriertem Powermeter
Benjamin Zöller

Die Kehrseite der Übersetzung zeigt sich beim Tempobolzen oder in der Abfahrt, wo man die Beine ganz schön wirbeln lassen muss. Dafür zieht der steife Rahmen mit seiner präzisen Lenkung sauber durch jede Kurvenpassage und lässt auch bei hohen Geschwindigkeiten keinerlei Unsicherheit aufkommen. Dabei hilft auch der mit 42 Zentimetern für aktuelle Verhältnisse fast schon breite Lenker, der zudem sehr gut in der Hand liegt. Und weil BMC auf ein One-Piece-Cockpit verzichtet, lässt sich die Roadmachine an dieser Stelle auch problemlos an eigene Bedürfnisse oder ergonomische Wünsche anpassen.

Klassisches Cockpit aus Vorbau und Lenker, sowie Halterung für den Radcomputer.
Benjamin Zöller

Darüber hinaus punktet die Roadmachine mit weiteren praktischen Details: Da ist zum einen die an der Sattelstütze integrierte, per USB aufladbare Rückleuchte mit StVZO-Zulassung. Zum anderen verbirgt sich hinter dem Flaschenhalter im Unterrohr ein Zugang zu einem Staufach, eine wasserabweisende Tasche für Ersatzschlauch und Reifenheber kommt inklusive. Ein weiteres Täschchen lässt sich mittels zweier Montagepunkte auf dem Oberrohr befestigen. Kleines Gepäck wie Riegel, Windweste & Co. sind so immer in Griffweite, ohne die Trikottaschen auszubeulen. So überzeugt die Roadmachine 01 Two als rundum durchdachter, sehr angenehmer Endurance-Renner.

👍 Das gefällt

Die entspannte Sitzgeometrie und die passende Übersetzung machen die Roadmachine zur echten Bergziege.

👎 Das weniger

Das maximale Systemgewicht von nur 110 Kilogramm ist für größere und kräftige Fahrer sehr knapp bemessen.

♥️ Das perfekte Rad für...

... alle, die vom Klettern nicht genug bekommen können und ein schlüssig zusammengestelltes, komfortables Rennrad für ausgedehnte Pässetouren suchen.

Benjamin Zöller

* Gesamtgewicht ohne Pedale

** Größe 56