Für die wirklich langen Touren: BMCs neue Roadmachine 01 Two kombiniert eine ganze Reihe von sinnvollen Eigenschaften, um die Zeit im Sattel auch nach unzähligen Stunden zu genießen. Ganz entscheidend: die sehr angenehme, ausgewogene Geometrie, die den Fahrer in eine entspannte, aber nicht unsportliche Sitzposition bringt.

Ich fahre seit mittlerweile rund 25 Jahren Rennrad und bin seit rund 10 Jahren für die Radtests verantwortlich. In dieser Zeit habe ich mehrere Hundert Rennräder aller Klassen und Kategorien gefahren. Auch in meiner Freizeit bin ich auf dem Rennrad unterwegs, mit ca. 7000 bis 8000 km pro Jahr, gerne im Schwarzwald, aber auch in den Alpen bei ausgedehnten Pässetouren und Rennen, wie dem Granfondo La Fausto Coppi.
Dank des 181 mm langen Steuerrohrs kommt der Lenker vergleichsweise weit nach oben, der längere Radstand sorgt für ausgeprägte Laufruhe. Dazu passt die Reifenwahl mit den 32 mm breiten, ordentlich rollenden Corsa N.EXT von Vittoria. Maximal passen bis zu 34 mm breite Pneus in die Roadmachine. So meistert der Schweizer auch Abschnitte mit gröberem Asphalt oder feinem Schotter gelassen. Zusammen mit der sehr gut flexenden Sattelstütze bietet die Roadmachine so überzeugenden Komfort, der auf langen Touren die Muskulatur weniger ermüden lässt.
Denn lange Touren sind die Paradedisziplin des Schweizers: An langen Anstiegen sammelt die montierte Übersetzung mit breit gestufter 10–36er-Kassette reichlich Pluspunkte, zusammen mit der Kompaktkurbel in 46/33-Abstufung lassen sich so entspannt Höhenmeter sammeln – und das nicht nur am ersten, sondern auch am zweiten oder dritten Pass des Tages. Praktische Hilfe dabei: der in der Kurbel integrierte Powermeter für optimales Pacing. Ein nahezu perfektes Set-up also für ausgedehnte Radmarathons in den Alpen.

Die Force AXS kommt mit einem Powermeter in der Kurbel – perfekt fürs Pacingbei langen Rennen und für mehr Effizienzbeim Training.
Die Kehrseite der Übersetzung zeigt sich beim Tempobolzen oder in der Abfahrt, wo man die Beine ganz schön wirbeln lassen muss. Dafür zieht der steife Rahmen mit seiner präzisen Lenkung sauber durch jede Kurvenpassage und lässt auch bei hohen Geschwindigkeiten keinerlei Unsicherheit aufkommen. Dabei hilft auch der mit 42 Zentimetern für aktuelle Verhältnisse fast schon breite Lenker, der zudem sehr gut in der Hand liegt. Und weil BMC auf ein One-Piece-Cockpit verzichtet, lässt sich die Roadmachine an dieser Stelle auch problemlos an eigene Bedürfnisse oder ergonomische Wünsche anpassen.

Statt eines einteiligen Cockpits setzt BMC auf die Kombination aus separatem Vorbau und Lenker, was ergonomische Anpassung erleichtert.
Darüber hinaus punktet die Roadmachine mit weiteren praktischen Details: Da ist zum einen die an der Sattelstütze integrierte, per USB aufladbare Rückleuchte mit StVZO-Zulassung. Zum anderen verbirgt sich hinter dem Flaschenhalter im Unterrohr ein Zugang zu einem Staufach, eine wasserabweisende Tasche für Ersatzschlauch und Reifenheber kommt inklusive. Ein weiteres Täschchen lässt sich mittels zweier Montagepunkte auf dem Oberrohr befestigen. Kleines Gepäck wie Riegel, Windweste & Co. sind so immer in Griffweite, ohne die Trikottaschen auszubeulen. So überzeugt die Roadmachine 01 Two als rundum durchdachter, sehr angenehmer Endurance-Renner.
👍 Das gefällt
Die entspannte Sitzgeometrie und die passende Übersetzung machen die Roadmachine zur echten Bergziege.
👎 Das weniger
Das maximale Systemgewicht von nur 110 Kilogramm ist für größere und kräftige Fahrer sehr knapp bemessen.
♥️ Das perfekte Rad für...
... alle, die vom Klettern nicht genug bekommen können und ein schlüssig zusammengestelltes, komfortables Rennrad für ausgedehnte Pässetouren suchen.

* Gesamtgewicht ohne Pedale
** Größe 56





