Als sein "absolutes Traumrad", bezeichnet Firmengründer Markus Storck das Aernario.3 im hauseigenen Line-up. Leichtbau sei ihm immer wichtig gewesen, und in dieser Hinsicht stelle das Aernario einen Meilenstein dar.

Ich fahre seit mittlerweile rund 25 Jahren Rennrad und bin seit rund 10 Jahren für die Radtests verantwortlich. In dieser Zeit habe ich mehrere Hundert Rennräder aller Klassen und Kategorien gefahren. Auch in meiner Freizeit bin ich auf dem Rennrad unterwegs, mit ca. 7000 bis 8000 km pro Jahr, gerne im Schwarzwald, aber auch in den Alpen bei ausgedehnten Pässetouren.
In der Platinum-Topversion sind Komplettgewichte ab 6,7 Kilogramm möglich. Erwartungsgemäß spielt das in diesem Test vertretene Aernario.3 Comp nicht ganz in dieser Liga. Mit fast genau 8 Kilogramm sortiert es sich in dieser Vergleichsrunde ziemlich genau im Mittelfeld ein. Das kann sich durchaus sehen lassen, genauso wie die Ausstattung mit noblen Zeitjaeger Pro 50 R-Carbon-Laufrädern und dem schlanken RBSU-Carbon-Cockpit. Wichtig zu wissen: Per Online-Konfigurator lässt sich das Aernario.3 individuell und ganz nach Kundenwunsch anpassen, also beispielsweise mit anderen Laufrädern, abweichenden Cockpit-Abmessungen oder eben auch mit einer anderen Schaltgruppe.

Das RBSU-Aernario-Carbon-Cockpit liegt gut in der Hand und erlaubt jederzeit sichere Kontrolle.
Auf der Straße erweist sich das Aernario.3 Comp als echter Sportler mit klarem Vorwärtsdrang: Die Sitzposition ist durchaus sportlich, insbesondere im Unterlenker geht es ordentlich tief. Perfekt geeignet, um dem Aernario.3 so richtig die Sporen zu geben. Die Zeitjaeger-Laufräder lassen das Rad agil beschleunigen, mit wenigen Pedalumdrehungen nimmt es Tempo auf.
Besonders erfreulich: Trotz der 50 Millimeter hohen Felgen reagiert das Laufrad-Set nicht sonderlich sensibel auf Seitenwind, vielmehr erwies sich der Satz bei böigen Testbedingungen als sehr gut kontrollierbar. Das ist auch deshalb erfreulich, weil sich das Aernario.3 in puncto Handling eher auf der agilen Seite einordnet. Es reagiert sehr direkt auf Lenkimpulse, ohne aber je nervös zu erscheinen.

Zeitgemäß: Der Rahmen des Aernario.3 Comp erlaubt Reifen bis zu einer Breite von 32 mm. Aufgezogen sind Continental Grand Prix in 28 mm.
Mit höherem Tempo stabilisiert es sich zudem spürbar. Absolut in seinem Element ist das Aernario.3, wenn die Straße ansteigt: Egal ob eine kurze Rampe mit viel Kraft überwunden wird oder ob ein langer Anstieg Stehvermögen verlangt – das Aernario.3 zeigt sich als sehr guter Begleiter mit stimmig ausgewählter Übersetzung. Denn die bewährte Shimano 105 Di2 kommt mit 50/34-Kompaktkurbel und 11–36er-Kassette – ideal, um auch an langen Anstiegen noch flüssig zu treten.

Bergtauglich: Die Shimano 105 Di2 am Aernario.3 Comp kommt mit Kompaktkurbel und 11–36er-Kassette.
Das größte Pfund des Aernario.3 verbirgt sich allerdings in der Carbon-Sattelstütze, die mit 145 N/mm einen Top-Wert bietet – perfekt für wirklich lange Tage im Sattel. Außerdem erlaubt es der Rahmen mit einer Reifenfreiheit von bis zu 32 mm, breitere Pneus aufzuziehen als die montierten 28er-Grandprix von Continental. Letztere sind zudem der einzige Punkt, wo das Aernario.3 Tuningpotenzial aufweist. Ein Topreifen wie der GP 5000 würde etwas Gewicht sparen und das Aernario.3 noch widerstandsärmer rollen lassen

Aerodynamisch: die Zeitjaeger Pro 50 R-Laufräder mit ihren hohen Felgen.
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Das Storck Aernario.3 Comp kombiniert geringes Gewicht mit herausragendem Komfort.
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Leichtere, schnellere Reifen anstelle der soliden Grand Prix von Continental wäre ein sinnvolles Tuning.
♥️ Das perfekte Rad für...
... alle, die auf der Suche nach einem eleganten Rennrad mit recht agilem, lebendigem Handling für ausgedehnte Pässetouren sind, das zudem reichlich Komfort bietet.

* Größe M





