Update 30.5.2026: Du hältst nach dem idealen Rennradschuh, der besten E-Pumpe, effektivsten Radbrille oder sogar dem besten Elektronik-Gadget Ausschau? Unser Team der ROADBIKE-Redaktion testet stets das neueste Zubehör für dein Rennrad. In unserer ständig aktualisierten Übersicht findest du zahlreiche Produkte, die dir das Rennradfahren noch schmackhafter machen, als es ohnehin schon ist
Neu in der Teststrecke

Die Hose überzeugt mit festem Polster auf Langstrecken, die Verarbeitung zeigt Schwächen.
Die junge Bekleidungsmarke Pippo Amsterdam kommt – Überraschung: aus Hamburg. Gefertigt werden die Teile in Italien, die Preise bewegen sich im fairen Rahmen. Optisch unaufdringlich und mit modernen Schnitten können die Teile auch in der Praxis überzeugen. Die Stelvio-Hose kommt mit recht langem Bein, das gleich überm Knie endet, und straffen Trägern. Silikonstreifen halten die "Clean-Cut"-Beinabschlüsse (ohne Bündchen) sicher an Ort und Stelle, allerdings neigten die am Testmuster schon nach wenigen Wäschen zum Ausfasern, auch die Reflektoren am Bein begannen sich bereits abzulösen. Das Polster ist für Langstrecken optimiert, fällt angenehm fest aus und sitzt sich nicht durch – perfekt für lange Tage im Sattel. Das luftig leichte Alpe d’Huez-Trikot sitzt körpernah, im besten Sinne unauffällig, und trägt sich sehr angenehm. Reflektierende Logos zahlen auf die Sichtbarkeit ein. Es gibt drei Rückentaschen, ein Reißverschlusstäschchen wäre fein.
Test: 3 Monate
Hose funktioniert gut, Polster dämpft top
moderner Schnitt
luftiges Trikot trägt sich gut, UV-Schutz
Reflektoren lösen sich
Santini Unico Tights
Preis: 200 Euro / Größen: XS – 4XL

Zahlreiche Größen verfügbar: von XS bis 4 XL gibt es die Santini Unico Tights.
Es gibt Frühjahrstage, da zieht man die Beinlinge an und weiß: "Die ziehe ich eh erst zu Hause wieder aus." Damit unterwegs nichts drückt oder scheuert, sind dünne, lange Bib Tights dann oft die bessere Wahl – wie die Unico von Santini im Test belegte. Die Hose sitzt dank leichter Kompression wie eine zweite Haut und ist nicht zu dick. So bleibt die Bewegungsfreiheit uneingeschränkt, das Wärmegefühl ist überraschend gut. Das Polster besticht auch auf längeren Fahrten, die breiten, lasergeschnittenen Träger verdrehen nicht. Selbst leichtem Nieselregen hielt die sportliche Unico im Test stand. Das Rückenteil ist hoch geschnitten, damit in tiefgebeugter Haltung der Rücken bedeckt bleibt. Der Beinabschluss hingegen fällt bewusst kurz aus: Hier sind moderne, lange Socken gefragt – wer hingegen knöchellange Modelle trägt, zeigt hier womöglich unfreiwillig nackte Haut. Für Frauen bietet Santini ein Damenmodell mit angepasstem Schnitt an.
Test: 8 Monate
von 5 bis 15 Grad
leicht & bequem
angenehmes Polster
eigenes Frauenmodell erhältlich
7/8-Schnitt
Mavic Ksyrium Thermo Jacket
Preis: 189 Euro / Gewicht: 174 g Größe M / Größen: S – 2XL

Gemacht für Wind und Nieselregenr: Mavic Ksyrium Thermo Jacket.
Federleicht, warm, klein packbar, wind- und wasserabweisend – Mavics Ksyrium Thermo Jacket ist ein Tausendsassa für Frühling und Herbst – oder für milde Wintertage. Da die Jacke mit ihrem geringen Packmaß in jede Trikottasche passt, ist sie auch ein heißer Tipp, um bei Radmarathons die frühmorgendliche Kühle zu überstehen. Denn der fellartige, kuschelweiche Einsatz an Front, Rücken und Ärmeln – Polartecs Alpha-Isolierung – sorgt neben hohem Tragekomfort auch für behagliche Wärme, die man einer Jacke der Federgewichtsklasse gar nicht zutraut. Tipp: nicht zu viel darunter anziehen! Wind und feiner Nieselregen können der Jacke nichts anhaben, Dauerregen durchnässte bereits nach 15 Minuten das Gewebe an den Ärmeln, die darunter liegenden Stoffschichten saugen sich dann voll. Erhältlich ist die Ksyrium in drei Farben und fünf Größen.
Schutz gegen Wind und Nieselregen
sehr klein faltbar
vielseitig einsetzbar
eher weit geschnitten
recht kurze Ärmel

Der E-Booster Mini überzeugt rundum. Nur die Zieldruckangabe ist im Display schwer zu lesen.
Topeak bringt den kleinen Bruder des E-Booster. Und die Mini-Elektropumpe ist tatsächlich sehr klein und leicht. Die Bedienung gelingt spielend einfach, für die kleine Anzeige des gewünschten Luftdrucks im Farbdisplay braucht man aber gute Augen. Die Pumpe kann direkt aufs Ventil gesetzt werden, bequemer geht’s mit dem beiliegenden flexiblen Verlängerungsschlauch. Im Test brachte der E-Booster Mini einen 30-mm-Reifen in etwa 80 Sekunden auf 5,0 Bar. Der 500-mAh-Akku bot dabei Energie für drei volle Reifenladungen. Als Maximaldruck gibt der Hersteller 8 Bar an. Die Pumpe überzeugt auch bei der Tubeless-Montage, wird mit direkt am Gerät gemessenen 99 Dezibel aber recht laut.
Test: 3 Monate
sehr kompakt
Handhabung
Ausdauer
Preis
Lautstärke
4iiii Precision 3+ Pro
Preis: ab ca. 465 Euro (beidseitig) / Gewicht: 749 g (52/36, 170 mm)

„Der Precision 3+ Pro überzeugt durch verlässliche Messwerte. Auch die Batterielaufzeit ist hervorragend.“ Eric Gutglück, Redakteur
Ambitionierte Radsportler brauchen Leistungsdaten, auf die sie sich verlassen können. Der Precision 3+ Pro des kanadischen Herstellers 4iiii erfasst die Wattwerte beidseitig an der Kurbel und verspricht eine Messgenauigkeit von +/- einProzent bei bis zu 4000 Watt bzw. maximal 170 Umdrehungen/Minute. Die Installation der für Shimano-Antriebe kompatiblen Kurbel gelingt wie bei herkömmlichen Shimano-Hollowtech-II-Kurbeln, erhältlich sind 11- oder 12-fach-Ausführungen für Ultegra oder Dura-Ace in zahlreichen Kettenblattkombinationen und Kurbelarmlängen.
Das Mehrgewicht beträgt nur 29 g, 4iiii bietet ein- (3+) und beidseitige Messung (3+ Pro) an, ein späteres Upgrade ist möglich. Für Sram-Nutzer ist nur ein linksseitig messender Arm erhältlich. Die Kopplung mit dem Radcomputer oder Smartphone klappt via ANT+ und Bluetooth problemlos. Im Einsatz bestätigte sich die versprochene Messgenauigkeit: Die Leistungswerte waren stabil und ohne erkennbare Ausreißer. Der Powermeter erwacht zudem blitzschnell bei der ersten Pedalumdrehung. Tiefere Einblicke liefern erweiterte Metriken wie Links-Rechts-Balance, Pedal-Smoothness und Torque-Effektivität.
Großer Pluspunkt im Alltag ist zudem die Batterielaufzeit: Mit bis zu 550 Stunden pro CR2032-Knopfzelle steckt der Powermeter bei den meisten Hobbysportlern locker eine ganze Saison weg, ehe ein Wechsel ansteht. Die Knopfzellen sind schnell selbst austauschbar – ein klarer Vorteil, wenn man längere Trainingsphasen oder Rennen plant und nicht auf Werkstattbesuche angewiesen sein möchte. Mit der Schutzklasse IPX7 ist der Precision 3+ Pro spritzwassergeschützt und liefert auch bei Regenfahrten verlässliche Werte
Ein unter Umständen sehr nützliches Feature ist die Apple Find My-Integration, die optional erhältlich ist bzw. sich für 30 US-Dollar (ca. 25 Euro) im linken Kurbelarm nachrüsten lässt. Damit bleibt das Rad über Apples "Wo ist?"-Netzwerk lokalisierbar. Auch die 4iiii-App fürs Smartphone macht ihren Job zuverlässig: Firmware-Updates, Status-Checks bzw. regelmäßiges Kalibrieren laufen hierüber selbsterklärend. Allerdings ist die App in Sachen Design und Funktionalität eher einfach gehalten – so lassen sich etwa keine Beinkraftunterschiede eintragen oder ein Ruhemodus fürs Reisen aktivieren. Auch eine Autokalibrierung (während der Nullphasen) fehlt dem 3+ Pro.
Test: 6 Monate
Messgenauigkeit
Gewicht & Laufzeit
rudimentäre App
keine Autokalibierung
Shimano only
Insta360 Go Ultra
Preis: 429 Euro / 53 g (nur Kamera, ohne Action Pod, Halterungen oder Magnet)

"Kompkates Maß und clevere Befestigung: Die Go Ultra ist dezent, liefert aber viel - und das in 4K-Qualität." - Eric Gutglück, Redakteur
Mit nur 53 g überzeugt die Go Ultra von Insta360 als "Bodycam" ganz ohne umständliches Brustgeschirr. Dank mitgelieferter Magnet-Kette um den Hals hält die Kamera sicher am Trikot, taugt so für POV-Aufnahmen im Hoch- oder Querformat und lässt sich für weitere Perspektiven einfach abziehen bzw. anstecken. Über diverse Halter lässt sich die Kamera auch an anderen Stellen am Rad befestigen oder haftet von selbst an magnetischen Oberflächen. Mit bis zu 4K und 60 fps liefert sie höchste Qualität, die Akkulaufzeit ist mit bis zu 70 Minuten solide. Im zugehörigen "Action Pod" mit Display lässt sich die Kamera unterwegs aufladen bzw. bis zu drei Stunden lang als klassische Action-Cam verwenden. Das Display ist ausklappbar, die Tonqualität überraschend gut.
Die Übertragung aufs Smartphone klappt per Kamera-eigenem WLAN. In der kostenfreien Insta360-Studio-App lassen sich die Clips bearbeiten und individuell zusammenschneiden. Für Produktionen am PC wird die Micro-SD-Karte entnommen. Die Kamera ist wasserdicht nach IPX8 bis zehn Meter Tiefe, der Pod ist ohne optionales Spezialgehäuse nur spritzwassergeschützt.
Renpho MorphoScan Nova Smart
Preis: 229, 99 Euro / Gewicht für: max. 180 kg

Genaue Messung mit der Körperanalyse-Waage von Renpho.
Wie viel wiege ich – und warum? Wer es wirklich genau wissen will, greift zu Körperanalyse-Waagen wie der neuen MorphoScan Nova Smart Body Scale von Renpho. Dank acht Elektroden inkl. Handgriff leitet die Waage einen leichten Strom durch den Körper (Bioelektrische Impedanzanalyse, BIA) und ermittelt so mehr als 50 verschiedene Messwerte. Angefangen von "Klassikern" wie Körperfettanteil, Skelett-Muskelmasse und mehr bis hin zu wirklich sehr speziellen Angaben wie Protein-Anteil, subkutanem Fett oder Viszeralfett. Die Messwerte werden im integrierten Farbdisplay umgehend angezeigt, für die eingehende Analyse gibt es eine eigene App. Dort werden die Werte in einem kurzen Text erklärt und in drei Kategorien eingeordnet – so ist auf einen Blick erkennbar, welche Werte vom Ideal abweichen. Ebenfalls praktisch: Die App liefert einen Vorschlag für ein "optimales Gewicht". Die Einrichtung der Waage selbst und das Koppeln mit der App funktionierte im Test problemlos, die MorphoScan hat außerdem einen integrierten Akku und kommt ohne Batterien aus. Die Daten bleiben aber auf die Renpho-App beschränkt und lassen sich nicht unmittelbar in anderen Apps à la Garmin Connect einbinden.
Test: 2 Monate
leichte Einrichtung
viele Erklärtexte
genaue Messung
kein Datenaustausch
recht hoher Preis
Shokz OpenFit 2+
Preis: 199 Euro / Gewicht 16 g

Federleichte 18 Gramm wiegen die Ohrhörer von Shokz.
Musikliebhaber, die satten Klang bei gleichzeitiger Wahrnehmung der Umgebungsgeräusche suchen, werden bei den OpenFit 2+ fündig. Diese erzielen ein volles, ausgewogenes Klangbild, ohne den Gehörgang für Umweltgeräusche zu verstopfen. Denn die Ohrhörer sind ein echtes Zwei-Wege-Design mit getrennten Lautsprechern für Bässe und Höhen, die dennoch recht schlank ausfallen. Dank seidiger Silikonhülle legen sie sich geschmeidig oben ums Ohr, kollidieren dabei nicht mit dem Gurtdreieck des Helms und sitzen sicher, ohne zu drücken. Auch Brillen mit wuchtigen Bügeln finden weiterhin Halt. Pässe erklimmen mit Lieblingsmusik, untermalt von Vogelzwitschern und schwerem Atmen – mit den OpenFit 2+ ein völlig neues Erlebnis. Selbst auf der Abfahrt entstehen keine zusätzlichen Windgeräusche. Aufgeladen spielen die Hörer knapp zehn Stunden Musik. Die hochwertige Ladebox sorgt für fast 50 Stunden Gesamtspielzeit. Cool: Die App enthält einen 5-Band-Equalizer. So lassen sich Frequenzanhebungen oder -absenkungen, bedingt durch Ohrform und Sitz des Lautsprechers am Ohr, ausbalancieren. Minitasten erlauben eine Feinjustierung des Pegels und steuern die Wiedergabe. Für den Schlechtwetter-Einsatz wäre eine höhere Schutzklasse als IP55 gegen Staub und Wasser wünschenswert.
Test: 4 Monate 📋
Voller Klang, satte Bässe
individuelle Klangregelung
hochwertige Ladebox
lange Akku-Laufzeit
nur IP55-Schutz
Contec Air Tronic Mini
Preis: 69,95 Euro / Gewicht: 140 g

Günstig, dafür aber laut: die E-Pumpe Contec Tronic Mini.
Die leichte Akkupumpe für die Trikottasche (140 g mit Schlauch und Ventilaufsatz) pumpte im Test einen 30 mm breiten Reifen in 54 Sekunden auf 4,0 Bar auf. Voll aufgeladen schaffte sie so sechs Reifen. Die Bedienung ist sehr intuitiv. Im Einsatz ist die handliche Pumpe ziemlich laut und wird nach einiger Zeit recht warm. Im Lieferumfang gibt’s diverse Ventilaufsätze, USB-C-Ladekabel und eine Silikonhülle.
Test: ausprobiert 📋
kompakt
schnell
intuitiv
vergleichsweise preiswert
laut im Betrieb

"Erholung" - der Produktname soll Programm sein.
Für Radsportler mit hohen Trainingsumfängen ist ein Recovery-Shake nach dem Training wichtig, um schnell wieder bereit fürs nächste Workout zu sein. Der Drink "Erholung" von SportBrennstoff kombiniert pro 62-Gramm-Portion 28 Gramm Eiweiß mit 21 Gramm Kohlenhydraten, ist dank Kirschsaftpulver nicht zu süß – genau richtig nach intensiven Einheiten, bei denen bereits viel Zucker konsumiert wurde. Getestet von der Kölner Liste auf Dopingsubstanzen. Einziger Kritikpunkt: Beim Anrühren bilden sich leichte Klumpen.
Test: 3 Monate
Kohlenhydrate und Eiweiß enthalten
Anti-Doping getestet
vegan, ohne Gluten, Laktose oder Soja
Wasserlöslichkeit
Hucare Carbolyte Energyboost
Preis: 19,90 Euro / Inhalt: 500 g

„Das Carbolyte bietet eine kohlenhydratreiche, aber dezente Abwechslung zu sonst oftmals sehr süßen Pulvern.“ Eric Gutglück, Redakteur
Als Ernährungspartner des Teams Storck-Metropol versorgt Hucare aus Wiesloch das deutsche Continental-Rennteam mit seinem speziell für Wettkämpfe und intensive Trainings entwickelten Kohlenhydratpulver Carbolyte. Das besteht hauptsächlich aus Maltodextrin und Fruktose (2:1) und ermöglicht somit hohe Aufnahmen bei anspruchsvollen Einheiten. Hucare empfiehlt 40 Gramm Pulver pro 500 Milliliter Wasser. In dieser Dosierung löst sich das Pulver gut auf und erwies sich bei intensiven Einheiten als sehr gut magenverträglich. Dank 800 mg Salz pro 100 Gramm Pulver liefert es zudem wertvolle Elektrolyte für heiße Tage oder Indoor-Workouts. Die derzeit einzige Geschmacksrichtung "neutral" ist eine willkommene Abwechslung zu den teils intensiven Aromen mancher Alternativprodukte und schmeckt dabei kaum süß.
Test: 3 Monate
vielseitiger Kohlenhydratmix
sehr gut verträglich
inkl. Elektrolyte
leicht wasserlöslich
nur ein "Geschmack"

Das Riemendreieck unter den Ohren lässt sich nicht verstellen, der Kinnverschluss klickt knackig.
Der Propero stellt in Specializeds Helm-Sortiment die gehobene Mittelklasse dar: preislich deutlich unter den S-Works-Modellen angesiedelt, technisch klar an selbige angelehnt. Konkret ähnelt die vierte Generation des Propero stark dem Aero-Helm Evade, dessen Tragekomfort im direkten Vergleich aber etwas besser gefällt. Ähnlich wie der Evade will der Propero Aerodynamik, Belüftung und Sicherheit verbinden. Ob der versprochene Aero-Vorteil in der Praxis relevant ist, sei dahingestellt. Angenehm ist auf jeden Fall die Belüftung: Durch mehrere Kanäle strömt kühlende Luft über den Kopf, auch an heißen Tagen entsteht kein Hitzestau. In puncto Sicherheit erfüllt der Helm natürlich alle Normen. Für stabilen Sitz lässt er sich über das Geschirr gut anpassen: fünfstufig in der Höhe sowie in der Weite durch ein definiert gerastertes Drehrad hinten. Nicht anpassbar ist hingegen das Riemendreieck unter den Ohren – im Zweifelsfall vor dem Kauf anprobieren! Im Vergleich zu Top-Aero-Helmen wiegt der Propero 4 etwas mehr. Erhältlich ist er in neun Farben und drei Größen.
Test: 5 Monate
Preis/ Leistung
in vielen Farben und Größen erhältlich
großer Durchlass hinten (für einen Zopf)
kein Leichtgewicht
Cratoni C-Airlite
Preis: 199,95 Euro / Gewicht: 189 g

Der Cratoni C-Airlite punktet mit seinem geringem Gewicht.
Als "Ultra-Leichtgewicht im Cross Country und Rennrad-Bereich" bewirbt der schwäbische Hersteller Cratoni seinen C-Airlite. In drei Größen lieferbar und ab 180 Gramm schwer, belastete der getestete Helm in M-Größe die ROADBIKE-Waage mit schlanken 189 Gramm – das ist ein Wort. Möglich machen das 32 großzügig bemessene Belüftungsöffnungen und der Verzicht gewichtstreibender Features wie MIPS, das bei Schrägaufprall Rotationsbewegungen besser aufnehmen soll. Dennoch wirkt der Helm sehr solide und hinterlässt keinesfalls einen windigen Eindruck: Verarbeitung und Haptik des in fünf Farbstellungen lieferbaren Helms überzeugen voll. Ebenso das klassisch anmutende Verstellsystem mit anpassbaren Trägern und solidem Drehrad am Hinterkopf. Und luftig ist der Airlite ohne Frage: Gerade an heißen Sommertagen gefiel der sehr gut belüftete Kopfschützer, da kaum spürbar. Für drei Jahre ab Kaufdatum gewährt Cratoni im Sturzfall zudem 50 % Crash-Replacement beim Nachkauf. Einziger Ausfall: Das Helmpolster zeigt bereits nach einem Jahr Einsatz im Stirnbereich erste Auflösungserscheinungen. Laut Cratoni wurde das Polster inzwischen überarbeitet. Ersatz gibt’s für 14,95 Euro zu kaufen.
Test: 12 Monate 📋
sehr leicht
gut belüftet
sauber verarbeitet
kein MIPS
Helmpolster zeigt ersten Verschleiß
Pedale
Look X-Track Power Dual
Preis: 1099 Euro / Gewicht 405 g pro Paar

Die Look X-Track Power Dual-Pedale messen zuverlässig.
Ambitionierte Sportler wollen auch im Offroad-Einsatz nicht auf Leistungsmessung verzichten. Looks X-Track Power Dual für Shimanos SPD-System lassen sich dabei als beidseitig messende Powermeter-Pedale an jedes Rad anschrauben – die Montage verlangt lediglich einen 15er-Pedalschlüssel. Die Verbindung zur Headunit klappt per Bluetooth bzw. ANT+ im Handumdrehen. In der kostenfreien Look-Cycle-App lässt sich die Kurbellänge und sogar ein Links-rechts-Messfaktor hinterlegen. Die offizielle Messgenauigkeit beziffert Look auf +/-1 %, dank Autokalibrierung sollen Änderungen von Temperatur und Luftdruck keinen Einfluss nehmen. Das zahlt sich im Einsatz aus: Im ausgiebigen Geländetest zeigten sich die Pedale robust und lieferten auch auf ruppigem Untergrund und bei häufigem Auf- und Abspringen wie im Cyclocross realistische Wattwerte – anders als manches Offroad-Konkurrenzmodell. Die Auslösehärte ist per Spannfeder justierbar, einzig beim Ausklicken ist etwas Vorsicht geboten: Im Test blieb der Schuh manchmal im Pedalkörper hängen – es braucht eine beherzte Fußdrehung, was nach ein paar Fahrten jedoch in Fleisch und Blut übergeht. Geladen wird der interne Akku via beiliegendem, proprietärem Ladekabel, das praktischerweise per Y-Splitter beide Pedale gleichzeitig lädt. Ein voller Akku reicht dann für ca. 60 Stunden. Auch ein Reisemodus lässt sich per App aktivieren, zum Aufwecken müssen die Pedale kurz an den Strom – blöd nur, wenn dann das Kabel noch zu Hause liegt ... Das Pedal baut 16,8 mm hoch und bietet mit einem Q-Faktor von 53 mm Platz auch für große Füße.
Test: 4 Monate 📋
zuverlässige Messung
einfache Montage
Companion-App
Akku hält 60 Stunden
beim Ausklicken etwas hackelig
Pflege
Silca Super Secret Chain Lube
Preis: ab 19 Euro / Inhalt: 60, 120 oder 240 ml

Recht flüssiger Wachs: Silca Secret Chain Lube.
Kettenwachs boomt. Aber nicht jeder Wachsfan hat Lust, regelmäßig den Kocher anzuwerfen. Für diese Fälle bietet Silca sein Flüssigwachs zum Auftragen an, das mit dem Heißwachs kompatibel ist. Das Fläschchen vor Gebrauch kräftig durchschütteln, dann den Dosierkopf hochziehen und das Wachs auf jedes Kettenglied einzeln auftragen, während die Kurbel gedreht wird. Aufgepasst: Der eine oder andere Tropfen des sehr dünnflüssigen Inhalts landet schnell auf dem Boden. Zudem neigt die Öffnung zum Verstopfen und muss dann mit einer Nadel o. Ä. gängig gemacht werden. Vor der Fahrt sollte die Emulsion idealerweise 24 Stunden trocknen, zudem ist das Wachs mit 19 Euro für 60 ml nicht ganz günstig. Andererseits: Eine von uns regelmäßig heiß und flüssig behandelte Kette zeigte selbst nach über 8000 Kilometern keine Anzeichen von Verschleiß.
Test: 2 Jahre 📋
Schmutzanhaftung & Verschleiß gering
recht hoher Preis
Inhalt sehr flüssig
häufig verklumpte Flaschenöffnung

Das Sonax Bike Kettenöl Ultra zeigt im Test eine gute Schmierwirkung.
Gut geschmiert ist halb gewonnen: Mit dem Bike Kettenöl Ultra von Sonax ist das auch kein Problem. Das Silikonöl lässt sich dank der praktischen Tropfflasche leicht und punktgenau aufbringen und landet nur dort, wo es hin soll. Außerdem zeigt es gute Kriecheigenschaften, dringt so leicht zwischen Bolzen und Röllchen der Kette ein. Gleichzeitig ist es nicht zu flüssig und tropft nicht von der Kette. Beim Fahren läuft die Kette leise; wird sie nach der Einwirkzeit abgewischt, zieht das Öl auch vergleichsweise wenig Schmutz an. Mit 16,58 Euro / 100 ml bewegt sich das Kettenöl Ultra zudem preislich im üblichen Rahmen
leicht aufzutragen
gute Schmierwirkung
geringe Schmutzanziehung
nicht zu flüssig
Preis/ Leistung ok
Future Stories Waschmittelstreifen Sport
Preis: 18,95 Euro / Stückzahl: 60

Die Waschmittelstreifen sind praktisch für unterwegs oder im Trainingslager.
Kein aufwendiges Dosieren, kein Kleckern, sondern einfach ein Blättchen mit in die Maschine geben und die verschwitzten Sachen werden wieder sauber. Die Sport-Waschmittelstreifen von Future Stories haben im sechsmonatigen Dauertest mit ihrer einfachen Anwendung und dem sehr guten Waschergebnis überzeugt. Der Geruch ist zwar recht intensiv, hilft aber auch, dass verschwitzte Radunterhemden, Bibshorts & Co. nach einer 30°-Wäsche wieder frisch riechen. Die Blättchen eignen sich zudem für die Handwäsche und sind extrem praktisch im Trainingslager. Weiteres Plus: Die Streifen sind laut Hersteller zu 100 % vegan, frei von Mikroplastik und werden in Deutschland produziert. Mit einem Preis von 22 Cent pro Waschladung sind sie zudem nicht teuer, sondern liegen auf dem Niveau anderer Waschmittel.
Test: 6 Monate 📋
leicht dosierbar
gute Waschleistung
100 % vegan
praktisch unterwegs/ im Trainingslager
etwas starker Duft

Prima: die fotochromen Filter, die einen weiten
Einsatzbereich abdecken.
Die bislang leichteste Sportbrille des noch jungen Schweizer Herstellers Ileve District setzt wie auch die anderen Modelle des Hauses auf Minimalismus und Nachhaltigkeit. Die Halfrim-Brille No 5 lite gibt sich optisch dezent und bietet ein besonders weites Sichtfeld für alle, die nicht um jeden Preis auffallen wollen. Halbrahmen, Bügel und Nasensteg entstammen dem 3D-Drucker, alles wirkt solide und sauber verarbeitet. Einzelteile und Scharniere lassen sich bei Bedarf ersetzen. Die in zwei Größen und mit unterschiedlichen Filtern erhältliche No 5 lite sitzt sicher an unterschiedlichen Köpfen, die Bügel sind verstellbar, der Nasensteg ist fix. Der Hersteller betont das "aerodynamische Design", in der Praxis wichtiger: der erstklassige Windschutz. Die fotochromen Filter decken einen weiten Einsatzbereich ab und stellen gerade in der Übergangszeit oder bei wechselnder Witterung eine sinnvolle Investition dar (30 Euro Aufpreis). 300 Euro für eine Brille sind allerdings schon eine Hausnummer. Mikrofaserbeutel und Aufbewahrungsbox zählen zum Lieferumfang.
Test: 6 Monate
sehr guter Schutz
optische Qualität
fotochrome Filter
nachhaltige Fertigung
teuer
Bliz P001
Preis: 109 Euro / Gewicht: 32 g

Die Filterfarbe ist zwar speziell, dafür gibt es jedoch insgesamt 17 Ausführungen.
Die brandneue Unisex-Brille P001 von Bliz gefällt mit geringem Gewicht, modisch-großem Filter und stabilem Sitz durch zwei erhältliche Größen in unterschiedlichen Stegbreiten (138 und 142 mm), bei denen sich Nasenpads und Bügel individuell anpassen lassen. Geschmackssache ist die Filterfarbe des Testmodells: Rosé/Violett Blau verspiegelt. Der kräftige Farbton färbt die Welt rosarot – je nach Gemütsveranlagung erfreulich – oder zu viel des Guten. Positiv: Die P001 gibt es in 17 Ausführungen ab 89 Euro in vielen weiteren Gestell- und Filterfarben. In der Fahrpraxis gibt es wenig Anlass für Kritik: 100 Prozent UV-Schutz, guter Schutz vor Fahrtwind und Insekten, nur unter bestimmten Bedingungen leichtes Beschlagen der Gläser. Deren hochschlagfestes Polycarbonat zeigt sich nach drei Monaten intensiver Nutzung komplett frei von Kratzern.
Test: 3 Monate 📋
spezielle Filterfarbe...
...aber große Auswahl an Alternativen
leicht, stabiler Sitz
guter Schutz
haltbar, kratzfest
Evil Eye Trailsense LST Vario
Preis: 299 Euro / Gewicht: 30 g

Die Evil Eye Trailsense LST Vario besteht aus nachhaltigen Material.
Die Besonderheit bei der neuen Version der bewährten Radbrille kann man ihr nicht ansehen: Evil Eye setzt auf einen neuen Kunststoff, zu dessen Herstellung kein Erdöl mehr benötigt wird. Stattdessen wird das sogenannte Eco PPXMaterial laut Evil Eye etwa aus organischen Reststoffen aus der Land- und Forstwirtschaft gewonnen, zum Beispiel Stroh oder Baumrinde. Davon verspricht der Hersteller einen drastisch reduzierten CO2-Ausstoß. Der Unterschied zu herkömmlichen Kunststoffen ist weder zu sehen noch zu spüren. Die Brille wirkt sehr hochwertig und überzeugte im Einsatz auf ganzer Linie. Sie liegt angenehm am Kopf, Bügel und Nasenpolster lassen sich für optimale Passform verstellen. Die breite Scheibe schützt effektiv vor Zugluft und störenden Flugobjekten wie Fliegen. Vor allem aber passt sich der Vario-Filter der Sonneneinstrahlung an, sodass die Brille bei Sonnenschein oder bewölktem Himmel stets beste Sicht bietet.
Test: 2 Monate 📋
nachhaltiges Material
made in Austria
vielfach anpassbar
Vario-Filter
teuer
Radschuhe
Giro Imperial II
Preis: 429,95 Euro / Gewicht: 576 g (Gr.46)

Die Innensohlen der Giro Imperial II sind anpassbar.
Giros beliebter Toprennradschuh Imperial hat einen Nachfolger: Der Imperial II punktete im Test vor allem durch das weite Öffnen und den somit leichten Einstieg sowie eine angenehme Druckverteilung dank des Zusammenspiels aus Obermaterial und zwei hochwertigen Li2-Verschlüssen von Boa. Zudem kommt der Imperial II mit gleich drei verschieden hohen Einsätzen unter der Innensohle, die so an das individuelle Fußgewölbe angepasst werden kann. Auch ein Schuhbeutel liegt bei. Im Fahreindruck besticht der sportliche Imperial II mit steifer Carbon-Sohle und festem Fersenhalt bei gleichzeitig hoher Atmungsaktivität aufgrund des luftigen Mesh-Materials am Vorderfuß. Auf der Waage landet das Paar mit 576 Gramm im vorderen Mittelfeld der aktuellen Topmodelle (siehe auch RB 05/2025). Erhältlich ist der Imperial II in nur zwei klassischen "Farben": in Weiß oder Schwarz. Zum Preis von stolzen 430 Euro.
Test: 3 Monate 📋
leichter Einstieg
sportlich komfortabel
Li2-Boa-Verschlüsse
Innensohle anpassbar
Gewicht
hoher Preis
Q36.5 Unique Pro
Preis: 550 Euro / Gewicht: 458 g

Die dünne Sohle der Unique Pro erwies sich als sehr steif.
"Entwickelt, um ein neues Niveau an Stabilität, Kraft und Komfort zu erreichen" – klingt hochtrabend, erwies sich im Test aber nicht als leeres Versprechen. Der Topschuh des italienischen Herstellers Q36.5 wartet mit einigen Besonderheiten auf, die Chic mit erstklassiger Funktion kombinieren – und so auch den hohen Preis rechtfertigen. Da wäre etwa die in Italien gefertigte Carbon- Sohle: An der Ferse weit hochgezogen sorgt sie für exzellenten Halt und verspricht dank ihrer Steifigkeit maximale Tritteffizienz. Der Verzicht auf eine Zunge hilft, überlappende Bereiche am Spann zu vermeiden, die drücken könnten. Stattdessen umschließt ein elastischer Innenschuh den Fuß. Zwei Li2-Boa-Verschlüsse erlauben millimetergenaues Öffnen und Schließen. Die vorgeformte Innensohle von Solestar zählt zu den aktuell besten, sie stützt, dämpft und hält den Fuß stabil. Der Abstand zwischen Fuß und Pedalachse wurde zum Vorgänger um drei Millimeter verringert, was biomechanische Vorteile bringt. Und die Belüftung geht auch an heißen Tagen in Ordnung. So ist der Tragekomfort trotz harter Carbon-Sohle ausgezeichnet, ebenso die Kraftübertragung. Kritikpunkt bei der hellen Ausführung des in Weiß oder Schwarz erhältlichen Unique: Die Schuhspitze zeigte schnell Gebrauchsspuren. Gerade bei Sportlern, die kleine Rahmen fahren (Stichwort: Toe-Overlap), könnte eine weiter hochgezogene Kappe Abhilfe schaffen.
Test: 4 Monate 📋
dünne, dennoch sehr steife Carbon-Sohle
hoher Tragekomfort
top Kraftübertragung
Verschlusssystem
kostspielig

Besonderheit: Den Ekoi Road Racing-Pneu gibt es nur mit ungewohnt weißer Flanke.
Rennradreifen von Ekoï? Ja, die französische Marke hat einige Pneus im Angebot, darunter das getestete, in Thailand handgefertigte Topmodell. Ausschließlich in 29 Millimetern Breite erhältlich, ist der Reifen vergleichsweise leicht und natürlich Tubeless-ready. Licht und Schatten bei der Montage: Der Reifen liegt völlig flach auf der Felge, wer mit Schlauch fahren will, läuft Gefahr, diesen bei der Montage einzuklemmen. Dafür braucht es nur wenig Handkraft, um den Pneu über die Felgenflanke zu drücken.
Auf der Straße gefällt der lebhafte Charakter: Der Reifen fährt sich wendig-agil und zieht dynamisch in die Kurve, in die man sich voller Vertrauen legen kann. Dazu bietet die 350-TPI-Baumwollkarkasse tollen, deutlich spürbaren Dämpfungskomfort. Die weiße Flanke ist ein Hingucker, zeigte sich aber schmutzanfällig. Im Praxisvergleich mit einem Conti GP 5000 war kein signifikanter Unterschied im Rollwiderstand spürbar. Für mehr Details – auch zum Pannenschutz – braucht es einen späteren Labortest.
einfache Montage
schnell, komfortabel
individuell
fährt sich wendig
nur mit weißer Flanke und in 29 mm erhältlich

Der Cinturato EVODer Cinturato EVO besteht zu 50 Prozent aus biobasierten und recycelten Materialien. Grip und Pannenschutz überzeugten im Test.
Leicht, pannensicher und schnell – wohl für die meisten Rennradfahrer das Wunschprogramm für ihre Reifen. Der Pirelli Cinturato EVO TLR, den die Italiener als Endurance-Reifen für die Straße anpreisen, erfüllt in der Praxis den größten Teil dieser Anforderungen. Die SmartEVO Gummimischung zeichnet für den überzeugenden Grip auf der Straße verantwortlich und bietet auch bei feuchtem Untergrund gute Haftung sowie sicheres Handling bei Kurvenfahrten. Das Profil mit den ausgeprägten Schultern lehnt sich an das Design des Motorradreifens Scorpion Trail III von Pirelli an. Unser Testreifen in 32 mm Breite blieb von jeglichen Pannen verschont, obwohl es im Praxiseinsatz in Südfrankreich häufig über Passagen mit Rollsplitt sowie Teilstücke mit feinem Schotter ging. Weniger gut gefiel der Rollwiderstand, der sich gerade bei Bergabfahrten bemerkbar machte. Während andere Fahrer in der Gruppe ihre Räder einfach rollen ließen, musste mit dem Pirelli häufiger in die Pedale getreten werden, um den Anschluss nicht zu verlieren. Der ideale Einsatzzweck: als Ganzjahres-(Pendler)-Reifen, auf den man sich bei allen Wetterlagen verlassen kann.
überzeugender Grip
hoher Pannenschutz, tubeless-tauglich
komfortabel
kein Leichtgewicht
Rollwiderstand
Sattel
Fizik Arione R1 Adaptive
Preis: 299 Euro / Gewicht: 190 g (135 mm Breite) / Breiten: 135 mm, 145 mm

Die 3D-Version kommt 5 mm breiter und 3 cm kürzer als der Vorgänger.
Fizik hat kürzlich seinen Klassiker Arione in sein Adaptive-Programm 3D-gedruckter Rennradsättel aufgenommen. Der Neue kommt etwa 3 cm kürzer, dafür 5 oder 15 mm breiter als der Standard-Arione (Bild), was keine 1-zu-1-Übertragung der Sitzposition erlaubt. Trotz der kürzeren Nase taugt der Arione Adaptive weiterhin als Modell für sportliche Fahrer, die in aerodynamischer Position weit übers Tretlager rutschen, in entspannter Haltung aber weiter hinten sitzen wollen oder Sättel ohne Mittelkanal bevorzugen. Auch wenn die Wahl des Sattels eine höchst individuelle Angelegenheit ist, überzeugte der Neue auch altgediente Arione-Fans – mit demselben Komfort bei mehr Anpassungsfähigkeit dank 3D-Struktur. Die zeigt sich recht unempfindlich gegen Schmutz, der hier weniger stark haften bleibt, wo das Stoffpolster des Standard-Arione mit der Zeit Flecken zeigte. In der getesteten R1-Variante mit Carbon-Gestell (7 x 9-mm-Klemmung) kostet der Arione Adaptive stolze 300 Euro, als R3 (Alu-Schienen, etwa 6 g schwerer) sind es 269 Euro.
Test: 3 Monate
sehr komfortabel
leicht und sportlich
kaum schmutzanfällig
leichte Änderung der Maße zum Vorgänger
stolzer Preis
Taschen
Evoc Gear Bag 55
Preis: 100 Euro / Volumen: 55 Liter

Alles drin, alles dabei: die Staufächer und Seitentaschen sind sehr übersichtlich.
"Habe ich alles dabei fürs Rad-Event und nichts vergessen?" Mit der Gear Bag von Evoc hat man sein Equipment stets prima im Überblick. Für den Helm gibt es ein separates Staufach. Schuhe, Trinkflaschen und Radbekleidung finden im frei zugänglichen Stauraum über den komplett zu öffnenden Rücken ihren Platz. Die als Rucksack zu tragende Tasche bietet zahlreiche Staufächer, die Seitentaschen haben zudem zusätzlich unterteilte Netzfächer. Im Test fanden sich dort Riegel, Isopulver oder Multitool stets griffbereit wieder. Bei Bedarf lassen sich die Trennwände im Hauptfach komplett entfernen. Als sehr praktisch erwies sich die integrierte, leicht zu säubernde Fußmatte, um sich vor oder nach dem Rennen direkt am Auto umzuziehen. Die auch preislich attraktive Tasche bietet wenig Raum für Kritik. Zu beanstanden sind lediglich die nicht ganz wasserdichten Reißverschlüsse, aber die Gear Bag soll ja auch keinen Wanderrucksack ersetzen. Dafür passt sie als Handgepäck noch mit ins Flugzeug. "Ich möchte die Gear Bag nichtmehr missen", lautete das abschließende Fazit des Testers.
übersichtliches Staufach + praktische Seitenfächer
integrierte Fußmatte
recht leicht
RV nicht wasserdicht





