Die SunGod Vulcans Vent, im Test in Glacier Blu, kommt mit 8KO Iris Photocromic-Linse. Die soll den Kontrast verstärken und Blendungen reduzieren. Hinzukommen ein Halbrahmen, ein dreilagiger Kratzschutz, ein flexibles Bügelprofil sowie drei unterschiedliche Nasenpad-Größen als Highlights. Ein hundertprozentiger UV-Schutz – UVA/UVB (UV400) – ist bei SunGod selbstverständlich mit an Bord.
Kurz & knapp: SunGod Vulcans Vent
- Rahmenmaterial aus recyceltem TR90 (thermoplastischer Kunststoff)
- Bügelgelenk schraubenlos
- Linse aus 8KO Nylon und austauschbar
- Filterkategorie 3
- 3 unterschiedliche Nasenpads liegen bei
- UV-Schutz zu 100 %
- Gewicht von 33 g
- Preis: 230 Euro

Seit vielen Jahren fahre ich mit großer Leidenschaft bei jeder Gelegenheit mit dem Gravelbike oder dem Rennrad. Ob es die Schotter-Hausrunde ist, die Ausfahrt mit dem Radsportverein oder episch lange Touren bei Ultracycling-Events – meist kommen so am Jahresende um die 14.000 Kilometer zusammen.
Auch als Redakteur, wo immer wieder neue Räder aller Art getestet werden, lassen sich spannende Entwicklungen ausmachen. Herauszufinden, wo der Mehrwert liegt, sich Räder vom Vorgänger unterscheiden oder neue Produkte auszuprobieren und sie der Leserin und dem Leser verständlich vorzustellen, sind mein Ansporn, dem ich mit viel Begeisterung nachkomme. Denn auch als Redakteur bin ich genauso ein Verbraucher, wie jeder andere und möchte selbst möglichst alles über neue Produkte zu unserem liebsten Hobby erfahren.

"High-Light": Die Linse besticht im Test der SunGod Vulcans Vent Radbrille.
Im Praxis-Test
Gespannt, wie sich die Vulcans Vent schlägt, geht es in den Praxis-Test. Mit 33 g ist die Vulcans Vent ein echtes Leichtgewicht auf der Nase. Aufgesetzt, spürt man sie dank der komfortablen Nasenpads kaum, die Bügel liegen jedoch eng an, ohne zu stören. Auch nach langen Touren schneiden sie keinesfalls unangenehm am Kopf oder Ohr ein. SunGod gibt als Kopfumfang auch Mittel bis groß an, was natürlich ein dehnbarer Begriff ist.

Top: Drei unterschiedliche Nasenpads legt SunGod bei. Selbst auf ruckeligen Geländefahrten imponiert der rutschfeste Sitz.
Die gummierten Bügelenden, die wir aufgrund ihrer dünnen Konstruktion noch bei der Velans bemängelt haben, sind bei der Vulcans Vent nur durch die etwas andere Profilierung zu unterscheiden. Bisher drückt sich der innere Bügel jedoch auch beim Hereinschieben in die Brillengarage des Helms nicht durch das Gummi durch. Prima: Die Bügelenden sind sehr flexibel, das Gummi rutschhemmend (merkt man auch beim Anstecken in den Helm). Und das zeichnet sich beim Gerüttel auf diversen Schotterpisten deutlich aus. Kein Zurechtrücken auf der Nase mehr. Sie sitzt, wo sie hingehört. Das gefällt. Zudem kommt das Gelenk der Bügel ohne Schrauben aus und wirkt dennoch hochwertig und robust.

Die Bügelenden sind gummiert, verrutschen weder in der Brillenbox am Helm noch am Ohr.
Der eigentliche Clou aber ist die hauseigene 8KO Iris Linse, die im Test nicht nur kratzfest erscheint, sondern die durch ihre Ventilationsöffnungen seitlich und am unteren Rand effektiv bei schweißtreibender Aktivität entlüftet, ohne unangenehme Zugluft zu erzeugen. Und: Die Linse, die auch ausgetauscht werden kann, macht ein warmes, leicht gelbliches Licht, bietet satten Kontrast und trumpft vor allem beim Wechsel von Hell- zu Dunkelbereichen und umgekehrt auf. Netter Nebeneffekt: Bei Testfahrten wurde so ein bewölkter Himmel gar nicht mal als so grau empfunden, die Laune war durch das Licht der Linse spürbar fröhlicher.
Mein Fazit
Plus und Minus
Hoher Tragekomfort
fester Sitz auf der Nase
flexible Bügelenden
hervorragende Linse, macht angenehmes Licht
stark beim Wechsel von Hell/Dunkel
sehr gute Ventilation, keine unangenehme Zugluft
qualitativ hochwertig
Bügelgelenke etwas unflexibel
tendenziell für mittlere bis große Kopfgrößen geeignet
nicht billig





