Radikale Geometrie: Orbea legt das neue Orca Aero für maximalen Speed tiefer

Neues Orbea Orca Aero vorgestellt
Orbea Orca Aero: Kommt das Bike für dich infrage?

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 03.07.2026
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Seien wir ehrlich: Ein Aero-Bike kauft man nicht aus Vernunft, sondern meist aus purem Verlangen nach Geschwindigkeit. Doch genau hier setzen viele Hersteller oft auf kompromisslose Härte, die im Alltag schnell den Spaß verdirbt. Orbea wählt beim neuen Orca Aero einen anderen Ansatz, wie die Spanier erklären, und betrachtet den Fahrer und das Rad als ganzheitliches System. Das Ergebnis: ein Aero-Bolide, der ab einem Preis von 5699 Euro nicht nur für Profis und ambitionierte Sportler attraktiv sein könnte.

Orbea Orca Aero 2027,Aero Rennrad,Seitenansicht
IVAN ARRIBAS

Kurz & knapp: Orbea Orca Aero

  • Reifenfreiheit: bis zu 37 mm
  • Gewicht & Steifigkeit: Rahmengewicht ca. 900 g, hohe Steifigkeit (93 Nm/°)
  • Besonderheiten: tiefes Tretlager (78 mm Drop) für tiefere, stabilere Sitzposition; "Service Box" unter dem Unterrohr als aerodynamischer Stauraum; rein elektronisch schaltbar; UDH-Schaltauge
  • Aerodynamik: laut Orbea 21 Watt Ersparnis gegenüber dem Vorgänger-Modell
  • Laufräder: Neue Oquo RA57 LTD
  • Individualisierung: Design und Lackierung anpassbar über das MyO-Programm
  • Preise (UVP): von 5.699 Euro (M30i LTD, Shimano 105 Di2) bis 10.999 Euro (M10i LTD/M11e LTD, Sram Red AXS/ Shimano Dura-Ace Di2)

Die Jagd nach jedem Watt

Wenn Aerodynamik für dich das Maß aller Dinge ist, dürfte das Orca Aero dein Interesse wecken. 2022 kam der Vorgänger auf den Markt und sorgte bereits für Aufsehen. Mit der neuen Generation verspricht Orbea eine Einsparung von insgesamt satten 21 Watt gegenüber dem Vorgängermodell. Das passiere nicht nur durch das breitere Rahmenprofil, wie am Unterrohr, wodurch der Luftstrom effizienter gelenkt wird. Die Entwickler haben das Tretlager außerdem auf einen extremen Drop von 78 Millimetern abgesenkt. Das ist sogar teilweise tiefer als bei so manchem Gravelbike. Dadurch sitzt du tiefer "im" Rad, wodurch sich deine Stirnfläche massiv verkleinert. Laut Orbea soll allein diese tiefergelegte Position bei 50 km/h rund 14 Watt einsparen.

Apropos Gabel: Laut Hersteller wurde sie bezüglich des Anströmwinkels genau auf das Unterrohr abgestimmt. Auch das Sitzrohr ist schmaler geworden, ebenso wie die Sitzstreben mit tieferem Anlenkpunkt. Das soll zur optimierten vertikalen Nachgiebigkeit führen. Und: Die Stirnfläche am Steuerrohr wurde ebenfalls verringert, kann dennoch einen Standard-Gabelschaft aufnehmen.

Komfort für lange Touren

Bisher galt die Regel: Wer richtig Aero will, muss leiden. Orbea möchte dieses Dogma durchbrechen und verpasst dem Rad eine für diese Kategorie große Reifenfreiheit von bis zu 37 Millimetern. Wobei die beste Aerodynamik im Bereich von 29 mm bis 35 mm-Bereifung liegen soll. Wenn du also auf fiesem Asphalt oder gelegentlichen Kopfsteinpflaster-Passagen unterwegs bist, kannst du hier bedenkenlos breite Schlappen aufziehen. Laut Orbea senke das nicht nur die Vibrationen, sondern spare auf rauen Straßen durch den besseren Rollwiderstand sogar noch einmal 6 bis 7 Watt ein.

Cleane Optik

Orbea Orca Aero 2027,Aero Rennrad,Cockpit
IVAN ARRIBAS

Das Orca Aero setzt auf optische Ordnung. Mechanische Schaltungen? Fehlanzeige. Der Rahmen ist ausschließlich für elektronische Schaltgruppen konzipiert, einschließlich eleganter Di2-Integration im Tretlagerbereich. Zudem besitzt das Rad eine sogenannte "Service Box" unter dem Unterrohr. Dieser integrierte "Kofferraum" für Ersatzteile wirke laut Orbea gleichzeitig als aerodynamische Verkleidung. Das ist optisch sicher Geschmackssache, hält aber die Trikottaschen leer und den Windwiderstand gering.

Durch den Konfigurator lässt sich das Cockpit in 13 Größen in der Breite anpassen, am Vorbau passen bis zu 40 mm Spacer hinein und es stehen zwei Sattelstützen-Offsets zur Auswahl. Wie von Orbea bekannt, lassen sich auch die Farben individuell gestalten.