Günstige Rennradlaufräder: DT Swiss frischt seine 1800-Linie mit Alu-Felgen auf

Günstige Rennradlaufräder: DT Swiss setzt auf Alu
DT Swiss 1800: Endurance-, Aero- und Gravellaufrad

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 30.07.2026
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DT Swiss 1800: Endurance-, Aero- und Gravellaufrad
Foto: Janik Steiner

Mit dem Siegeszug der Scheibenbremse am Rennrad haben auch Carbonlaufräder eine große Verbreitung gefunden. Kein Wunder, wird nun doch nicht mehr direkt auf Carbon gebremst wie mit der Felgenbremse, sondern auf der Bremsscheibe – die Gefahr von Schlauchplatzern wegen Hitzeentwicklung und delaminierter Carbonbremsflanken ist gebannt. Kehrseite der Medaille: Carbonlaufräder sind ganz schön teuer.

DT Swiss springt hier in die Bresche und überarbeitet seine 1800er-Produktfamilie – diese setzt auf Aluminiumfelgen und DT Swiss370-Nabe. Drei Bereiche werden abgedeckt: A(ero), E(ndurance) und G(ravel). Die Alu-Felgen sind überall breiter geworden: Die Innenmaulweiten wachsen bei Aero von 20 auf 22 Millimeter, bei Endurance von 22 auf 24 Millimeter und bei Gravel von 24 auf 26 Millimeter. Übersetzt: mehr Reifenstütze, tendenziell weniger Druck, mehr Komfort – und auf rauem Untergrund oft auch mehr Grip bei potenziell geringerem Rollwiderstand.

Felge der A1800-Laufräder von DT Swiss
DT Swiss

Für Endurance und Gravel kommt zudem eine neue, kantige Felgenform ins Spiel, die Gewicht spart und zugleich robuster werden soll. Übersetzt auf die Set-Gewichte bedeutet das: Der E 1800 Spline sinkt von 1764 Gramm auf 1627 Gramm, der G 1800 Spline von 1835 auf 1681 Gramm – jeweils bei 20 Millimeter Felgenhöhe. Am meisten wiegt der Aero-Laufradsatz A 1800 Spline, der allerdings auch 30 Millimeter Felgenhöhe aufweist, um gute Aerodynamik für vergleichsweise kleines Geld zu bieten: 1824 Gramm sind es hier für das Set aus Vorder- und Hinterrad.

Felgenquerschnitte der neuen 1800er-Reihe von DT Swiss
DT Swiss

Im Herzen bleibt’s typisch DT: Die 370-Nabe mit 36T Ratchet-LN-System soll durch gleichzeitigen Zahneingriff Zuverlässigkeit bringen – samt "zufriedenstellendem" Freilauf-Surren, wie DT es ausdrückt. Alle Ausführungen setzen auf DT aero comp Stahlspeichen – jeweils 24 Stück, 2-fach gekreuzt an Vorder- und Hinterrad. Das maximal zulässige Systemgewicht für die Laufräder beträgt 120 Kilogramm (Endurance) bzw. 130 Kilogramm (Aero und Gravel).

DT Swiss 370 Nabe
DT Swiss

Dazu kommt noch als vierter im Bunde eine Sonderversion für Bikepacking- und Langstrecken-Fans: Der G 1800 Classic setzt auf je 28 3-fach gekreuzte DT Competition-Speichen, was das maximal zulässige Systemgewicht dieser speziellen Ausführung auf 150 Kilogramm erhöht. Ebenfalls praktisch für Langstrecken-Fans: Für Gravel ist eine Vorderrad-Dynamo-Option angekündigt, StVZO-konform mit 6V/3W; der Generator (Shutter Precision PL‑7) wird mit 72 % Effizienz bei 15 km/h angegeben.

DT Swiss 370 Classic Nabe
DT Swiss

Preislich setzt DT Swiss die Sets laut Pressemitteilung jeweils bei rund 399,80 Euro an. Auf der Hersteller-Website ist hingegen von 429,80 Euro die Rede. So oder so ist man jedoch weit entfernt von den Kosten für Carbonlaufräder. Und: Traditionell sind die 1800er-Laufräder von DT Swiss als Erstausstattung von vielen preislich attraktiven Komplettrennrädern montiert. Insofern könnten viele Rennradfans, die gerade einen Neukauf planen, womöglich bald auf einem der hier vorgestellten Laufräder durch die Lande rollen.