Kurz & Knapp: Cube Litening Aero C:68X
- Aero-Update: laut Cube 6,2 Watt schneller (Frameset) gegenüber dem Vorgänger
- Leichter: Frameset 7,6 % leichter, je nach Aufbau bis zu 400 g weniger am Bike
- Mehr Komfort: Cube gibt +10 % Komfort an
- Mehr Platz: Reifenfreiheit bis 34 mm
- Neue Front: optimierter Steuerrohr-/Unterrohr-Übergang und ausgeprägtes Aero-Profil
- Neues Cockpit: integriertes Aero-Cockpit mit voll integrierter Zugführung
- Fünf Modelle: 4999 Euro (Ultegra/Force) bis hin zu 7299 Euro (Dura-Ace/Red), Rahmenset für 2999 Euro
- Sieben Größen: 50–60, zusätzlich jetzt auch Rahmengröße 62 verfügbar
Cube legt nach sieben Jahren sein Aero-Topmodell neu auf: Mit dem Litening Aero C:68X geht eine überarbeitete Generation an den Start, die laut Hersteller gleich mehrere Stellschrauben zugleich dreht – mehr Aerodynamik, weniger Gewicht, mehr Komfort und dazu mehr Reifenfreiheit. Im Zentrum der Entwicklung steht dabei vor allem der vordere Bereich des Rahmens. Cube hebt ausdrücklich den optimierten Übergang von Steuerrohr zu Unterrohr hervor, der zusammen mit dem ausgeprägten Aero-Profil für einen saubereren Luftfluss sorgen soll. Den Effekt beziffert Cube sehr konkret: Das neue Frameset soll gegenüber dem Vorgänger 6,2 Watt schneller sein.
Mehr als reine Aerodynamik
Neben dem messbaren Aero-Claim nennt Cube auch Entwicklungsziele, die sich direkt auf das Fahrgefühl beziehen. So soll das neue Litening Aero mehr Speed halten als das alte, bergab schneller sein und eine bessere Fahrpräzision bieten. Damit positioniert Cube das neue Litening Aero nicht nur als Watt-sparenden Geradeausläufer, sondern als Bike, das auch bei hohem Tempo und in schnellen Abfahrten stabil und kontrolliert wirken soll. Bereits bei der Tour de France 2026 wurde es vom französischen Team Total Energies eingesetzt und verhalf dem Franzosen Jordan Jegat zu Gesamtrang zehn.
Ein weiterer, zentraler Baustein der Überarbeitung sitzt dort, wo bei modernen Aero-Rädern mittlerweile besonders viel passiert: an der Front. Cube zeigt ein neues integriertes Aero-Cockpit und verweist dabei explizit auf voll integrierte Zugführung. Optisch bringt das eine sehr aufgeräumte Silhouette; technisch steht dahinter das Ziel, die Strömung an Lenker, Vorbau und Steuerrohr möglichst wenig zu stören. Gerade im Zusammenspiel mit einer überarbeiteten Frontform ist das ein klassischer Ansatz, um das volle Aero-Potenzial aus dem Gesamtsystem herauszukitzeln.

Der Übergang vom Steuerrohr zum Unterrohr wurde am Cube Litening Aero optimiert - insgesamt soll das Rahmenset 6,2 Watt schneller sein.
Bis zu 400 Gramm leichter
Dass Cube beim Update nicht nur die Aerodynamik im Blick hatte, sondern auch das Gewicht, wird ebenfalls deutlich. In der Zusammenfassung der Neuerungen nennt Cube für das Frameset eine Gewichtsreduktion von 7,6 Prozent. Als Größenordnung ist zudem von bis zu 400 Gramm die Rede, je nach Ausstattungsvariante. Wie sich das in der Praxis auswirkt, zeigt Cube in einer Modellübersicht im direkten Vergleich: Das Modell SLT sinkt von 7,5 kg auf 7,1 kg. Auch das SLX liegt bei 7,1 kg (zuvor: 7,3 kg), und das RACE verbessert sich von 7,8 kg auf 7,5 kg. Das neue ORBIT wird mit 6,9 kg angegeben.
Für ein Aero-Rennrad sind das bemerkenswert niedrige Werte, zumal Cube parallel ein Komfort-Update ausweist. Cube gibt ein Plus von 10 Prozent an, was hauptsächlich auf die neue, diagonal nach hinten abfallende Klemmung der Sattelstütze zurückzuführen sei, die dadurch besser flexen und Unebenheiten auf der Straße besser filtern soll. Aero-Renner sollen heute nicht mehr nur hart und kompromisslos sein, sondern so effizient wie möglich fahren – und dazu gehören neben Aerodynamik und Steifigkeit eben auch Komfortreserven, die helfen können, die Leistung länger auf die Straße zu bringen.

Die nach hinten abfallende Klemmung der Sattelstütze am Cube Litening Aero soll den Flex der Stütze um zehn Prozent verbessern.
Bis zu 34 mm Reifenfreiheit
Noch praxisnäher wird das Update beim Thema Reifen. Cube nennt für das Litening Aero C:68X eine Reifenfreiheit von bis zu 34 mm (gemessene Breite). Damit trägt Cube dem Trend zu breiteren Pneus Rechnung, die bei niedrigerem Luftdruck mehr Komfort liefern, auf vielen Straßen schneller rollen können und die Bandbreite des Einsatzbereichs erweitern. Ein Aero-Bike mit 34 mm Freiheit ist damit nicht automatisch ein Gravel-Ersatz, aber deutlich flexibler als klassische Aero-Layouts der Vergangenheit, die oft bei 28 mm Schluss machten.
Ebenfalls erwähnt Cube eine Änderung rund um den Lenkwinkel bzw. die Lenkgeometrie: Cube verzichtet auf den Einlenkbegrenzer, der das alte Rad beim Verladen ins Auto etwas unflexibler machte. Zusätzlich erweitert Cube die Größenpalette. Neben den bekannten Größen 50, 52, 54, 56, 58 und 60 kommt beim neuen Litening Aero C:68X eine Größe 62 hinzu. Gerade für große Fahrer ist das eine relevante Ergänzung, weil Aero-Bikes mit integrierten Cockpits und stark integrierter Front in der Praxis oft eine engere Bandbreite bei der Anpassung bieten als klassische Setups aus Lenker/Vorbau.

Bis zu 34 mm Reifenfreiheit erlaubt das Cube Litening Aero - serienmäßig sind Schwalbe Pro One Aero in 28 mm montiert.
Die Modellpalette
Spannend ist beim neuen Litening auch die Bandbreite der Ausstattungen – Cube stellt eine komplette Modellfamilie vom Frameset bis zum Topmodell auf. Im Fokus steht dabei das Litening Aero C:68X SLT: mit Shimano Dura-Ace Di2 mit 2 × 12 Gängen und 11–34 Kassette. An der 52/36-Kurbel sitzt ein 4iiii Powermeter Dual. Bei den Laufrädern setzt Cube auf Newmen Streem Aero/Sprint 60/66 Vonoa, also ein tiefes, klar aerodynamisch orientiertes Setup. Das Gesamtgewicht beziffert Cube mit 7,1 kg, der Preis liegt bei 7299 Euro.

Im Top-Spec SLT wiegt das Cube Litening Aero 7,1 kg, kommt mit Shimano Dura-Ace 2x12 und kostet 7299 Euro.
Ebenfalls in der oberen Liga rangiert das SLX, das Cube ebenfalls mit 7,1 kg und 7299 Euro listet. Hier setzt Cube auf Sram Red E1 AXS im 2 × 12-Set-up mit 10–36 Kassette. Auch beim SLX ist ein Powermeter Teil der Spezifikation: und zwar integriert in die Sram Red E1-Kurbel in 50/37. Als Laufradsatz sind Newmen Streem Allround 49/54 Vonoa aufgeführt. Damit positioniert Cube das SLX als etwas allroundorientiertere Alternative im Vergleich zu den sehr tiefen 60/66-mm-Laufrädern der SLT-Konfiguration.
Noch einmal klar anders ausgerichtet ist das Orbit: Cube kombiniert hier eine 1by-Kurbel der Sram Red E1 XPLR AXS mit 13 Gängen und 10–46T Kassette – also ein breit abgestuftes Set-up, das man eher aus dem Allroad- oder Gravel-nahen Segment kennt, hier aber in einem Aero-Rennrad auftaucht und laut Cube bei 45 km/h unter der 200-Watt-Marke bleiben soll. Auch das Orbit kommt laut Liste mit Powermeter (Sram Red E1, 50T, Carbon) und rollt auf Newmen Streem Aero/Sprint 60/66 Vonoa. Das Gewicht gibt Cube mit 6,9 kg an, der Preis liegt bei 6999 Euro.

Das Cube Litening Aero Orbit kommt mit 1by-Kurbel sowie 13-fach XPLR-Schaltwerk von Sram und bleibt laut Cube bei 45 km/h unter der 200-Watt-Marke. Der Rahmen ist UDH-kompatibel.
Unterhalb der Topmodelle setzt Cube auf attraktive Preispunkte: Das Race wird mit Shimano Ultegra Di2 (2 × 12, 11–34, 52/36) inklusive 4iiii Powermeter Dual geführt. Dazu gibt es Newmen Streem Allround 49/54. Beim Gewicht nennt Cube 7,4/7,5 kg, der Preis liegt bei 4999 Euro. Das PRO ist ebenfalls mit 4999 Euro angegeben und kommt mit Sram Force E1 AXS (2 × 12, 10–36) samt Powermeter (50/37, Carbon) und ebenfalls Newmen Streem Allround 49/54; das Gewicht wird mit 7,6/7,5 kg geführt (je nach Variante/Größe, wie es die Doppelangabe nahelegt).
Abgerundet wird die Reihe durch ein Frameset, das Cube mit 2999 Euro listet und mit 2,4 kg angibt. Hier sind neben dem Rahmen, der Gabel, dem Cockpit und der Sattelstütze auch Newmens Streem Allround 49/54 aufgeführt – Fahrer benötigen also lediglich eine Schaltgruppe, einen Sattel und Reifen, um sich ein Komplettrad ganz nach ihren Wünschen zusammenzustellen.

Das Frameset des Cube Litening Aero gibt es schon für 2999 Euro inkl. Rahmen, Gabel, Cockpit, Sattelstütze sowie Newmen-Laufräder.





