Kleine Revolution: Campagnolo erfindet Budget-Laufräder Zonda komplett neu

Neue Laufräder: Campagnolo Zonda Carbon All Road
Campa erfindet Budget-Laufräder Zonda komplett neu

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 01.07.2026
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Campagnolo Zonda Laufräder
Foto: Campagnolo

Campagnolo Zonda – in der Zeit der Felgenbremse standen diese Aluminium-Rennradlaufräder für Leichtgewicht, tolle Beschleunigung, sehr gute Seitensteifigkeit und unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis. ROADBIKE-Testsiege und vordere Platzierungen hatten die Zonda mit ihrer flachen Felge und der optisch markanten G3-Einspeichung quasi abonniert. In der Redaktion endeten Laufraddiskussionen oft mit demselben, kaum widerlegbaren Argument: "Mehr als Zondas brauchste nicht." Die Felgenbrems-Zondas bietet Campagnolo übrigens nach wie vor an.

Auch mit Aufkommen der Scheibenbremse behielt Campagnolo sein Erfolgsrezept bei und positionierte die Zonda als budget-freundliche Straßen-Laufräder mit Aluminium-Felgen. Mit den Zonda GT wurde der Ansatz erstmals erweitert: 2024 stellte Campagnolo diese als Gravelmodelle vor, allerdings nach wie vor mit Alu-Felge zum vergleichsweise kleinen Preis.

Campagnolo Zonda Carbon All Road

Mit den neuen Zonda Carbon All Road beschreiten die Italiener nun aber neue Wege. Erstmals basiert ein Zonda-Laufradsatz von Campagnolo auf Carbonfelgen. Und die sind ziemlich großzügig dimensioniert: Satte 50 Millimeter sind Vorder- und Hinterradfelge hoch, die Maulweite beträgt ebenfalls stolze 25 Millimeter. Dadurch wirken die neuen Zondas auch optisch völlig anders als die bislang flachen, eher filigran anmutenden Vorgänger-Generationen.

Campagnolo Zonda Laufräder
Campagnolo

Vor allem an der großen Maulweite lässt sich auch ein Paradigmenwechsel im Einsatzzweck ablesen: Die neuen Zondas sind nicht "nur" für Asphalt gedacht, sondern – dank der Reifenbreite von mindestens 29 Millimetern – auch für schlechte Straßen, Kopfsteinpflaster oder Gravel- und Offroad-Abenteuer. Die Zielgruppe ist dementsprechend breit: von Racerinnen über Endurance-Fans bis zu Gravel- und Bikepacking-Fahrern.

Die 50 Millimeter hohe Felge soll dabei auch aerodynamisch effizient sein. Die Reifenbreite gibt Campagnolo mit mindestens 29, maximal 60 Millimeter an, selbstverständlich sind die Felgen für Tubeless-Aufbauten geeignet. Das Set-Gewicht für Vorder- und Hinterrad beträgt laut Campagnolo 1550 Gramm.

Doch auch die neueste Zonda-Generation schreibt sich Preis-Leistung auf die Fahnen: Die Zondas sind ab sofort der "direkteste Zugang" ins Campagnolo-Carbonportfolio sein. Die unidirektionale High‑Modulus-Carbonfelge mit C‑LUX finish wird vollständig in Europa gefertigt. Auch bei den technischen Details bleibt Campagnolo bei markentypischen Lösungen. Dazu zählt das G3-Einspeichmuster mit asymmetrischer Speichenanordnung, das die Seitensteifigkeit erhöhen und die Kraft direkt übertragen soll. Für die Lager setzt Campagnolo auf das einstellbare Cup-&-Cone-System, das für ein geschmeidiges Laufgefühl und Langzeithaltbarkeit stehen soll – auch nach vielen Kilometern.

Detail Nabe Campagnolo Zonda
Campagnolo

Im eigenen Sortiment positioniert Campagnolo den Zonda Carbon All Road zwischen den klassischen Road-Laufrädern (u. a. Bora, Hyperon, Shamal) und dem gravel-spezifischen Bora X: als Option für alle, die mit Rennrad-Feeling starten, aber nicht umdrehen wollen, sobald der Belag wechselt.

Preis & Verfügbarkeit

Der Campagnolo Zonda Carbon All Road kostet 1420 Euro und ist ab sofort erhältlich. Angeboten wird er mit folgenden Freilaufkörpern: N3W, HG11 und XDR.

Moritz Pfeiffer
Moritz Pfeiffer
Redaktionsleiter
Vorderradnabe Campagnolo Zonda
Campagnolo