COROS DURA 2 SOLAR mit 120 Stunden Akkulaufzeit
Der COROS DURA 2 SOLAR ist ein GPS-Fahrradcomputer für lange MTB-, Rennrad- und Gravel-Touren sowie mehrtägige Bikepacking-Abenteuer. Laut Hersteller erreicht das Gerät eine Akkulaufzeit von bis zu 120 Stunden. Der Clou ist die integrierte Solar-Ladefunktion, die zusätzliche Energie liefert. Bei ausreichender Sonneneinstrahlung sollen eine Stunde Sonne bis zu zwei weitere Stunden Laufzeit realistisch sein. Wie viel Energie tatsächlich gewonnen wird, hängt dabei von den Bedingungen und der verfügbaren Sonneneinstrahlung ab.
Das Solarmodus liefert (Energie) ab!
Werte, die durchaus realistisch erscheinen: Nach der ersten Ausfahrt im Rahmen unseres Praxistests an einem freundlichen Herbsttag (ohne Navigation, gekoppelt mit Herzfrequenzmesser und Powermeter) zeigte die Akku-Anzeige nach über zwei Stunden im Sattel 98 % Ladezustand. Eine längere Vier-Stunden-Tour bei bedecktem Himmel kostete trotz Navigation und immer wieder provozierten Umleitungen mit Neuberechnung der Route weniger als zehn Prozent Akku. Beeindruckend!
Kurz & knapp: Coros Dura 2 Solar
- GPS-Radcomputer für MTB, Rennrad, Gravel, Bikepacking
- Bis zu 120 Stunden Akkulaufzeit
- Solarladung: bis zu 2 Stunden Extra-Laufzeit pro Sonnenstunde
- Praxistest: sehr geringer Akkuverbrauch
- Hochwertig, leicht: ca. 100 g, 3,5-Zoll-MIP-Display
- Offline-Navigation, Routenneuberechnung, komoot-/Strava-Anbindung
- Bedienung per Touch, Tasten und Sprachsteuerung
- Verkaufsstart: 3. November; Preis ab 499 Euro
Gelungenes Design und klare Menüführung
Aber nochmal kurz zurück zum Anfang, denn das erste Aha-Erlebnis wartet schon beim Auspacken, das sich förmlich zelebrieren lässt. Edler Karton, hübsch arrangiert, viel Pappe und Papier, also auch nachhaltig, vorbildlich! Erster Eindruck, als der ungewöhnlich aussehende GPS-Computer zum Vorschein kommt: Sehr schick und wertig gemacht. Alu trifft Carbon, alles ist tipptopp verarbeitet. Und obwohl nur gewogene 100 Gramm schwer, wirkt nichts an dem Coros windig oder zerbrechlich. Das extrem flach bauende 3,5-Zoll-Display steht vorn über wie einem Slider-Handy, ist aber unbeweglich. Am unteren Ende schließt die namensgebende Besonderheit an: Das große Solarmodul, das dazu beiträgt, die ohnehin lange Akku-Laufzeit nochmals deutlich zu verlängern.

Im Praxiseinsatz stellte das Display Farben und Details ansprechend und gut ablesbar dar. Auch die Navigationselemente auf der übersichtlichen Kartendarstellung sind gelungen.
Offline-Navigation und automatische Routenneuberechnung
Der GPS-Fahrradcomputer bietet Offline-Navigation und kann Routen auch ohne Internetverbindung automatisch neu berechnen. Damit soll der DURA 2 SOLAR auch abseits bekannter Strecken die Orientierung erleichtern.
Die App lässt sich fix mit gängigen Plattformen wie komoot oder Strava verknüpfen, entsprechend schnell lassen sich geplante Routen an den GPS-Computer übertragen. Eine Tourenplanung via Coros-App direkt am Handy ist ebenfalls möglich. Das Routing funktioniert gut, Abbiegehinweise erscheinen rechtzeitig, im dichten Wald empfiehlt es sich allerdings, die maximale Empfindlichkeit bei den "Satellitensystemen" einzustellen. Hier zeigte das Gerät sonst teils unerklärliche kleinere Abweichungen von der Strecke an.
Weicht die Fahrerin oder der Fahrer von der geplanten Strecke ab, erscheint nach 50 bis 100 Metern ein Warnhinweis – akustisch und im Display – mit der Aufforderung zu wenden. Wird dieser Hinweis ingnoriert, findet der Computer schnell eine Alternativstrecke, wenn verfügbar.
Auch sonst gibt der Dura 2 eine gute Figur ab. Gekoppelt mit der Coros-App am Smartphone sind Firmware-Updates schnell aufgespielt.

Das superflache Design des Displays sieht sehr elegant aus, ist am Renner und Gravelbike durch das Design des Dropbars geschützt. Sollte man im Gelände wenig elegant über den Lenker absteigen, könnte es jedoch rasch Schaden nehmen. Eine Schutzhülle für den MTB-Einsatz wie bei Konkurrent Garmin wäre hier wünschenswert.
Touchscreen, Tasten und Sprachsteuerung
Für die Bedienung setzt COROS auf einen 3,5 Zoll großen SHARP-Memory-in-Pixel-Touchscreen. Je nach Situation kann der Computer per Touch, über physische Tasten oder per Sprachsteuerung bedient werden.
Das große Display selbst ist gut ablesbar. Nicht ganz so knackig und brillant wie moderne OLED-Displays, aber mehr als ausreichend, was Auflösung, Brillanz und Helligkeit angeht – und das weitestgehend unabhängig von der eingestellten Hintergrundbeleuchtung. Möglich macht es das Display, das transflektiv arbeitet: Einfallendes Licht wird reflektiert, heller Sonnenschein wird so nicht zum Problem. Auch der Kontrastumfang gefällt.
Das Display kommt mit Touchfunktion, im Solar-Panel sind zwei weitere berührungssensitive Schaltflächen eingelassen, die – wie mechanische Tasten und auch der Touchscreen – haptisches Feedback geben. Das erleichtert die Bedienung. So lässt sich der Coros wahlweise durch Wischen und per Touch oder über die seitlich am Gerät angebrachten Tasten steuern. Ist volle Konzentration auf die Strecke gefordert, hilft die Sprachsteuerung weiter: ein langer Druck auf die linke Seitentaste öffnet den Dialog. In der noch nicht ganz finalen Software des Testgeräts hapert es allerdings noch etwas mit der Spracherkennung.
Handhabung und Einrichtung
Davon abgesehen, klappt die Bedienung in der Praxis sehr ordentlich, auch wenn nicht alle Menüpunkte optimal verständlich oder immer ohne Weiteres aufzufinden sind. Ein Thema, das der schieren Informations- und Datenfülle geschuldet ist, die sich mit modernen Head Units sammeln und verarbeiten lassen. Der neue Coros macht da keine Ausnahme: ob Trainingssteuerung, Routenplanung via Smartphone-App oder Fremdsoftware, Live-Tracking, Offline-Navigation ohne Internetverbindung, Trainingsanalyse, Pacing – die Liste der Funktionen ist schier endlos. Und Features wie Sprachnotizen, die Unterstützung mehrerer Bikes, eine Reifendruck-Anzeige und andere Goodies sollen noch folgen!
Praktisch ist schon jetzt die eingebaute Klingel, die nicht über eine definierte Schaltfläche der personalisierbaren Seitenansichten ausgelöst wird, sondern schlicht per Double Tap aufs Display.
Trainingsanalyse mit der COROS App
Neben Navigation und Akkulaufzeit ist der DURA 2 SOLAR auf Trainingsaufzeichnung und Leistungsanalyse ausgelegt. Fahrten werden automatisch mit der COROS App synchronisiert und können dort ausgewertet werden.
Neue radsportspezifische Fitnesskennzahlen sollen zusätzliche Informationen zur persönlichen Leistungsentwicklung liefern. In Kombination mit einer COROS GPS-Sportuhr oder dem COROS Herzfrequenzsensor lassen sich außerdem Daten zu Training, Fitness und Regeneration zusammenführen.
Preise und Verfügbarkeit
Der COROS DURA 2 SOLAR soll ab dem 3. November erhältlich sein. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 499 Euro. Eine Variante inklusive Halterung kostet 549 Euro. Die Aluminium-Standardhalterung und die Aluminium-Out-Front-Halterung werden jeweils mit 79 Euro angegeben. Praktisch für alle, die etwa ein One-Piece-Cockpit mit integriertem Halter fahren: Die Aufnahme am Coros-GPS ist mit Garmin- oder Wahoo-Halterungen kompatibel.





