Mit dem Edge Explore 3 und Edge Explore 3 Plus bringt Garmin die nächste Generation seiner auf Navigation ausgerichteten Fahrradcomputer. Im Vergleich zum Edge Explore 2 gibt es vor allem bei Display, Speicher und Routenplanung Änderungen. Das Plus-Modell erweitert den Funktionsumfang zusätzlich um Mikrofon, Lautsprecher und Sprachsteuerung. Beide Modelle sind ab sofort erhältlich. Der Edge Explore 3 kostet 399,99 Euro, der Edge Explore 3 Plus 499,99 Euro.

Der Garmin Edge Explore 3 setzt auf ein 3 Zoll großes Touchdisplay. Auf der Startseite lassen sich unter anderem Navigation, Training und Fahrdaten aufrufen.
Mehr Auflösung und doppelt so viel Speicher
An der Displaygröße ändert Garmin nichts: Beide neuen Modelle setzen weiterhin auf einen 3 Zoll großen Touchscreen. Die Auflösung steigt allerdings deutlich von 240 × 400 Pixel beim Edge Explore 2 auf 360 × 640 Pixel. Gleichzeitig verdoppelt Garmin den internen Speicher von 16 auf 32 GB.
Etwas kompakter werden die Gehäuse ebenfalls. Edge Explore 3 und 3 Plus messen 53,8 × 104,5 × 18 Millimeter, während der Vorgänger noch 55,7 × 106,1 × 20,6 Millimeter groß war. Beim Gewicht geht es allerdings in die andere Richtung: Aus 104 Gramm beim Explore 2 werden 119 Gramm beim Explore 3 und 122 Gramm beim Plus-Modell. Damit legt der normale Explore 3 trotz kleinerem Gehäuse um 15 Gramm gegenüber seinem Vorgänger zu.

Bei der Routenplanung zeigt der Edge Explore 3 verschiedene Streckenoptionen direkt auf der Karte an – inklusive Distanz, Höhenmetern und Fahrzeit.
Garmin erweitert die Routenplanung
Stärker überarbeitet wurde die Navigation. Neben beliebten oder besonders schnellen Strecken lassen sich nun beispielsweise möglichst flache Routen oder Verbindungen mit wenigen Stopps und Kreuzungen bevorzugen. Auch Fahrzeit und Fahrradtyp können bei den Routenvorschlägen berücksichtigt werden.
Mit "Up Ahead" lassen sich ausgewählte Ziele entlang einer Route anzeigen – etwa Cafés, Fahrradläden, Trinkwasserstellen oder öffentliche Toiletten. Neu hinzu kommen Community-Gefahrenstellen: Hinweise auf Schlaglöcher oder andere Hindernisse können angezeigt und mit anderen Garmin-Nutzern geteilt werden. Auch externe Ziele lassen sich einfacher übernehmen. Standortmarkierungen aus Google Maps oder Apple Maps können laut Garmin vom Smartphone an den Edge gesendet werden, der daraus anschließend eine Fahrradroute berechnet.
Bekannte Navigationsfunktionen bleiben ebenfalls an Bord. ClimbPro liefert weiterhin Informationen zu bevorstehenden Anstiegen und funktioniert auch ohne vorher geladene Strecke. GroupRide steht ebenfalls wieder für gemeinsame Ausfahrten zur Verfügung.
Edge Explore 3 Plus mit Sprachsteuerung
Der größte Unterschied zwischen den beiden neuen Modellen steckt in der Bedienung. Nur der Edge Explore 3 Plus verfügt über Mikrofon und Sprachsteuerung sowie einen integrierten Lautsprecher. Damit lassen sich beispielsweise Routen anfordern, Fahrdaten abfragen oder Bildschirmansichten wechseln.
Der Lautsprecher gibt außerdem Navigationshinweise und eingehende Sprachnachrichten wieder und lässt sich als digitale Fahrradklingel verwenden. Garmin weist allerdings darauf hin, dass die Sprachsteuerung nur in ausgewählten Sprachen verfügbar ist und ihre Funktion von den Fahrbedingungen beeinflusst werden kann.
Garmin Messenger unterstützen dagegen beide neuen Modelle. Das Plus-Modell ermöglicht durch das integrierte Mikrofon zusätzlich die direkte Aufnahme von Sprachnachrichten. WLAN bleibt ebenfalls dem Edge Explore 3 Plus vorbehalten.

Neben klassischen Fahrdaten kann der Edge Explore 3 auch Informationen zum Arbeitsweg und zur dabei berechneten CO₂-Einsparung anzeigen.
Auch E-Bikes bleiben im Fokus
Bei kompatiblen E-Bike-Systemen können die neuen Edge-Modelle unter anderem Akkustand und Unterstützungsstufe anzeigen. Interessanter ist die Einbindung in die Routenplanung: Das E-Bike-Routing berücksichtigt laut Garmin den aktuellen Akkustand, die gewählte Unterstützung und die berechnete Reichweite. Während der Fahrt wird die Einschätzung entsprechend aktualisiert.
Damit soll sich bereits vor und während einer Tour abschätzen lassen, ob die verbleibende Akkuladung für die geplante Strecke ausreicht. Welche Funktionen verfügbar sind, hängt vom verwendeten E-Bike-System ab. Neben der Navigation bringen beide Geräte auch Trainingsfunktionen mit. Dazu gehören Garmin-Coach-Pläne sowie Funktionen rund um FTP, VO2max und Erholungszeit. Für einen Teil dieser Funktionen sind optionale Sensoren erforderlich.
Bis zu 48 Stunden im Energiesparmodus
Bei intensiver Nutzung nennt Garmin für den Edge Explore 3 weiterhin bis zu 16 Stunden Akkulaufzeit. Der Edge Explore 3 Plus kommt auf bis zu 14 Stunden.
Deutlicher fällt der Unterschied zum Vorgänger im Energiesparmodus aus: Statt bis zu 24 Stunden beim Edge Explore 2 nennt Garmin für beide neuen Modelle bis zu 48 Stunden. Die tatsächliche Laufzeit hängt laut Hersteller von Nutzung und Einstellungen ab.





