Pirelli greift an: Diese neuen MTB-Reifen sind für Extrem-Rider gemacht

Neue Reifenfamilie für Trail bis Downhill
Pirelli Scorpion: Drei neue MTB-Reifen für Grobes

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.09.2026
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Drei Scorpion-Profile für alle Trail-Vorlieben

Pirelli überarbeitet seine Scorpion-Produktreihe für Mountainbiker, die auf Trail, Enduro, Freeride oder im Downhill unterwegs sind. Neben neuen Modellnamen führt der Hersteller ein System aus drei Profilen, vier Karkassen und drei Gummimischungen ein. Die Kombination soll eine gezieltere Abstimmung auf Untergrund, Fahrstil und Einsatzbereich ermöglichen. Die neuen Profilnamen orientieren sich an Skorpionarten und sollen den jeweiligen Charakter der Reifen verdeutlichen: Black Sting, Emperor und Red Claw.

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Pirelli/Ross Bell

Kurz & Knapp: Das können die neuen Pirelli-Reifenprofile

  • Pirelli erneuert die Scorpion-Produktreihe für Gravity-orientierte Disziplinen wie Trail, Enduro, Freeride und Downhill. Neue Modellnamen sollen die Auswahl erleichtern.
  • Drei Profile stehen zur Verfügung: Black Sting für schnelle, kompakte Untergründe, Emperor als Allrounder und Red Claw für maximale Traktion auf losem oder staubigem Untergrund.
  • Vier Karkassen bieten unterschiedliche Schutz- und Stabilitätsniveaus:
    • Prowall: leicht und effizient
    • Hardwall: stabil und durchschlagresistent
    • Dualwall: für aggressive Gravity-Einsätze ausgelegt
    • DH+wall: für Downhill-Rennen konzipiert.
  • Bei den Gummimischungen gibt es Medium, Soft und Supersoft. Sie unterscheiden sich hinsichtlich Grip, Rollverhalten, Dämpfung und Haltbarkeit und sind farblich gekennzeichnet.
  • Die Reifen wurden mit Unterstützung von Fabien Barel und weiteren Profis entwickelt. Die neue Scorpion-Reihe ist online und im Fachhandel erhältlich.

Black Sting: für Speed auf kompaktem Untergrund

Das neu entwickelte Black-Sting-Profil ist laut Pirelli für trockene, kompakte und harte Untergründe gedacht. Der Reifen soll einen geringen Rollwiderstand mit kontrollierter Bremsleistung verbinden. Sein Fahrverhalten beschreibt Pirelli als stabil, direkt und reaktionsfreudig. Damit ist Black Sting vor allem für Hardpack, hohe Geschwindigkeiten und Strecken interessant, auf denen Präzision und ein geringer Rollwiderstand gefragt sind.

Emperor: mit Allrounder-Qualitäten

Das Emperor-Profil basiert auf dem bisherigen Race-M-Muster, wurde laut Pirelli jedoch vollständig überarbeitet. Es soll auf wechselnden Bedingungen und gemischten Strecken eine ausgewogene Balance aus Traktion, Kontrolle und Rollwiderstand bieten. Das Fahrverhalten wird als berechenbar und vielseitig beschrieben. Damit zielt der Emperor auf Mountainbiker, die einen Reifen für ein breites Spektrum an Einsatzbedingungen suchen.

Red Claw: Traktion auf losem Untergrund

Red Claw übernimmt die Rolle des traktionsorientierten Profils. Die Grundlage bildet das bisherige Race T, das für Loose-over-hard-Bedingungen, also wenn loses Geläuf auf hartem Untergrund liegt, gemacht ist. Auch in staubigem Terrain und off-camber-Strecken sollen seine Schulterstollen starken Halt geben. Der Reifen soll auch auf nachgebendem Untergrund ein stabiles Fahrgefühl vermitteln. Besonders in Kurven und beim Bremsen steht laut Pirelli die Kontrolle im Vordergrund.

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Pirelli/Ross Bell

Vier Karkassen für Schutz und Stabilität

Neben dem Profil lässt sich die neue Pirelli-Scorpion-Reihe über die Karkasse an den jeweiligen Einsatzbereich anpassen. Alle vier Varianten sind laut Hersteller "E-MTB Ready" und "Tubeless-Ready" und damit für unmotorisierte Mountainbikes aber auch für Light- und Full-Power-E-Bikes vorgesehen. Varianten mit Drahtkern werden nicht erwähnt.

Prowall ist die leichteste Karkasse der Produktfamilie. Sie besitzt einen Seitenwandschutz und richtet sich an Mountainbiker, die bergauf Wert auf Reaktivität und Effizienz legen.

Hardwall verstärkt die gesamte Karkasse und soll bei harten Einschlägen den Felgenbereich besser vor Quetschungen schützen. Im Vergleich zu Prowall bietet Hardwall mehr Stabilität und Schlagfestigkeit, ohne Fahrbarkeit und Rollverhalten grundlegend zu verändern.

Die Dualwall-Karkasse verwendet eine doppellagige Konstruktion. Sie ist für aggressivere Einsätze wie Enduro, Bikepark und Freeride ausgelegt. Im Mittelpunkt stehen Stabilität, Schutz und Haltbarkeit bei anspruchsvollen Gravity-Einsätzen.

DH+wall stellt laut Pirelli die stärkste Variante dar. Die Karkasse besitzt eine doppelte Gewebelage sowie zusätzliche Verstärkungen an Seitenwänden und oberhalb des Wulsts. Sie wurde für Downhill-Rennen entwickelt, bei denen besonders hohe Belastungen und harte Schläge auftreten.

Medium, Soft und Supersoft: drei Gummimischungen

Die dritte Auswahlmöglichkeit betrifft die Gummimischung. Pirelli bietet die Scorpion-Reifen mit Medium, Soft und Supersoft an. Die Mischungen unterscheiden sich vor allem bei Grip, Dämpfung, Rollverhalten und Haltbarkeit.

  • Medium: ausgewogenes Verhältnis aus Grip, Komfort und Haltbarkeit
  • Soft: konstantes Gripniveau auf trockenen und nassen Untergründen bei weiterhin hoher Haltbarkeit
  • Supersoft: maximaler Grip, hohe Vibrationsdämpfung und direktes Feedback für besonders technische und extreme Bedingungen

Supersoft ist laut Pirelli vor allem für den Vorderreifen vorgesehen. Bei Renneinsätzen und auf sehr anspruchsvollem Gelände kann die Mischung auch am Hinterrad eingesetzt werden.

Entwicklung mit Fabien Barel und weiteren Profis

Bei der Entwicklung arbeitete Pirelli nach eigenen Angaben eng mit dem dreifachen Downhill-Weltmeister Fabien Barel zusammen. Zusätzlich flossen die Erfahrungen weiterer von Pirelli unterstützter Athleten ein, darunter Brendan Fairclough, Jack Moir, Thomas Genon, Juan Diego Salido, Fabio Wibmer und Lachlan Blair. Das Feedback deckte laut Hersteller unterschiedliche Geländearten, Fahrstile und Wetterbedingungen ab. Die neue Scorpion-Reihe soll dadurch ein breites Spektrum von Trail bis Downhill abdecken.

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