Wer dachte, im Bosch-Hauptquartier würde man sich auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen, hat sich gewaltig getäuscht. Seit Anfang des Jahres zündet Bosch beinahe Monat um Monat die nächste Stufe und feuert damit ein Update-Feuerwerk ab, das es tatsächlich in sich hat.
Kurz & knapp: Die Bosch-Neuheiten im Überblick
Performance & Antrieb
- Performance Upgrade 2.0: Bis zu 120 Nm Drehmoment und 600 % Unterstützung für die Motoren Performance Line CX (Gen 5) und CX-R.
- Drivetrain Tensioner: Eine neue Software-Funktion, die den Leerweg am Pedal eliminiert und so für einen verzögerungsfreien, direkten Antritt sorgt.
- eShift-Erweiterung: Sanfteres Schalten wird durch die Integration von Gearsensor nun auch für klassische mechanische Schaltungen ermöglicht.
Hardware
- 12A-Schnellladegerät: Ein neuer Lader mit GaN-Technologie lädt Akkus mit ca. 500 Watt bis zu dreimal schneller auf.
- SmartphoneGrip Vertical: neue Smartphone-Halterung, die das Handy sicher im Hochformat positioniert
Software & Konnektivität
- Digitaler Diebstahlschutz: Gestohlene E-Bikes können über die Flow-App markiert werden, wodurch alle Funktionen (Fahrmodi, Updates etc.) systemweit blockiert werden.
- Live Data Interface: Bosch öffnet sein System erstmals für Drittanbieter und ermöglicht die Übertragung von Echtzeit-Fahrdaten via Bluetooth.
- Garmin-Kompatibilität: Als erster Partner können Garmin Edge-Fahrradcomputer nun direkt auf Daten wie Akkustand und Fahrerleistung zugreifen.
- Trick Check: Automatische Erkennung und Analyse von Sprüngen, Wheelies und Stoppies direkt über die Sensorik des Motors.
- Navigations-Favoriten: Bis zu drei häufige Ziele lassen sich speichern und direkt vom Kiox-Display aus ansteuern.
Mehr Wumms als je zuvor: 120 Nm für deinen CX-Motor!

Voller Saft voraus: Bosch steigert das Drehmoment seiner CX-Antriebe auf satte 120 Newtonmeter.
Ist damit die Drehmoment-Diskussion vorerst beendet? Mit dem Performance Upgrade 2.0 lässt Bosch die Muskeln spielen und schraubt die Leistung der Performance-Line-CX- und CX-R-Motoren der fünften Generation von zuletzt 100 auf satte 120 Nm Drehmoment und brachiale 600 % Unterstützung hoch. Doch Bosch wäre nicht Bosch, wenn sie die Power einfach nur stumpf auf den Trail loslassen würden.
Der Clou ist dabei die intelligente Kraftentfaltung: Die volle Leistung wird nicht als Dauersalve auf Kette und Kassette gehämmert, sondern situativ und gezielt freigegeben. Die Software erkennt, wann du den Extra-Kick brauchst – an einer fiesen Stufe, in einer verblockten Kehre oder an einem wurzeligen Steilstück. Gibst du kurzzeitig mehr Eigenleistung, belohnt dich das System mit dem entscheidenden Kraftzuschuss. Danach regelt der Motor sofort wieder auf ein effizienteres Level zurück. So gibt es die maximale Power genau dort, wo sie zählt, während der Verschleiß und der Akkuverbrauch auf dem Forstweg im Zaum gehalten werden.
Und weil das noch nicht reicht, spendiert Bosch dem geliebten Extended Boost ein Upgrade: Der Extra-Schub per Pedalkick lässt sich jetzt pro Fahrmodus per Schieberegler in der Flow-App individuell justieren. Pedalaufsetzer an Hindernissen? Könnten damit endgültig der Vergangenheit angehören.
Alle weiteren Infos zum 120-Nm-Update gibt's hier:
Langfingern den Stecker ziehen: Der neue digitale Diebstahlschutz

Motor, Akku und Display sind in der App mit dem jeweiligen Nutzerprofil verknüpft und sollen es so Langfingern schwerer machen.
Ein potentes E-Bike weckt Begehrlichkeiten – ein Ärgernis, dem Bosch jetzt mit einer cleveren digitalen Lösung den Kampf ansagt. Über die eBike-Flow-App kannst du dein Bike oder deinen Akku neuerdings bei einem Diebstahl als gestohlen markieren. Damit wird dein teures Gefährt für den Dieb quasi zum digitalen Briefbeschwerer.
Die Markierung wird zentral im Bosch-Ökosystem gespeichert und blockiert sofort alle essenziellen Funktionen: keine wechselbaren Fahrmodi, keine Over-the-Air-Updates, kein Zugriff für den Service. Versucht jemand, das geklaute Bike zu nutzen oder beim Händler anzuschließen, poppen sofort Warnhinweise auf. Der Weiterverkauf soll damit massiv erschwert werden und die Chance, dein Bike wiederzubekommen, steigen.
Neue Features für Trail, Tour und Alltag

Löblich: Bosch bessert kontinuierlich bei seiner Software nach.
Das Update der eBike-Flow-App (Version 1.34) ist vollgepackt mit Features, auf die viele gewartet haben. Hier in aller Kürze vorgestellt:
Trick Check für Trail-Akrobaten: Du liebst Air-Time? Das System erkennt ab sofort automatisch Jumps, Wheelies und Stoppies. Flughöhe, Distanz und Dauer werden gemessen, per Signalton bestätigt und in der App für die Analyse nach der Tour gespeichert. Dein neuer digitaler Buddy für die Style-Wertung!
Navigation-Shortcuts: Das ewige Gefummel mit dem Handy vor jeder Fahrt zum Büro hat ein Ende. Speichere bis zu drei Lieblingsziele als Favoriten und starte die Navigation mit wenigen Klicks direkt über das Kiox-Display.
SmartphoneGrip Vertical: Bosch dreht das Handy ins Hochformat! Der neue Halter positioniert dein Smartphone vertikal, was dir beim Navigieren einen deutlich besseren Überblick über die vor dir liegende Strecke verschafft. Geladen wird natürlich direkt über den E-Bike-Akku.
Butterweiches Schalten: Dank der Integration von Gearsensor profitieren jetzt auch Fahrer von mechanischen Schaltungen von der eShift‑Funktion. Im Schaltmoment wird die Motorleistung kurz unterbrochen – das Ergebnis ist ein spürbar sanfterer Gangwechsel, der Material und Nerven schont.
Alle Details zum Flow-App-Update gibt es hier:
Endlich: Garmin-Integration

Na endlich: Bosch leitet Infos nun auch an Garmin-Endgeräte weiter.
Bislang war das Bosch-System eine eher geschlossene Gesellschaft, von den elektrischen Schaltungen mal abgesehen. Doch das ändert sich jetzt radikal: Mit dem neuen Live Data Interface öffnet Bosch sein Ökosystem via Bluetooth für Drittanbieter. Den Anfang macht dabei GPS-Riese Garmin! Ab sofort kannst du dir Echtzeit-Daten wie Akkustand, Fahrerleistung oder Trittfrequenz direkt auf deinem Garmin Edge (u.a. 540/840/1040) anzeigen lassen. Ambitionierte Sportler können so ihre Trainingsdaten perfekt analysieren, ohne einen zusätzlichen Leistungsmesser zu benötigen. Aber: Derzeit sind die Garmin-Features nur über deren hauseigenes Beta-Programm abrufbar.
Neues Ladegerät im Anmarsch!
Und wer mehr Power auf dem Trail abruft, braucht auch schneller wieder Saft. Hier kommt der neue 12A‑Charger ins Spiel. Mit rund 500 Watt Ladeleistung und moderner GaN-Technologie ist er bis zu dreimal schneller als der bisherige 4A-Lader. Eine PowerTube 800 ist so in rund einer Stunde zur Hälfte geladen – perfekt für die Mittagspause auf der Hütte. Trotz der enormen Leistung soll das Kraftpaket unter einem Kilo wiegen und locker in den Rucksack passen. Aber: Das Ladegerät kommt erst gegen Ende des Jahres, ist dafür jedoch mit allen Smart-Akkus kompatibel.












