Studie zeigt: Warum so viele Radfahrer im Schadensfall leer ausgehen

Das kann teuer werden
Studie zeigt: Warum so viele Radler bei Schäden leer ausgehen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 19.04.2026
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Linexo-Studie zu Schäden am Fahrrad und Versicherungen
Foto: Felix Hartas / Linexo

Eine aktuelle Studie des Versicherers und Leasinganbieters Linexo zeigt deutlichen Nachholbedarf beim Schutz von Fahrrädern und E-Bikes. Für die Untersuchung wurden rund 6.000 Besitzer befragt – mit einem klaren Ergebnis: Die häufigsten Schäden sind alltäglich, aber oft nicht ausreichend abgesichert.

Verschleiß ist der häufigste Schaden – aber wird oft nicht gemeldet

Linexo-Studie zu Schäden am Fahrrad und Versicherungen
Linexo

Mehr als 56 Prozent der Fahrradschäden und rund 37 Prozent der E-Bike-Schäden gehen auf Verschleiß zurück. Betroffen sind vor allem klassische Bauteile wie Reifen, Bremsen, Kette und Zahnräder.

Damit dominiert ein Schadensbild, das viele Radfahrer im Alltag regelmäßig betrifft – und dennoch häufig nicht vollständig versichert ist. Denn je nach Tarif gelten Abnutzung und Materialermüdung nicht immer als klassische Versicherungsfälle oder sind nur eingeschränkt abgedeckt.

Zudem spielen laut Studie auch mangelnde Pflege und fehlende Wartung eine Rolle, die das Risiko zusätzlich erhöhen.

Viele Schäden entstehen durch kleine Alltagspannen

Neben Verschleiß gehören auch selbst verursachte Schäden zu den häufigsten Problemen – etwa umgestürzte Räder, Kratzer oder Reifenpannen. Versicherer sprechen hier oft von unsachgemäßer Handhabung.

Ein weiteres Problem: Auch Diebstahl – einer der teuersten Einzelschäden – ist zwar seltener (17 Prozent bei Fahrrädern, 19,8 Prozent bei E-Bikes), aber in vielen Standardabsicherungen nicht umfassend außerhalb der eigenen vier Wände gedeckt.

Viele Fahrräder sind gar nicht richtig versichert

Linexo-Studie zu Schäden am Fahrrad und Versicherungen
Linexo

Besonders deutlich wird die Versicherungslücke bei der grundsätzlichen Absicherung: 46,4 Prozent der Fahrräder sind ohne Versicherungsschutz unterwegs, 27,1 Prozent der E-Bikes ebenfalls.

Statt einer speziellen Fahrradversicherung setzen rund 40 Prozent der Befragten auf ihre Hausratversicherung. Diese greift jedoch häufig nur eingeschränkt, etwa bei Einbruchdiebstahl – nicht aber bei vielen Alltagsschäden oder unterwegs entstandenen Schäden. Das führt dazu, dass viele Radfahrer im Ernstfall weniger abgesichert sind.

Schäden werden oft nicht gemeldet – obwohl Versicherungen zahlen würden

Ein weiterer überraschender Befund: Ein großer Teil der Schäden wird gar nicht erst gemeldet. Über 90 Prozent der Verschleißschäden bei Fahrrädern und rund 75 Prozent bei E-Bikes tauchen nicht in Versicherungsfällen auf.

Dabei zeigt die Studie auch: Versicherer leisten in den gemeldeten Fällen häufig zuverlässig. Rund 70 Prozent der Schäden werden vollständig reguliert, etwa ein Viertel zumindest teilweise. Ablehnungen sind demnach vergleichsweise selten.

Fazit: Viele Räder könnten besser versichert sein

Die Studie zeigt deutlich: Das größte Risiko für Radfahrer ist nicht zwingend der spektakuläre Unfall oder Diebstahl, sondern die Vielzahl kleiner, alltäglicher Schäden – genau diese sind aber oft nicht ausreichend versichert. Die ganze Studie gibt's hier zum Nachlesen.

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