Flugzeugaluminium, Pinion und Riemen: Dieses Gravelbike geht eigene Wege

Nicolai Argon GX GPI im Test
Gravelbike mit Gates-Riemen und Pinion-Getriebe

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 24.08.2026
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Aluminium statt Carbon: Wie bei allen seinen Rahmen setzen die Niedersachsen von Nicolai auf einen Werkstoff, der vor allem eines verspricht – Langlebigkeit. Das spezielle Flugzeugaluminium soll nicht nur besonders fest sein, sondern sich bei Überlast kontrolliert verformen, statt plötzlich zu versagen.

Dazu kommen beim Allround-Gravelbike Argon GX GPI ein Pinion-Getriebe, Gates-Riemen und ein modularer Aufbau, der das Gravelbike für Straße, Bikepacking und Gelände fit macht. Wir haben das Rad getestet!

Made in Germany und für die Ewigkeit gemacht

Nicolai Argon GX GPI
Moritz Schwertner

Blitzsauber verarbeitet, wirkt der Rahmen made in Germany wie für die Ewigkeit gemacht. Das Argon GX GPI spannt dabei einen weiten Bogen von Straße über Touring, Trekking und Bikepacking bis Gelände. Neben verschiedenen Design- und Konstruktionsdetails trägt dazu insbesondere das modulare Aufbaukonzept mit zahlreichen Ausstattungs- und Ausrüstungsoptionen bei.

Den jeweiligen Schwerpunkt und die Charakteristik seines persönlichen Argon GX GPI kann man daher den eigenen Wünschen und Vorlieben entsprechend selbst bestimmen. Von der Übersetzung über die Reifen bis zur Gabel mit zusätzlichen Montagepunkten und der Wunschfarbe reicht die Auswahl im Konfigurator.

Pinion-Getriebe statt Kettenschaltung

Nicolai Argon GX GPI
Moritz Schwertner

Das Pinion-Getriebe mit zwölf elektronisch geschalteten Gängen samt Gates-Zahnriemen passt zu diesem Anspruch. Kettenpflege braucht’s nicht. Das elektronisch gesteuerte Pinion C1.12i bietet eine Getriebebandbreite von 600 Prozent und ermöglicht präzise Gangwechsel – im Stand ebenso wie unter Last.

Der Gates Carbon Drive ist unempfindlich gegen Schmutz, Umwelteinflüsse und Beschädigungen. Der Wartungsaufwand bleibt entsprechend minimal. Gerade für lange Touren und Bikepacking ist das ein großer Vorteil.

Trotz des auf Robustheit ausgelegten Antriebs bleibt das Argon GX GPI sportlich. Gegenüber dem Argon GX mit klassischer Kettenschaltung beträgt das Mehrgewicht laut Nicolai lediglich rund ein halbes Kilogramm. Das sportliche Potenzial des Gravel-Basismodells soll damit weitgehend erhalten bleiben.

Dazu kommen Alu-Anbauteile von Ritchey und Laufräder von DT Swiss. Alles robust, solide, bewährt, wenn auch nicht besonders leicht – oder sehr komfortabel.

Vielseitig konfigurierbares Adventure-Bike

Für das perfekte Adventure-Bike wären zudem etwas breitere, kräftiger profilierte Reifen sinnvoll. Die lassen sich im Konfigurator auswählen. Wie viele andere Details: von der Übersetzung über die Gabel mit mehr Montagepunkten bis zur Wunschfarbe – top!

So kann das Argon GX GPI je nach Ausstattung stärker auf sportliches Graveln, lange Touren, Trekking oder Bikepacking ausgerichtet werden. Der große Einsatzbereich ist eine der Besonderheiten des Nicolai.

600 Prozent Übersetzungsbandbreite

Einmal in Fahrt, bewegt sich das im Testaufbau rund 12 Kilo schwere Bike erfreulich behände. Die 1:1-Übersetzung der Zahnscheiben ergibt mit 600 Prozent Getriebebandbreite viele kleine Gänge, längere Kletterpassagen lassen sich entspannt angehen.

Die elektronisch angesteuerte Schaltung arbeitet geschmeidig, nur unter Volllast kann’s schon mal krachen. Die unterschiedlich langen Schaltvorgänge – je nach Gang – sind gewöhnungsbedürftig.

Richtig stark: die Geometrie

Nicolai Argon GX GPI
Moritz Schwertner

Richtig stark: die Wohlfühlgeometrie des Argon. Mit perfekter Balance und dem tiefen, zentralen Schwerpunkt wird schnell klar: In diesem Bike steckt viel Know-how – und Offroad-Kompetenz.

Das zentral positionierte Getriebe unterstützt den tiefen Schwerpunkt und trägt zum ausgewogenen Fahrverhalten bei. Trotz seines Gewichts wirkt das Argon GX GPI nicht träge, sondern lässt sich erfreulich behände bewegen.

Fazit: Robust, vielseitig und ungewöhnlich