Trainingsunfall mit Wildtier: Extrem-Radsportler Max Riese gestorben

Nach Trainingsunfall mit einem Wildtier
Extrem-Radsportler Max Riese ist gestorben

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 17.09.2026
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Max Riese beim Hellenic Mountain Race
Foto: Stephen Shelesky

Er hat das Atlasgebirge, die Rocky Mountains, die unwirtliche Bergwelt Kirgisistans und das Hinterland Griechenlands durchfahren. Er ist quer durch Europa, quer durch die Pyrenäen und über die Alpen geradelt. Stets komplett auf sich alleine gestellt. Jetzt ist Max Riese gestorben. Bei einem Wildunfall am Dienstagabend auf einer Trainingsfahrt in der Nähe seiner Wahlheimat Salzburg. Ausgerechnet auf seiner Hausrunde, möchte man rufen. Als ob es irgendeinen Unterschied machen würde. Max wurde 36 Jahre alt.

Max war seit vielen Jahren nicht nur fester Bestandteil, sondern auch eine feste Größe in der Welt von Gravelbike und Bikepacking. Nicht nur aufgrund seines Engagements für den Radsport und seiner Power auf und abseits des Sattels, sondern vor allem auch dank seiner offenen, positiven und fröhlichen Art. Max ist nicht nur mit Leidenschaft mit dem Fahrrad gefahren. Mit seinem gravgrav Collective hat er auch selbst Bikepacking-Routen entwickelt und Events organisiert.

Max Riese beim Border Bash Aragon
Matouš Podroužek

"Im nächsten Jahr klappt es bestimmt!"

Im Juni haben wir noch im Podcast über seinen Erfolg beim Hellenic Mountain Race gesprochen. Vor wenigen Wochen folgte ich im Sommerurlaub seinem "Dot" beim Silk Road Mountain Race und habe Max per WhatsApp angefeuert. Im Oktober wollte er noch das neue Taurus Mountain Race in der Türkei fahren – "und danach mal eine ganz fette Offseason einlegen." Jetzt ist Max nicht mehr da.

In Gedanken bin ich bei den schönen Touren, die ich mit ihm erleben durfte. Leider waren es viel zu wenige, denn irgendwas kommt ja immer dazwischen – und im nächsten Jahr klappt es bestimmt. Mein Beileid, unser Beileid gilt seiner Familie und seiner Freundin.

Max Riese gemeinsam mit GRAVELBIKE-Redakteur Felix Krakow beim Border Bash Aragon.
Matouš Podroužek

Das Risiko fährt mit

Max‘ Unfall zeigt, dass das Risiko im Radsport immer mitfährt. Egal wie gut wir uns vorbereiten, egal wie gepflegt unser Material ist, egal wie aufmerksam wir sind: Ein unachtsamer Mensch am Steuer eines Autos, ein Stein auf der Ideallinie, ein Reifenschaden am Bike oder eben ein unschuldiges Tier, das aus dem Gebüsch springt. Mehr braucht es nicht. Also passt auf euch auf. Und vor allem: Nutzt die Zeit, die ihr im hier und jetzt habt.

Max, du wirst uns fehlen. Du fehlst uns jetzt schon. Als bärenstarker Sportler, vor allem aber als Freund und als großartiger Mensch. Ruhe in Frieden.

#onlythegooddieyoung