Trek Domane+ SL: Fühlt sich das 11,1-Kilo-Rad überhaupt noch wie ein E-Bike an?

Das leichteste E-Rennrad von Trek
Trek Domane+ SL: Fast wie ein normales Rennrad?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 16.09.2026
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Mit einem Startgewicht von 11,1 Kilogramm für das Topmodell Domane+ SL 9 rückt Treks neues E-Rennrad verdammt nah an klassische Endurance-Renner ohne Motor heran. Da stellt sich unweigerlich die Frage: Fühlt sich ein E-Renner in dieser Gewichtsklasse überhaupt noch nach E-Bike an, oder fährt er sich schon wie ein normales Roadbike?

Kurz & Knapp: Die wichtigsten Fakten zum Trek Domane+ SL

  • Gewicht: Ab 11,1 kg (Treks bisher leichtestes E-Bike)
  • Motor: Neuer TQ-HPR40-Mittelmotor (660 g leichter als der HPR60)
  • Akku & Reichweite: 360 Wh in Serie (ca. 110 km), optional 580 Wh via Project One (bis 185 km)
  • Fahrwerk & Reifen: 500 Series OCLV Carbonrahmen, 40 mm Reifenfreiheit, 20 mm Riser-Lenker und integrierte StVZO-Lichtanlage
  • Preise: Drei Ausstattungsvarianten mit 1x SRAM XPLR AXS von 5.999,99 bis 8.999,99 Euro

Kleinerer Motor, gewohnter Rennrad-Stand

Der Schlüssel zum niedrigen Gewicht liegt im Tretlagerbereich: Trek wechselt vom bisherigen HPR50/HPR60 auf den neuen TQ HPR40. Das Aggregat baut nochmals deutlich kompakter und spart laut Hersteller allein am Motor 660 Gramm gegenüber dem HPR60 ein.

Ein entscheidender Vorteil für Rennradfahrer: Durch die geringe Baubreite des Motors entspricht der Q-Faktor (der seitliche Pedalabstand) exakt dem eines herkömmlichen Rennrads. Man pedaliert also ohne den bei vielen E-Bikes typischen breiten Stand. Der Motor unterstützt bis zu den gesetzlich vorgeschriebenen 25 km/h und soll durch sein harmonisches Ansprechverhalten ein sehr unaufdringliches, natürliches Tretgefühl vermitteln. Über die Trek Central App lässt sich die Motorcharakteristik anpassen – ab Werk unterstützt das System mit bis zu 150 Prozent der eigenen Tretleistung, freigeschaltet werden können bis zu 200 Prozent.

Nahaufnahme des TQ HPR40 Mittelmotors an der Tretlager-Unterseite.
Trek

Akku-Wahl: Leichtbau vs. Langstrecke

Bei der Energieversorgung geht Trek neue Wege. Standardmäßig kommt das Domane+ SL mit einem 360-Wh-Akku im Unterrohr, der für Ausfahrten von rund 110 Kilometern ausgelegt ist.

Wer regelmäßig alpine Pässe oder extreme Tagestouren plant, kann das Rad über das Individualisierungsprogramm Project One ab Werk mit einem größeren 580-Wh-Akku konfigurieren. Dieser erhöht das Akkugewicht von 1,85 kg auf 2,5 kg, steigert die Reichweite nach Herstellerangaben aber auf bis zu 185 Kilometer. Für zusätzliche Sicherheitsreserven lässt sich zudem ein Range Extender im Trinkflaschenhalter nachrüsten, der rund 48 weitere Kilometer spendiert.

Blick auf das bündig im Oberrohr eingelassene TQ-Display.
Trek

Allroad-Komfort: 40 mm Reifenfreiheit und festes Licht

Basis des E-Rennrads ist ein Rahmen aus 500 Series OCLV Carbon, der auf Treks bewährter Endurance-Geometrie basiert. Im Vergleich zu reinrassigen Race-Bikes sitzt man etwas aufrechter, was durch den neuen Bontrager-Riser-Lenker mit 20 mm zusätzlichem Rise nochmals unterstrichen wird. Am Heck federt eine nachgiebig ausgelegte 27,2-mm-Carbonsattelstütze Schläge ab.

Mit einer Reifenfreiheit von bis zu 40 mm (ausgeliefert wird das Rad auf 35 mm breiten Reifen) wildert das Domane+ SL spürbar im Allroad- und leichten Gravel-Segment. Für Pendler und Schlechtwetter-Fahrer praktisch: Am Rahmen finden sich unauffällige Montagepunkte für feste Schutzbleche sowie für maßgeschneiderte Rahmentaschen im Rahmendreieck.

Zudem verbaut Trek eine fest integrierte Lichtanlage, die direkt über den Hauptakku gespeist wird. Vorne sorgt ein kompakter Supernova Starstream Mini Scheinwerfer mit 450 Lumen für Sicht, am Heck ist das Trek Flare C Rücklicht sauber unter der Sattelaufnahme integriert.

Draufsicht auf das Cockpit des Trek Domane+ SL mit Bontrager Lenker und montiertem Supernova-Scheinwerfer.
Trek

Modelle, Ausstattung und Preise

Trek bietet das Domane+ SL in sechs Rahmengrößen und drei Ausstattungsvarianten an, allesamt mit kabellosen SRAM-Schaltgruppen zu Preisen von 5.999,99 bis 8.999,99 Euro. Gestaffelt von der Rival AXS über die Force AXS bis hin zur Red AXS setzen alle Modelle auf moderne 1x-Antriebe aus SRAMs XPLR-Linie mit Universal Derailleur Hanger (UDH):

Über das Project-One-Programm lassen sich neben der Akkugröße auch individuelle Lackierungen, Kurbellängen und Lenkerbreiten ohne Aufpreis anpassen. Das Rad ist ab sofort im Fachhandel und direkt bei Trek bestellbar.

Fazit