Wer beim Gravelbike vor allem an große Carbonrahmen, breite Reifen und möglichst geringes Gewicht denkt, bekommt mit dem BAAM ARGH eine charmante Alternative präsentiert. Der noch junge französische Hersteller setzt bei seinem Gravelbike auf einen Werkstoff, der längst als Klassiker gilt: Stahl. Das Ergebnis ist ein Rad mit ausgesprochen klassischer Silhouette – und gleichzeitig einer Ausstattung, die deutlich moderner ausfällt, als es der erste Blick vermuten lässt.
Der Name BAAM steht dabei nicht etwa für einen besonders explosiven Charakter, sondern ganz unspektakulär für "Bike Across A Mountain". Auch die Modellbezeichnung ARGH ist kein Ausdruck der Enttäuschung. Im Gegenteil: Dafür gäbe es bei diesem Gravelbike, sieht man einmal vom Preis ab, wenig Anlass.
Carbon-Laufräder sorgen für Komfort und Vortrieb

Der Name ARGH steht nicht etwa für einen entsetzten Ausruf, sondern als Abkürzung für All Road Gravel History.
Eine wichtige Rolle für den Charakter des Bikes spielen die Enve G23. Die Carbon-Laufräder sorgen für satten Vortrieb und verbinden das vergleichsweise komfortable Fahrgefühl des Stahlrahmens mit einem sportlichen Anspruch. Gleichzeitig unterstreichen sie die hochwertige und elegante Optik des ARGH.
Gerade die Kombination aus Stahl und Carbon funktioniert dabei überraschend stimmig. Während der Rahmen mit seinen schlanken Rohren eher klassisch wirkt, bringen Gabel und Laufräder einen modernen und sportlichen Akzent ins Gesamtbild. So entsteht kein Retro-Rad, sondern ein zeitgemäßes Gravelbike mit deutlich eigenständiger Optik.
Praxistest: Ausgewogene Geometrie und unkomplizierter Charakter

Auf voll integrierte Leitungen verzichtet BAAM. Wie auch auf ein UDH-fähiges Ausfallende.
Auch beim Handling bleibt das ARGH seiner Linie treu. Das Fahrverhalten präsentiert sich ausgewogen und souverän, ohne nervös oder unnötig aggressiv zu wirken. Mit 73,5 Grad Sitzwinkel und 71 Grad Lenkwinkel fällt die Geometrie ausgewogen aus und unterstützt den unkomplizierten Charakter des Bikes.
Das macht das ARGH vor allem auf längeren Touren interessant, bei denen nicht jede Kurve mit maximalem Tempo genommen werden muss. Es fährt sich souverän und vermittelt dabei genau die Mischung aus Komfort und Vortrieb, die man von einem hochwertigen Allroad-Gravelbike erwartet.
Für wen ist das BAAM ARGH interessant?

BAAM vereint einen klassischen Stahlrahmen mit Gabel und Laufrädern aus Carbon.
Das ARGH richtet sich weniger an Gravel-Racer, die jedes Gramm und jedes Watt optimieren wollen, und auch weniger an Bikepacker, die ihr Rad mit Taschen und Ausrüstung für mehrere Wochen beladen. Seine Stärken liegen vielmehr bei schnellen Tagestouren, langen Allroad-Runden und ausgedehnten Ausfahrten, bei denen Asphalt und Schotter regelmäßig wechseln.
Dabei spielt der Stahlrahmen eine wichtige Rolle. Er verleiht dem Bike nicht nur seine klassische Optik, sondern trägt auch zum komfortablen und souveränen Fahrgefühl bei. Die modernen Komponenten verhindern gleichzeitig, dass das ARGH technisch altbacken wirkt.
Fazit: Spannende Alternative zum Carbon-Rad
Unterm Strich verbindet das BAAM ARGH klassische Rahmenbaukunst mit moderner Ausstattung. Wer ein Gravelbike für schnelle Allroad-Runden sucht und dabei Wert auf eine eigenständige Optik, komfortables Fahrverhalten und hochwertige Komponenten legt, findet hier eine interessante Alternative zum inzwischen allgegenwärtigen Carbon-Gravelbike.





