ANT+
ANT+ ist ein Funkstandard zur Übertragung von Daten. Smarttrainer, Powermeter, Herzfrequenzgurt oder Trittfrequenzsensor können darüber beispielsweise Leistung, Geschwindigkeit, Kadenz und Widerstand an einen Radcomputer oder eine Trainings-App senden. ANT+ ist besonders praktisch, wenn mehrere Geräte gleichzeitig auf dieselben Daten zugreifen sollen. Dafür benötigt der Computer meist einen ANT+-USB-Stick.
ANT+ FE-C
ANT+ FE-C, kurz für Fitness Equipment Control, ist ein Übertragungs- und Steuerungsprotokoll für Trainingsgeräte. Damit kann eine App den Widerstand eines Smarttrainers regeln. Zwift, TrainerRoad oder andere Plattformen können den Trainer so im Simulations- oder ERG-Modus steuern. FE-C ist nicht dasselbe wie ANT+: ANT+ beschreibt den Funkstandard, FE-C die spezielle Kommunikation zur Steuerung von Fitnessgeräten.
Bluetooth
Bluetooth, im Trainingsbereich meist Bluetooth Low Energy, überträgt Daten kabellos zwischen Trainer, Sensor und App. Ein Smarttrainer kann darüber Leistungswerte senden und von einer App gesteuert werden. Bluetooth ist bei Smartphones, Tablets und vielen Laptops bereits integriert. Je nach Gerät kann es Einschränkungen und Signalstörungen geben, wenn mehrere Apps gleichzeitig auf denselben Trainer zugreifen möchten.
Bridge-Funktion
Mit der Bridge-Funktion kann ein Gerät Daten eines anderen Sensors empfangen und an eine Trainingsplattform weiterreichen. Ein typisches Beispiel: Ein Smarttrainer empfängt das Signal eines Pulsmessers und übermittelt diesen Wert gleichzeitig mit seinen eigenen Leistungswerten an eine Software wie bspw. Zwift. Der Trainer dient dabei als "Brücke" zwischen Pulsgurt und App. Das kann sinnvoll sein, wenn das Endgerät nur eine begrenzte Zahl an Signalen aufnehmen kann, bspw. bei Apple-TV.
Direct Drive
Bei einem Direct-Drive-Trainer wird das Hinterrad ausgebaut. Das Fahrrad wird mit seiner Kette direkt auf eine im Trainer montierte Kassette oder ein entsprechendes Ritzelpaket gesetzt. Dadurch gibt es keinen Kontakt zwischen Reifen und Rolle. Vorteile sind eine meist höhere Messgenauigkeit, weniger Reifenverschleiß, geringere Geräuschentwicklung und ein direkteres Fahrgefühl. Außerdem können Direct-Drive-Trainer hohe Widerstände und starke Steigungen realistisch simulieren. Für den Betrieb muss die Kassette zum Antrieb des Fahrrads passen.
Dual Recording
Dual Recording bedeutet, dass die Leistung während einer Einheit von zwei unabhängigen Geräten aufgezeichnet wird. Beispielsweise misst der Smarttrainer die Leistung, während zusätzlich Powermeterpedale oder ein Powermeter an der Kurbel Daten auf dem Radcomputer speichern. Die beiden Aufzeichnungen können anschließend miteinander verglichen werden. Im professionellen E-Racing dient Dual Recording dazu, die Plausibilität der Leistungsdaten zu überprüfen und Manipulationen zu erschweren. Für das normale Training ist es vor allem interessant, um die Messgenauigkeit des Trainers zu kontrollieren.
ERG-Modus
Im ERG-Modus versucht der Trainer, eine vorgegebene Leistung konstant zu halten. Gibt das Trainingsprogramm beispielsweise 250 Watt vor, erhöht oder reduziert der Trainer den Widerstand automatisch, sobald sich die Trittfrequenz verändert. Tritt man langsamer, wird der Widerstand höher; tritt man schneller, wird er geringer. Die Leistung bleibt dabei konstant. Der ERG-Modus eignet sich besonders für strukturierte Intervalle. Für Rennen ist er normalerweise nicht sinnvoll.
Firmware
Die Firmware ist die interne Software des Trainers. Updates können die Messgenauigkeit, Verbindungstabilität, Widerstandsteuerung oder Kompatibilität mit Apps verbessern. Vor einem wichtigen Rennen sollte man prüfen, ob Trainer und gegebenenfalls Powermeter auf dem aktuellen Softwarestand sind.
Kalibrierung
Bei der Kalibrierung wird der Trainer auf möglichst genaue Leistungswerte eingestellt. Je nach Modell erfolgt das automatisch oder manuell über einen sogenannten Spindown in der App. Vor einer Kalibrierung sollte der Trainer zunächst einige Minuten warmgefahren werden.
Race-Modus
Der Race-Modus ist bei manchen Smarttrainern eine spezielle Betriebsart für Rennen. Häufig werden Leistungsdaten dabei schneller oder in kürzeren Intervallen übertragen (bspw. 10 statt ein Wert pro Sekunde), sodass Veränderungen wie Attacken und Sprints zeitnaher in der Rennsoftware ankommen. Teilweise werden außerdem bestimmte Filter oder Steuerungsfunktionen angepasst. Der Begriff ist allerdings nicht einheitlich definiert. Je nach Hersteller kann der Race-Modus etwas anderes bedeuten. Bei offiziellen Elite-Rennen kann seine Nutzung eingeschränkt oder verboten sein, wenn nicht alle Teilnehmer dieselben Bedingungen haben.

Smarttrainer mit Wi-Fi-Verbindung können einen sogenannten Race-Modus aktivieren, bei dem die Rolle 10 statt nur einen Wert pro Sekunde an die Trainingsapp sendet.
Resistance-Modus
Im Resistance-Modus stellt der Nutzer einen bestimmten Widerstand ein. Anders als im ERG-Modus wird keine feste Leistung vorgegeben. Je nach Trittfrequenz und Übersetzung kann die tatsächlich gefahrene Leistung deshalb variieren. Der Modus eignet sich für freies Fahren, Techniktraining oder wenn man den Widerstand manuell kontrollieren möchte.
Simulationsmodus
Im Simulationsmodus versucht der Trainer, die Bedingungen einer virtuellen Strecke nachzubilden. Die Software übermittelt beispielsweise eine Steigung von acht Prozent, woraufhin der Trainer den Widerstand erhöht. Gefälle oder ein virtueller Windschatten können je nach Plattform ebenfalls berücksichtigt werden. Wie realistisch sich das anfühlt, hängt von Trainer, Software, Übersetzung, Fahrergewicht und den Einstellungen zur Steigungssimulation ab. Der Simulationsmodus ist der typische Betriebsmodus für virtuelle Rennen und freie Fahrten.
Smarttrainer
Ein Smarttrainer ist eine elektronisch steuerbare Rolle, die Leistung misst und mit der Trainingssoftware kommuniziert. Die App kann den Widerstand automatisch verändern – etwa im ERG-Modus bei Intervallen oder im Simulationsmodus bei virtuellen Anstiegen. Nicht jeder Smarttrainer ist gleich aufgebaut. Es gibt Direct-Drive-Modelle, bei denen das Hinterrad ausgebaut wird, und Wheel-on-Modelle, bei denen das Hinterrad auf einer Rolle läuft.

Bei einem Smarttrainer mit Direct-Drive-Antrieb wird das Hinterrad ausgebaut und das Rad auf dem Trainer eingespannt. Das sorgt für ein realistisches und leises Fahren, zudem verschleißt der Hinterreifen nicht.
Spindown
Beim Spindown wird der Trainer zunächst beschleunigt. Anschließend tritt der Fahrer nicht mehr weiter, und das System misst, wie schnell die Rolle ausläuft. Aus diesem Auslaufverhalten berechnet der Trainer einen Korrekturwert für die Leistungsmessung (Kalibrierung). Ein Spindown ist vor allem bei Wheel-on-Trainern wichtig, weil dort Reifendruck, Anpressdruck und Reifentemperatur die Messung beeinflussen. Bei vielen Direct-Drive-Trainern ist eine klassische Spindown-Kalibrierung nicht erforderlich oder wird durch eine andere Kalibrierungsroutine ersetzt.
Trainerschwierigkeit
Die Trainerschwierigkeit gibt an, wie der Smarttrainer im Simulationsmodus agiert. Sie lässt sich in der Trainingssoftware einstellen – meist zwischen 0 und 100 %. Fährt man bspw. acht Prozent Steigung bei 100 % Schwierigkeit, werden die echten acht Prozent Steigung simuliert. Bei 50 % fühlt sich die Steigung nach vier Prozent an. Stellt man die Schwierigkeit auf Null, wird keine Steigung simuliert, was weniger Schaltvorgänge erfordert.
Wheel-on-Trainer
Bei einem Wheel-on-Trainer bleibt das Hinterrad am Fahrrad. Der Reifen liegt auf einer kleinen Widerstandsrolle auf. Diese Trainer sind meist günstiger und schnell montiert, können aber lauter sein und verursachen Reifenverschleiß. Oft empfiehlt sich die Nutzung eines robusteren Indoorreifens. Für möglichst konstante Werte sind der richtige Reifendruck und ein gleichmäßiger Anpressdruck wichtig.
Virtual Power
Virtual Power bezeichnet eine geschätzte Leistung, die nicht direkt mit einem Powermeter oder einem vollwertigen Leistungsmesser ermittelt wird. Die Software berechnet sie beispielsweise aus Geschwindigkeit, Widerstand und Trittfrequenz. Virtual Power kann für strukturierte Einheiten ausreichen, ist aber weniger präzise und meist nicht für leistungsbasierte Rennen geeignet.
Wi-Fi
Wi-Fi ist eine drahtlose Netzwerkverbindung, über die der Smarttrainer direkt mit dem heimischen Router und so mit dem Internet kommunizieren kann. Das kann Vorteile bei der Stabilität und Reichweite gegenüber ANT+ oder Bluetooth-Verbindungen haben – der Trainer muss nicht in unmittelbarer Nähe des Laptops, Tablets oder Smartphones stehen. Je nach Modell kann Wi-Fi auch Firmware-Updates automatisch installieren. Wi-Fi ist jedoch nicht automatisch die bessere Wahl. Die Qualität hängt stark vom heimischen Netzwerk, der Entfernung zum Router und möglichen Funkstörungen ab.

Mit dem Zwift Cog & Click braucht der Trainer keines Kassette und ist mit allen Rädern zwischen 8 und 12 Ritzeln kompatibel. Die Click-Controller erlauben virtuelles Schalten zum Anpassen des Widerstands.
Zwift Ready
Immer mehr Smarttrainer müssen nicht mehr mit einer Kassette betrieben werden, sondern werden mit Zwifts Cog & Click ausgeliefert. Dieses Mono-Ritzel ist für Antriebe zwischen 8 und 12 Ritzeln kompatibel, sodass mehrere Räder auf dem Trainer genutzt werden können, ohne jedes Mal die Kassette zu tauschen. Mit den Click-Controllern lässt sich die Übersetzung sowie die Bedienung der App vom Lenker aus übernehmen. Neben Zwift sind auch andere Apps wie etwa Rouvy kompatibel.





