Schluss mit App-Chaos: Wahoo und Coros verbinden ihre Trainingsdaten

Neue Smartwatch-Partnerschaft
Wahoo und Coros machen gemeinsame Sache

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 24.04.2026
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Foto: Wahoo

Folgendes bekanntes Szenario: Der Radcomputer funkt in die eine App, die Laufuhr auf der anderen Plattform, und am Ende des Trainingstages gleicht das persönliche Daten-Tagebuch einem digitalen Flickenteppich. Um dieses App-Chaos zu lichten und die Trainingswelt etwas runder zu machen, haben Wahoo Fitness und Coros nun eine strategische Partnerschaft verkündet. Das Ziel der beiden Tech-Größen: Ausdauersportlern eine flexiblere und vor allem nahtlose Trainingsumgebung zu bieten.

Der Kern der neuen Freundschaft sei eine gemeinsam entwickelte, bidirektionale API-Integration. In der Theorie klinge das laut den Unternehmen so: Aktivitätsdaten, egal ob sie mit einem Wahoo- oder Coros-Gerät aufgezeichnet wurden, sollen ab sofort völlig reibungslos sowohl in die Wahoo-App als auch auf die Coros-Trainingsplattform hochgeladen werden können. Der Athlet entscheide also künftig selbst, in welchem Ökosystem er seine Form analysieren möchte.

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Kurz & knapp: Die Wahoo-Coros-Partnerschaft

  • Software: bidirektionale API-Integration für nahtlosen Datenaustausch zwischen Wahoo App und Coros Plattform.
  • Konnektivität: Direkte Bluetooth-Verbindung zwischen dem Wahoo Kickr Run Laufband, Wahoo-Geräten und Coros-Uhren (keine Zusatzsensoren nötig).
  • Neue Hardware: Spezielle Wahoo-Editionen der Coros-Uhren Apex 4 und Pace 4 (erhältlich via Wahoo).
  • Design-Features: Eigene digitale Wahoo-Zifferblätter für Coros-Uhren. Spezielle Wahoo-Armbänder sollen im Spätsommer folgen.

Das Laufband funkt direkt auf die Uhr

Ein Augenmerk der Kooperation liegt auf dem Indoor-Training, genauer gesagt auf dem smarten Laufband Kickr Run von Wahoo. Laut der Pressemitteilung lassen sich Coros-Uhren nun direkt via Bluetooth mit dem Laufband koppeln. Die präzisen Daten des Bandes sollen so direkt und ohne Umwege auf dem Display der Uhr landen. Dennoch sollen auch Outdoorsportler von der beidseitigen Integration profitieren und infolgedessen Radfahrer. Das liegt auch an der neuen Hardware, sprich den neuen Smartwatches.

Hardware-Crossover: Wahoo bringt "eigene" Coros-Uhren

Die Partnerschaft beschränkt sich nämlich nicht nur auf den Austausch von Nullen und Einsen in der Cloud. Wahoo werde über den eigenen Webshop speziell angepasste Versionen der aktuellen Coros-Sportuhren Pace 4 und Apex 4 anbieten. Um diesen Modellen den typischen "Wahoo-Look" zu verpassen, sollen den Nutzern zudem individuell gestaltbare, digitale Zifferblätter im Wahoo-Design zur Verfügung stehen. Wer den Partnerlook auf die Spitze treiben will, müsse sich laut Hersteller noch bis zum Spätsommer gedulden: Dann sollen auch physische Wahoo-Armbänder für die Coros-Uhren auf den Markt kommen.

Ob diese Verschmelzung von Indoor- und Outdoor-Training den Sportlern den versprochenen "umfassenden Überblick" über ihre Leistung verschafft, wie Wahoo-CEO Gareth Joyce hofft, wird ein Praxistest beweisen müssen.