Pinarello kann Dogma. Aber nicht jeder Tag ist Weltmeisterschaft – manchmal ist es "nur" Dienstag, Gegenwind und der Wunsch, "noch eine Schleife" dranzuhängen. Genau dafür steht die neue X-Serie: ein komplett überarbeitetes Endurance-Programm für alle, die lange Tage im Rennradsattel lieben – und nicht jede Ausfahrt persönliche Bestzeiten am Fließband produzieren wollen.

Pinarello positioniert die X-Serie als perfekte Basis für lange und dennoch sportliche Ausfahrten.
Im Pinarello-Kosmos ergänzt die X-Serie das Top-Endurancemodell Dogma X (nicht zu verwechseln mit dem Top-Racingmodell Dogma ohne den Zusatz X).Die neue X-Serie setzt aber eigene Akzente: komfortorientiertere Geometrie (kürzer, höher, entspannter als beim Dogma X), differenzierte Carbon-Strukturen und höhere Zuladungs-Optionen. Die Botschaft ist klar: Prestige bleibt, Nackenstress darf gehen.

Geschwungene Rohre sind typisch Pinarello - im Bild das Topmodell X9 mit Shimano Dura-Ace Di2 für 11 000 Euro.
Herzstück des Komfort-Upgrades sind die namengebenden X-Stays 2.0. Pinarello übernimmt das Prinzip der doppelarmigen, vierpunktig angelenkten Sitzstreben vom Dogma X, verlegt die Anlenkpunkte aber weiter nach unten und will damit Vibrationen effizienter zerstreuen. Gleichzeitig soll die niedrigere Verbindung weniger "Rebound" erzeugen – also weniger Nachfedern, mehr Ruhe im Heck. Endurance eben, nur ohne Einschlafgefahr.

Die namengebenden X-Stays kommen in Version 2.0 - dabei handelt es sich um eine charakteristisch angelegte Sitzstrebenkonstruktion.
Dazu passt das Tuned Carbon Performance-Konzept:
- X9 und X7 setzen auf Toray T900-Carbonfasern für das angestrebte Dreieck aus Gewicht, Reaktionsfreude und Dämpfung.
- X5 und X3 kommen mit T700, etwas stärker auf Dämpfung und Alltag getrimmt.
- X1 nutzt T600 mit unidirektionalem Finish – Compliance statt Carbon-Armwrestling.
Noch direkter spürbar wird’s an der neuen adaptiven Sattelstütze: 10 mm longitudinaler Flex versprechen laut Hersteller mehr Schluckvermögen bei Schlägen und feinen Rissen im Asphalt – im Zusammenspiel mit den X-Stays das Pinarello-Rezept für die Langstrecke.
Praktisch wird Pinarello ebenfalls: Ein integriertes Staufach im Unterrohr nimmt eine kompakte Tool-Bag auf. Schlauch, Mini-Tool, Riegel – wandern auf Wunsch ins Rad statt ins Trikot. Clean, schnell erreichbar, optisch unauffällig: Immer mehr Hersteller setzen auf diese Art von Stauraum, der nicht nach Rucksack schreit.
Vorne soll die neue X-Serie vor allem eines liefern: Kontrolle. Bei X9, X7, X5 und X3 gibt’s ein elliptisches Steuerrohr mit voll integrierter Zug-/Leitungsführung. Ziel: mehr Torsionssteifigkeit, präzisere Front und damit mehr Vertrauen auf langen Abfahrten oder ruppigem Belag. Das X1 bleibt bei der bisherigen Rahmenarchitektur – bewusst, um mechanische Gruppen problemlos zu unterstützen.

Bei den Modellen X9, X7, X5 und X3 gibt’s ein elliptisches Steuerrohr mit voll integrierter Zug-/Leitungsführung.
Und weil Komfort heute auch Reifen bedeutet, wächst die Reifenfreiheit auf bis zu 40 mm. So können die Modelle der neuen X-Serie optional auch ganz abseits asphaltierter Straßen eingesetzt werden. Technisch zeitgemäß ist die UDH-Kompatibilität (Universal Derailleur Hanger) für die XPLR-Schaltwerke von Sram.
Ausstattung & Preise (UVP in Euro)
Wie von Pinarello gewohnt, fährt das Auge mit: Nicht weniger als acht Farbvarianten bieten die Italiener an – freilich nicht alle für alle der fünf Ausstattungsvarianten. Erfreulich: Bei neun Rahmengrößen sollten viele Körpergrößen abgedeckt sein. Preislich deckt Pinarello eine breite Range von 3200 Euro bis 11.000 Euro ab:
- X9: Shimano Dura-Ace Di2 2x12 + MOST Ultrafast 45 – 11.000 €
- X7: Shimano Ultegra Di2 2x12 + MOST Ultrafast 45 – 7.900 €
- X5: Shimano 105 Di2 2x12 + MOST Fast 45 – 5.000 €
- X3: Shimano 105 Di2 2x12 + DT Swiss A1800 – 4.500 €
- X1: Shimano 105 2x12 + MOST Fast 27 – 3.200 €

Pinarello bietet die Räder der neuen X-Serie in fünf Ausstattungsvarianten, acht Farben und neun Rahmengrößen an.





