Ist es ein Rennrad? Ist es ein Gravelbike? Vor nicht allzu langer Zeit wäre das neue BeLiv AR mit 43 mm Reifenfreiheit wohl noch als reinrassiges Gravelbike durchgegangen. Doch der Namenszusatz AR zeigt: Liv platziert das Rad bewusst im Allroad-Segment – und bringt es ab Werk mit 32 mm breiten Rennradreifen.
Kurz & knapp: Liv BeLiv AR
- Typ: Allroad-Rennrad
- Rahmen: Aluminium
- Reifenbreite: 32 mm
- Reifenfreiheit: 43 mm
- Größen: XXS, XS, S, M, L
- Preis: ab 1700 Euro
Zielgruppe: Radsport-Einsteigerinnen
Das Aluminium-Rad soll die Geschwindigkeit und Effizienz eines Rennrads mit mehr Vielseitigkeit verbinden – und zwar auf Touren von Asphalt über Nebenstraßen bis hin zu leichtem Schotter. Mit dem Konzept will sich die auf Frauen spezialisierte Marke unter anderem an Radfahrerinnen richten, die erstmals auf einem sportlichen Fahrrad mit Rennlenker sitzen, und die auch mal auf nicht asphaltierten Wegen fahren wollen. Ihnen soll das Rad mit Livs Endurance-Rennradgeometrie eine zwar sportliche, aber nicht zu aggressive Sitzposition bieten.

Das neue Liv BeLiv AR ist in erster Linie für den Einsatz auf Asphalt konzipiert ...
Das Konzept eines vielseitigen Rennrads erinnert an das zur Saison 2014 vorgestellte Anyroad von Livs Schwestermarke Giant. Noch vor dem Durchbruch des Gravelbikes brachte Giant damals ein vielseitiges Rennrad mit entspannter Sitzposition und für die damalige Zeit enorm breiten 32-Millimeter-Reifen.
Klarer Fokus auf Komfort
Zwölf Jahre später rollt nun auch das BeLiv AR mit 32er-Pneus daher. Von den breiten, leicht profilierten Tubeless-Reifen verspricht der Hersteller "eine ausgewogene Kombination aus geringem Rollwiderstand, Traktion und Fahrkomfort". Wer es gröber mag, darf aber auch deutlich breitere Reifen aufziehen.

... das Allroad-Rad soll sich aber auch auf leichtem Schotter wohlfühlen.
Das Thema Komfort spielt beim BeLiv AR überhaupt eine wesentliche Rolle. Dafür soll etwa der Lenker mit breiter Auflagefläche für die Hände und entsprechend besser verteiltem Druck sorgen. Auch der hauseigene Approach-Sattel soll Druckstellen selbst auf längeren Touren reduzieren, indem er sich dem Körper der Fahrerin anpasst. Liv spricht dabei von der "Particle Flow Technology". Last but not least sollen Sattelstütze und Gabel aus Carbon Stöße abmildern und Vibrationen dämpfen.
Leichter Rahmen mit schönen Details
Trotz allem betont der Hersteller, dass es sich hier immer noch um ein Sportrad handelt. Als Beleg dazu wird etwa der Aluminium-Rahmen mit seinem laut Liv "klassenbesten Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht" herangezogen. Optisch schön gemacht sind die sanften Übergänge am Rahmen, dazu verlaufen Züge und Bremsleitungen integriert. Kombiniert wird der Rahmen mit robusten Aluminium-Laufrädern von Giant.
Das Liv BeLiv AR 0 im Detail
In Deutschland wird das Rad in fünf Größen von XXS bis L und in zwei Versionen erhältlich sein: Als BeLiv AR 1 mit 1×11-Schaltung Shimano Cues für 1700 Euro und als BeLiv AR 0 mit 2×12-Schaltung Shimano 105 für 2000 Euro.
Giant bringt baugleiches Contend AR

Wie Bruder und Schwester: Das Giant Contend AR basiert auf dem gleichen Konzept. Die Unterschiede liegen in der Ergonomie.
Analog zum Liv BeLiv AR präsentiert auch Giant ein entsprechendes Modell. Das neue Contend AR entspricht in Aufbau und Konzeption dem Schwestermodell, kommt in Deutschland aber zusätzlich noch in einer 1600 Euro teuren Einstiegsversion AR 2 mit 2×10-Schaltung Shimano Cues. Als Rahmengrößen stehen hier XS bis XL zur Wahl.





