Gerade in der aktuellen Hitzewelle stellt sich Radfahrerinnen und -fahrern immer wieder die Frage: Wo fülle ich meine Trinkflaschen auf? Nicht immer sind Geschäfte oder Tankstellen in der Nähe beziehungsweise je nach Wochentag oder Tageszeit sind diese auch geschlossen. Verlockend ist es, an einem Brunnen, Wasserhahn oder schlicht an fließenden Gewässern für Nachschub an kühlem Nass zu sorgen. Doch aus eigener, leidvoller Erfahrung: Damit läuft man Gefahr, sich kurz darauf mit Bauchkrämpfen, Erbrechen und Durchfall am Boden zu winden.

Einfach in freier Wildbahn mit Trinkwasser versorgen - das verspricht die BeFree AC Bottle des Schweizer Herstellers Katadyn mit integriertem, zweistufigen Filtersystem.
Abhilfe bietet die BeFree AC Bottle der Schweizer Firma Katadyn mit zwei-stufigem Filtersystem: In den Deckel integriert ist ein Polyesterhohlfaserfilter, an dem Bakterien, Protozoen und Mikroplastik. In den Deckel einlegen kann man darüber hinaus einen Aktivkohlefilter, der sich – falls nötig – positiv auf den Geschmack des Wassers auswirkt.
Wir haben eine 0,7-Liter-Flasche in mehreren Ländern ausprobiert und zahlreich Wasser aus Wasserhähnen, Bächen und explizit "Kein-Trinkwasser"-gekennzeichneten Brunnen getrunken. Nebenwirkungen: keine. Bei zwei 100-Kilometer-Touren durch dünn besiedeltes Gebiet in den Vogesen gewährleistete die Katadyn-Flasche so an Hitzetagen eine ausreichende Zuführung von Wasser.

Das Innenleben der Katadyn BeFree AC Bottle: Der unten am Deckel sitzende Polyesterhohlfaserfilter sowie der in den Deckel einlegbare Aktivkohlefilter. Dieser kann, muss aber nicht verwendet werden - er verbessert den Geschmack, reduziert aber den Durchfluss.
In der Rennradpraxis fallen drei Dinge auf. Erstens: Der Klappdeckel verhindert zwar ein Auslaufen, verkompliziert das Trinken während der Radfahrt aber eher. Zweitens: Mischt man ein Nahrungsergänzungspulver in seine Flasche, setzt sich der Geschmack im Hohlfaserfilter ab – folglich hat man diesen auch später im Mund, selbst wenn man reines Wasser in die Flasche einfüllt. Drittens: Für reinen Geschmack sorgt der Kohlefilter, der in den Deckel eingelegt wird, allerdings reduziert sich mit diesem auch die Durchflussmenge signifikant – gerade während der Fahrt eher ärgerlich. Praktisch ist hingegen der Griff am Deckel der Katadyn-Flasche – vor allem beim Wandern. Die BeFree AC Bottle kann man so einfach am Rucksack einhängen oder lässig mit einem Finger tragen.

Überall ohne Sorgen Wasser zapfen: In der Praxis gelang dies mit der Katadyn BeFree AC Bottle sehr gut - ohne böses Erwachen.
Ein Schnäppchen in der Anschaffung ist die Trinkflasche mit integriertem Wasserfilter nicht: 50 Euro beträgt der Preis für die in mehreren Farben erhältliche 0,7-Liter-Flasche. Erfreulich: Alle Teile der aus Recyclingmaterial hergestellten Katadyn-Flasche sind separat als Einzelteile nachbestellbar, die Lebens- und Einsatzzeit des Systems lässt sich entsprechend lange erweitern. Der Hohlfaserfilter, der je nach Wasserqualität für bis zu 1000 Liter einsetzbar ist, kostet als Ersatzteil 30 Euro, ebenso drei Ersatz-Aktivkohlefilter – deren Nutzungsdauer beträgt 200 Liter. Auch der Klappdeckel (15 Euro) und die Silikonmundstücke (drei Stück für 15 Euro) können separat nachgerüstet werden.

"Seit ich mir einmal in den bayerischen Alpen durch das Trinken von Wasser aus einem Bach böse den Magen verdorben habe, bin ich gebranntes Kind und sehr vorsichtig. Die Katadyn-Flasche mit eingebautem Filter hat mir aber gute Dienste erwiesen. Ob im Schwarzwald, auf dem Tennisplatz, in Spanien oder Frankreich - alle an Wasserhähnen, Sprinkleranlagen, Brunnen oder in der Natur 'gezapften' Wasservorräte habe ich sehr gut vertragen - auch wenn explizit daran stand, dass es sich nicht um Trinkwasser handelte. Böse Überraschungen sind ausgeblieben. Je nach Konstellation und Einsatzzweck - lange Rennrad-, Gravel- oder Wandertouren durch Gebiete mit überschaubarer Infrastruktur - ist eine solch einfache und sichere Versorgung mit Frischwasser Gold wert."





