Die Tour de France Femmes hatte diesen überraschenden Effekt auf Frauen

Strava-Statistiken
Die Tour de France Femmes hatte diesen überraschenden Effekt auf Frauen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 13.08.2026
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Ein Tour-de-France-Zuschauer hält ein Schild mit "Watts up Ladies" hoch
Foto: Getty Images / NICOLAS TUCAT / Kontributor

Die Tour de France Femmes hat offenbar nicht nur vor den Bildschirmen für Begeisterung gesorgt. Auch auf den Straßen und Radwegen zeigte das Etappenrennen Wirkung. Während der Tour-Woche wurden auf Strava deutlich mehr Aktivitäten von Frauen aufgezeichnet als in der Woche zuvor.

Wie schon für die Tour de France der Männer hat die Trainingsplattform Strava Daten seiner Nutzerinnen und Nutzer ausgewertet und Rekorde und Statistiken veröffentlicht.

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Jana Wagner
BikeX-Autorin

Viele Frauen fuhren mehr und weiter

In Frankreich, dem Austragungsland der Tour, stieg die Zahl der von Frauen aufgezeichneten Radtouren um 15 Prozent. Noch deutlicher fällt der Blick auf die zurückgelegte Strecke aus: Frauen sammelten während der Rennwoche 28 Prozent mehr Kilometer als in der Vorwoche.

Besonders interessant wird der Blick auf die persönlichen Bestleistungen. Weltweit luden während der Tour-Woche 30 Prozent mehr Frauen ihre bislang längste Fahrt auf Strava hoch.

60 % mehr Frauen schafften die 100 Kilometer

Dabei ging es nicht nur um ein paar zusätzliche Kilometer. 41 Prozent mehr Frauen absolvierten erstmals eine 50-Kilometer-Fahrt. Noch größer war der Effekt bei der 100-Kilometer-Marke: Hier waren es sogar 60 Prozent mehr Frauen, die erstmals eine solche Distanz zurücklegten.

Die Zahlen deuten darauf hin, dass das Rennen nicht nur bestehende Radsportlerinnen zu mehr Aktivität animierte. Für einige Frauen könnte die Tour vielmehr der Anlass gewesen sein, sich erstmals an eine längere Ausfahrt heranzuwagen.

849 Prozent mehr Versuche am Mont Ventoux

Auf Strava stieg die Zahl der Versuche auf dem ikonischen Mont-Ventoux-Segment während der Tour-Woche gegenüber der Vorwoche um satte 849 Prozent.

Der legendäre Berg wurde damit während des Rennens zum virtuellen Treffpunkt für zahlreiche Radfahrerinnen und Radfahrer. Die Daten zeigen, wie stark ein Profirennen auch abseits des eigentlichen Pelotons Aktivitäten in der Community auslösen kann.

Auch die Profis sorgten für starke Zahlen

Demi Vollering hält im Ziel ihr Fahrrad über dem Kopf.
Getty Images / Tim de Waele / Staff

Während Hobbyradlerinnen ihre persönlichen Bestleistungen jagten, sammelten die Profis auf den Tour-Etappen fleißig Bestzeiten. Das Peloton der Frauen erzielte insgesamt 994 QOMs (Queen of the Mountain) – also Bestzeiten auf Strava-Segmenten.

Das entspricht durchschnittlich 110 QOMs pro Etappe. Zum Vergleich: Bei den Männern waren es durchschnittlich 96 KOMs (King of the Mountain) pro Etappe.

Eine Fahrerin sticht dabei besonders heraus: Demi Vollering sicherte sich allein 84 QOM-Erfolge.

Durchschnittsgeschwindigkeit der Profis: 30,2 km/h

Auch bei den Höhenmetern kommt einiges zusammen. Das Peloton erklomm während der Tour insgesamt rund 1,18 Millionen Höhenmeter – umgerechnet etwa 133 Besteigungen des Mount Everest.

Die durchschnittliche Geschwindigkeit über alle Etappen lag bei 30,2 km/h. Gemeinsam verbrannten die Fahrerinnen dabei laut Strava rund 1,4 Millionen Kalorien – ungefähr so viel Energie, wie in 12.400 Cappuccinos steckt.

Fazit: Watts up Ladies!

Die Zahlen zeigen damit einen bemerkenswerten Nebeneffekt des Rennens: Die Tour de France Femmes wurde offenbar nicht nur angeschaut, sondern inspirierte viele Frauen dazu, selbst aufs Rad zu steigen und neue persönliche Grenzen auszutesten. We like!