Kampfansage in Richtung Podium: Red Bull – Bora – hansgrohe nominiert Tour-Kader
Der Juli rückt näher und die Spannung im Peloton steigt. Zum mittlerweile dreizehnten Mal in der Teamgeschichte geht der deutsche WorldTour-Rennstall bei der Tour de France an den Start. Und das Aufgebot, das Red Bull – Bora– hansgrohe laut aktueller Pressemitteilung nach Frankreich schickt, hat es in sich. Statt sich auf einen einzigen Heilsbringer zu verlassen, setzt das Team 2026, wie bereits stark vermutet wurde, auf eine echte Doppelspitze: den belgischen Superstar Remco Evenepoel und die deutsche Rundfahrt-Hoffnung Florian Lipowitz.
👉 Florian Lipowitz im Interview
Zwei Nachwuchssieger greifen gemeinsam an
Diese Kombination verspricht Hochspannung. Beide Fahrer verbindet eine bemerkenswerte Statistik: Bei den vergangenen beiden Tour-Ausgaben holten sie jeweils den Sieg in der Nachwuchswertung und standen als Dritte der Gesamtwertung auf dem Podium in Paris. Nun sollen sie erstmals als vereintes Leader-Duo die Konkurrenz unter Druck setzen.

Florian Lipowitz greift bei der Tour wieder an und geht als einer von zwei Kapitänen ins Rennen.
Für den explosiven und vielseitigen Evenepoel ist es bereits die dritte Tour de France in Folge, während der für seine konstanten Kletterleistungen bekannte Lipowitz zum zweiten Mal bei der "Grande Boucle" antritt. Beide haben laut Teamangaben ihre Saison konsequent auf den Juli ausgerichtet. Ziel sei es ganz klar, auch 2026 eine tragende Rolle im Kampf um die Gesamtwertung (GC) zu spielen.

Die Tour gewinnt man heute nicht nur mit einem außergewöhnlichen Fahrer, sondern mit einer außergewöhnlichen Mannschaft. Wir glauben, dass wir eines der komplettesten Teams an den Start bringen. Mit Remco und Florian haben wir zwei Leader, die bewiesen haben, dass sie auf dem Tour-Podium stehen können. Ihre unterschiedlichen Stärken geben uns taktische Möglichkeiten, die entscheidend sein können.
Tiefe im Kader: Die Taktik des Sportdirektors
Dass man die Tour nicht als Einzelkämpfer gewinnt, weiß auch Zak Dempster, "Chief of Sports" beim deutschen Team. Man glaube fest daran, eine der komplettesten Mannschaften überhaupt an den Start zu bringen. Mit Evenepoel und Lipowitz habe man zwei Anführer, die bereits bewiesen hätten, dass sie auf das Tour-Podium gehören. Deren unterschiedliche Stärken sollen dem Team taktische Möglichkeiten eröffnen, die am Ende rennentscheidend sein könnten.

Der zweite Kapitän ist kein Geringerer als Remco Evenepoel. Als Doppelspitze dürften die beiden durchaus für Stress bei den anderen Mannschaften sorgen.
Trotzdem diese Doppelspitze schon stark genug ist, hat die sportliche Leitung noch einen weiteren Luxus-Helfer in der Hinterhand: Mit dem Australier Jai Hindley bringt das Team einen dritten Fahrer mit nach Frankreich, der bereits auf einem Grand-Tour-Podium stand.
Der "Maschinenraum" für das Flache und die Berge
Doch wer hält die Kapitäne auf den flachen Windkanten-Etappen aus dem Gröbsten heraus? Die sportliche Leitung rund um Patxi Vila, Oliver Cookson und Klaas Lodewyck schickt dafür geballte und bereits bewährte Power auf die Strecke. Mit dem deutschen Rouleur Nico Denz, Jan Tratnik, Mattia Cattaneo, Tim van Dijke und Maxim Van Gils will man für die perfekte Balance zwischen Kletterstärke und Kontrolle in der Ebene sorgen.

Mehr Asse als ein Kartenspiel hergibt? Das Tour-Aufgebot von Red Bull-Bora-Hansgrohe für 2026.
Der sportliche Leiter Patxi Vila gibt sich vor dem Grand Départ entsprechend selbstbewusst: Die Stärke des Aufgebots liege nicht nur bei den beiden Kapitänen. Man verfüge über erfahrene Kletterer und starke Allrounder, die in jeder Situation Verantwortung übernehmen könnten. Mit diesem extrem breit aufgestellten Team habe man laut Vila auf nahezu jedes erdenkliche Rennszenario eine passende Antwort parat.





