Kurz & knapp: Fahrrad-Standpumpen im Test 2026
Eine Standpumpe gehört in jede Bike-Werkstatt! Kein Wunder, dass der Markt eine Riesenauswahl bietet. Es gibt Spezialisten für jeden Radtyp: Pumpen für Rennräder und Gravelbikes legen den Fokus auf einen besonders hohen Druck, während MTB-/E-Bike-Pumpen mehr Volumen bieten.
Für unseren Test wählten wir 13 Pumpen, die zwischen 40 und 80 Euro kosten. Das entspricht der Mittelklasse, die erfahrungsgemäß mit solider Verarbeitung, sehr guter Hubleistung und Genauigkeit überzeugt.
- 🏆 Testsieger Rennrad: Topeak Joe Blow Sport III
- 🏆 Testsieger MTB/E-Bike: Topeak Joe Blow Mountain X
- 💸 Preis-Leistungs-Tipp: BBB Airboost
5 Standpumpen für Mountainbikes und E-Bikes im Test
Testfazit Mountainbike- und E-Bike-Pumpen
Nicht alle fünf Pumpen jedoch überzeugen! Zwar stehen alle sehr sicher und sind bis auf die locker sitzende Hubstange der SKS top verarbeitet, bei der Hubleistung trennt sich aber die Spreu vom Weizen: Die massige, großvolumige Topeak benötigt zwölf Hübe, um einen Butyl-Schlauch in einem 29 x 2,35"-Reifen von 0,5 auf 2,0 bar aufzupumpen. BBB, Crankbrothers und Lezyne verlangen rund 20 Hübe, die SKS mit 27 mehr als doppelt so viele wie die Topeak. Dafür kann sie Drücke bis zu 12,0 bar erzeugen (Topeak z. B. nur 4,0 bar) – fürs MTB irrelevant und daher nicht bewertet, für Besitzer von Rennrädern aber natürlich interessant.
Vier der fünf Pumpen sind auf 0,05–0,10 bar genau, das ist tadellos. Die Crankbrothers pumpte jedoch 0,5 bar zu viel in den Pneu, was sie als Messinstrument untauglich macht. Prima: Alle Manometer sind gut bis sehr gut ablesbar.
8 Standpumpen für Rennräder im Test
BBB Air Strike BFP-25

- Preis: 62 Euro
- Gewicht/Höhe (eingefahrene/ausgefahrene Hubstande): 1,6 kg/69–124,5 cm
- Schlauchlänge: 131 cm
- Ausstattung (S = Sclaverand-/Presta-, A = Auto-/Schrader-, D = Dunlop-/Blitz-Ventil): S, A, D
- max. Druck: 11 bar
- Hübe bis 2,0 bar: 18
- Ist-Druck (bei 7 bar auf dem Manometer): 6,9 bar
Hubleistung:
Handhabung:
Ventilkopf:
Genauigkeit:
Fazit: Stabil stehende, eher unauffällige Pumpe mit zu kleiner Schrift auf dem bodennahen, aber sehr genauen Manometer. Längster Schlauch im Test, füllt Reifen ausgesprochen flott! Top Ventilkopf.
Testurteil: Sehr gut (86 Punkte)
Blackburn Core 2 Black

- Preis: 60 Euro
- Gewicht/Höhe (eingefahrene/ausgefahrene Hubstande): 1,2 kg/68–116,5 cm
- Schlauchlänge: 124 cm
- Ausstattung (S = Sclaverand-/Presta-, A = Auto-/Schrader-, D = Dunlop-/Blitz-Ventil): S, A, D
- max. Druck: 11 bar
- Hübe bis 7,0 bar: 23
- Ist-Druck (bei 7 bar auf dem Manometer): 7 bar
Hubleistung:
Handhabung:
Ventilkopf:
Genauigkeit:
Fazit: Eher einfach verarbeitete Standpumpe mit bodennahem, ultragenauem Manometer und gutem Ventilkopf. Im Vergleich nur mittelmäßiges Pumpvolumen. Langer Schlauch.
Testurteil: Sehr gut (81 Punkte)
Crankbrothers Gem Floor Pump

- Preis: 50 Euro
- Gewicht/Höhe (eingefahrene/ausgefahrene Hubstande): 1,6 kg/64–109,5 cm
- Schlauchlänge: 70 cm
- Ausstattung (S = Sclaverand-/Presta-, A = Auto-/Schrader-, D = Dunlop-/Blitz-Ventil): S, A
- max. Druck: 11 bar
- Hübe bis 7,0 bar: 36 (vol.) / 13 (pow.)
- Ist-Druck (bei 7 bar auf dem Manometer): 6,7 bar
Hubleistung:
Handhabung:
Ventilkopf:
Genauigkeit:
Fazit: Massige Pumpe mit stabilem Stand. Sehr guter Ventilkopf. Gut ablesbares, nicht supergenaues Manometerohne Zielanzeiger. Pumpen im Power-Modus kostet viel Kraft, kurzer Schlauch.
Testurteil: Gut (64 Punkte)
Lezyne Steel Floor Drive

- Preis: 60 Euro
- Gewicht/Höhe (eingefahrene/ausgefahrene Hubstande): 1,7 kg/65,5–116,5 cm
- Schlauchlänge: 127,5 cm
- Ausstattung (S = Sclaverand-/Presta-, A = Auto-/Schrader-, D = Dunlop-/Blitz-Ventil): S, A
- max. Druck: 15 bar
- Hübe bis 7,0 bar: 25
- Ist-Druck (bei 7 bar auf dem Manometer): 6,2 bar
Hubleistung:
Handhabung:
Ventilkopf:
Genauigkeit:
Fazit: Fein verarbeitete, stabile Pumpe mit überzeugendem Holzgriff und gutem Ventilkopf. Braucht recht viele Hübe bis zum nur ausreichend genauen Zielwert. Viele Ersatzteile im Angebot!
Testurteil: Gut (59 Punkte)
Pedros Prestige

- Preis: 60 Euro
- Gewicht/Höhe (eingefahrene/ausgefahrene Hubstande): 1,3 kg/68–114 cm
- Schlauchlänge: 106 cm
- Ausstattung (S = Sclaverand-/Presta-, A = Auto-/Schrader-, D = Dunlop-/Blitz-Ventil): S, A
- max. Druck: 11 bar
- Hübe bis 7,0 bar: 26
- Ist-Druck (bei 7 bar auf dem Manometer): 7,05 bar
Hubleistung:
Handhabung:
Ventilkopf:
Genauigkeit:
Fazit: Schnörkellose Pumpe, braucht viele Hübe, steht minimal wacklig. Sehr gut ablesbares, auf Griffhöhe liegendes und sehr genaues Manometer und straff sitzender, gut bedienbarer Ventilkopf.
Testurteil: Sehr Gut (82 Punkte)
SKS Airworkx

- Preis: 35 Euro
- Gewicht/Höhe (eingefahrene/ausgefahrene Hubstande): 2.0 kg/68,5–111 cm
- Schlauchlänge: 120 cm
- Ausstattung (S = Sclaverand-/Presta-, A = Auto-/Schrader-, D = Dunlop-/Blitz-Ventil): S, A, D
- max. Druck: 10 bar
- Hübe bis 7,0 bar: 22
- Ist-Druck (bei 7 bar auf dem Manometer): 6,9 bar
Hubleistung:
Handhabung:
Ventilkopf:
Genauigkeit:
Fazit: Im Vergleich schwer, top verarbeitet und ideal in der Handhabung. Die Genauigkeit des Manometers ist sehr gut, aber nicht perfekt. Flott befüllt die SKS-Pumpe Reifen mit Luft.
Testurteil: Sehr Gut (89 Punkte)
Topeak Joe Blow Sport III

- Preis: 45 Euro
- Gewicht/Höhe (eingefahrene/ausgefahrene Hubstande): 1.8 kg/68,5–115 cm
- Schlauchlänge: 80 cm
- Ausstattung (S = Sclaverand-/Presta-, A = Auto-/Schrader-, D = Dunlop-/Blitz-Ventil): S, A, D
- max. Druck: 11 bar
- Hübe bis 7,0 bar: 26
- Ist-Druck (bei 7 bar auf dem Manometer): 7 bar
Hubleistung:
Handhabung:
Ventilkopf:
Genauigkeit:
Fazit: Das am besten ablesbare Manometer im Test zeigt zudem sehr genaue Werte an. Top Ventilkopf, super Handhabung – bis auf den etwas zu kurzen Schlauch. Braucht viele Hübe. Preiswert!
Testurteil: Überragend (91 Punkte)
Zefal Profil Max FP60

- Preis: 60 Euro
- Gewicht/Höhe (eingefahrene/ausgefahrene Hubstande): 1.1 kg/67,5–119,5 cm
- Schlauchlänge: 114 cm
- Ausstattung (S = Sclaverand-/Presta-, A = Auto-/Schrader-, D = Dunlop-/Blitz-Ventil): S, A
- max. Druck: 12 bar
- Hübe bis 7,0 bar: 21
- Ist-Druck (bei 7 bar auf dem Manometer): 6,9 bar
Hubleistung:
Handhabung:
Ventilkopf:
Genauigkeit:
Fazit: Das am besten ablesbare Manometer im Test zeigt zudem sehr genaue Werte an. Top Ventilkopf, super Handhabung – bis auf den etwas zu kurzen Schlauch. Braucht viele Hübe. Preiswert!
Testurteil: Sehr Gut (79 Punkte)
Testfazit Rennradpumpen
Bei allen Rennrad-Pumpen sind maximale Drücke um 11 Bar Standard (Ausnahme: Lezyne mit 15 Bar), Bauhöhe und Gewicht variieren nur geringfügig – und spielen für die Stabilität beim Pumpen eine untergeordnete Rolle. In Sachen Verarbeitung hinterlassen vor allem SKS, Crankbrothers, Lezyne und Topeak einen sehr hochwertigen Eindruck, während Pedros im Preis-Leistungs-Vergleich etwas abfällt.
Unterschiede zeigen sich vor allem bei Ablesbarkeit und Messgenauigkeit der Manometer: Rund 0,2 Bar Abweichung sind üblich und für Hobbyschrauber akzeptabel, besonders präzise arbeiten Blackburn und Topeak. Wer exakte Druckwerte benötigt, sollte gezielt zu Modellen mit genauer Anzeige greifen – oder ein separates Prüfmanometer nutzen. Insgesamt liefern jedoch alle getesteten Pumpen eine ordentliche Performance im Werkstattalltag.
So testet BikeX Standpumpen
Pumpleistung (30 %): Um die Pumpleistung zu vergleichen, wurde mit allen Pumpen mehrfach ein Testkolben mit definiertem Volumen auf 6 und 8 bar aufgepumpt und die Zahl der notwendigen Hübe ermittelt. Um den Wert in die Praxis zu übertragen, wurde ein 25er-Reifen ebenfalls auf 6 und 8 bar aufgepumpt. Bewertet wurde nicht nur die reine Zahl der Hübe, sondern auch, wie viel Kraft bei hohen Drücken notwendig ist.
Manometer (10 %): Mittels des Testkolbens wurde die Genauigkeit der Manometer ermittelt: Wie groß ist die angezeigte Abweichung bei 6 oder 8 bar? Außerdem fließen die Ablesbarkeit sowie die Skalierung des Manometers in die Note ein.
Ventilkopf (30 %): Bewertet wurde, wie sicher der Ventilkopf auf dem Ventil sitzt: Fließt Luft am Ventil vorbei, oder landet wirklich alles im Schlauch? Wie sicher sitzt die Klemmung? Lässt sich der Hebel gut bedienen? Gibt es einen Ablassknopf, um zu stark aufgepumpte Reifen kontrolliert abzulassen?
Bedienung (30 %): Bei der Bedienung vergaben die Tester Noten für die Standsicherheit der Pumpe: Neigt sie zum Kippen oder steht sie fest? Ist auch mit Radschuhen ein sicherer Stand gewährleistet? Neigt der Kolben bei maximalem Auszug zum Verkanten? Liegt der Griff gut in der Hand, oder gibt es störende Kanten? Außerdem wurde gecheckt, ob man sich beispielsweise die Finger zwischen Griff und Kolben einklemmen kann.
Plus: 4 Tubeless-Booster im Test
Tubeless-Booster, auch Tubeless-Tanks genannt, machen das Aufpumpen von Tubless-Reifen ohne einen teuren Kompressor möglich. So funktioniert's: Erst pumpt man mit der normalen Luftpumpe den Booster auf, dann setzt man ihn auf das Ventil und mit Druck wird der Reifen aufgepumpt.
Milkit Booster

- Preis: 40 Euro
- Gewicht/Höhe: 0,2 kg/30,5 x 7,5 cm
- Schlauchlänge: -
- Ausstattung: Druckkopf, Schraubver.
- max. Druck: 11 bar
- Druck im Reifen: 0,5 bar
Handhabung:
Ventilkopf:
Mobilität:
Fazit: Die Flasche der Tubeless-Experten sieht nicht nur aus wie eine Trinkflasche, sie lässt sich auch als solche nutzen. Hält für die Größe relativ viel Luftvolumen vor, verträgt sich aber nur mit den Milkit-Ventilen wirklich gut.
Testurteil: Gut
Schwalbe Tire Booster

- Preis: 60 Euro
- Gewicht/Höhe: 0,5 kg/37,5 x 7,5 cm
- Schlauchlänge: 56,5 cm
- Ausstattung: Ventilkopf, Klettband
- max. Druck: 11 bar
- Druck im Reifen: 1 bar
Handhabung:
Ventilkopf:
Mobilität:
Fazit: Schwere, massive Flasche, gut ausreichendes Luftvolumen für MTB-Reifen. Lässt sich prima befüllen, der Ventilkopf funktioniert "nur" gut. Der lange Schlauch ist top, jedoch steht die Flasche selbst eher wackelig auf dem Boden.
Testurteil: Sehr gut
Topeak Tubi Booster X

- Preis: 80 Euro
- Gewicht/Höhe: 1,0 kg/36,5 x 8,5 cm
- Schlauchlänge: 31,5 cm
- Ausstattung: -
- max. Druck: 14 bar
- Druck im Reifen: 1 bar
Handhabung:
Ventilkopf:
Mobilität:
Fazit: Der Topeak-Booster ist dem Schwalbe in der Funktion ähnlich, aber noch schwerer. Hat dafür den besseren Ventilkopf, aber leider den kürzeren Schlauch. Auch hier: nicht gut einhändig bedienbar, steht eher wackelig.
Testurteil: Sehr gut
Zéfal Tubeless Tank

- Preis: 80 Euro
- Gewicht/Höhe: 1,7 kg/13 x 17,5 x 36 cm
- Schlauchlänge: 96,5 cm
- Ausstattung: -
- max. Druck: 16 bar
- Druck im Reifen: 2,5 bar
Handhabung:
Ventilkopf:
Mobilität:
Fazit: Der Tubeless Tank von Zéfal ist sehr kastig und groß, lässt sich dennoch relativ gut verstauen. Richtig überzeugend: Der lange Schlauch ist sehr komfortabel, der Stand sicher. Via Pedal stopfte er 2,5 Bar in den Testreifen!
Testurteil: Sehr gut
Fazit: Wer auf Qualität setzt, spart Nerven
13 Standpumpen im Test – alle Modelle haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Unterschiede zeigen sich vor allem im Detail: bei Ergonomie und Standfestigkeit, bei der Ablesbarkeit des Manometers oder beim Ventilkopf. Während einige Pumpen besonders präzise arbeiten und auch hohe Drücke mühelos erreichen, punkten andere mit komfortabler Bedienung oder einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.
Entscheidend ist letztlich der Einsatzzweck: Wer regelmäßig Rennradreifen auf hohen Druck bringt, sollte auf ein exakt arbeitendes Manometer und einen langen, leichtgängigen Hub achten. Für Alltags- und Trekkingräder sind dagegen vor allem Stabilität, einfache Ventilhandhabung und Robustheit gefragt.
Unterm Strich zeigt der Test: Eine gute Standpumpe ist kein spektakuläres, aber ein unverzichtbares Werkzeug – und wer hier auf Qualität setzt, spart langfristig Zeit, Nerven und im Zweifel auch Luft.










