Der neue Preis-Leistungs-Schock: Canyons 3.999-€-Bike hat Ausstattung der 8.000-€-Klasse

Canyon Torque AL im Test
Mullet-Freerider mit Top-Preis-Leistung

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.06.2026
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Aktueller geht es nicht. Noch vor der offiziellen Präsentation schaffte es das brandneue Canyon Torque in unsere Testwerkstatt.

Oliver Wittmers
Testfahrer

Kurz & Knapp: Canyon Torque AL

  • Preis: 3999 Euro
  • Gewicht: 17,1 kg
  • Größen: S, M, L und XL
  • Rahmenmaterial: Aluminium
  • Federweg: 180-/180-mm-Federweg
Detailaufnahme eines Mountainbike-Hinterbaus mit Ausfallende, Scheibenbremse und Hand, die ein Bauteil hält. Die Aufnahme stammt vom Event MTB Beerfelden und zeigt ein eignerframes-Bike.
Stefan Eigner - eignerframes

Ausstattung und Details

Im Vergleich zum Vorgänger hat sich beim Freerider der Koblenzer einiges getan. Anders als das Vormodell ist das neue Torque ausschließlich mit Aluminiumrahmen erhältlich. Außerdem setzt das Bike nun konsequent auf ein Mullet-Setup.

Neu ist auch ein High-/Low-Flip-Chip für die Geo-Anpassung sowie die austauschbaren Ausfallenden, um die Kettenstrebenlänge um 10 mm anzupassen. Für maximale Abfahrtsfähigkeiten auf Enduro-Strecken und ausreichend Reserven bei gigantischen Sprüngen wurde der Federweg nun vorne und hinten auf 180 mm aufgebockt.

Canyon-typisch ist die Preis-Leistung: Das Einstiegsmodell startet bei attraktiven 2499 Euro und liefert ein Rock-Shox-Base-Fahrwerk und Shimano-Deore-Schaltung. Unser Testbike, das Topmodell mit Fox-Factory-Fahrwerk und neuer Sram-Maven-Bremse, kostet schlanke 3999 Euro.

Fahreindruck Canyon Torque AL

Jetzt aber ab in den Lift und hoch zum Trailstart. Auf Tempo gebracht zeigt sich das Canyon unaufhaltsam. Wurzeln, Steine, Bremswellen: All das schluckt das Factory- Fahrwerk problemlos und sorgt für massig Traktion und Komfort. Selbst beim Anbremsen ist kein Verhärten des Hinterbaus zu spüren. Dazu dürfte auch der DEG-Freilauf von DT Swiss beitragen, der den Pedalrückschlag reduziert.

Der mit 495 mm eher lang gehaltene Reach bietet viel Bewegungsfreiheit auf dem Bike, sofort fühlt man sich integriert. Die etwas höhere Front ermöglicht eine kraftschonende, passive Fahrweise. Wer jedoch Körner übrig hat, kann mit aktivem Körpereinsatz aus dem Torque einen echten Trailstyler machen. Angenehm lässt sich das Bike in Anlieger legen. Stoisches Renntempo darf man nicht erwarten. Dafür bietet es brutale Sicherheit und ist im Park jeder Situation gewachsen. Perfekt für das dicke Gap auf der Downhillstrecke oder den neuen Sprung auf der Jumpline. Mit der nahezu perfekten Balance aus Laufruhe und Verspieltheit in Kombination mit massig Federweg, erstklassiger Komponentenwahl und der Wohlfühlgeometrie ist die Neuauflage des Freeride-Klassikers mehr als gelungen.

Das mochten die Tester

 top Preis-Leistung

 High-End-Komponenten

 feinfühliges Fahrwerk

 anpassbare Geometrie

 Allround-Qualitäten auf technischen Sektionen und flowigen Jumplines

Das mochten die Tester weniger

 hohes Gewicht

Fazit