Aktueller geht es nicht. Noch vor der offiziellen Präsentation schaffte es das brandneue Canyon Torque in unsere Testwerkstatt.

Das neue Canyon Torque AL ist das perfekte Bike für den Parkeinsatz. Es bietet eine High-End-Ausstattung und ein poppiges, zugleich komfortables Fahrwerk.
Kurz & Knapp: Canyon Torque AL
- Preis: 3999 Euro
- Gewicht: 17,1 kg
- Größen: S, M, L und XL
- Rahmenmaterial: Aluminium
- Federweg: 180-/180-mm-Federweg

Über austauschbare Ausfallenden lässt sich die Kettenstrebenlänge um 10 Millimeter verlängern.
Ausstattung und Details
Im Vergleich zum Vorgänger hat sich beim Freerider der Koblenzer einiges getan. Anders als das Vormodell ist das neue Torque ausschließlich mit Aluminiumrahmen erhältlich. Außerdem setzt das Bike nun konsequent auf ein Mullet-Setup.
Neu ist auch ein High-/Low-Flip-Chip für die Geo-Anpassung sowie die austauschbaren Ausfallenden, um die Kettenstrebenlänge um 10 mm anzupassen. Für maximale Abfahrtsfähigkeiten auf Enduro-Strecken und ausreichend Reserven bei gigantischen Sprüngen wurde der Federweg nun vorne und hinten auf 180 mm aufgebockt.
Canyon-typisch ist die Preis-Leistung: Das Einstiegsmodell startet bei attraktiven 2499 Euro und liefert ein Rock-Shox-Base-Fahrwerk und Shimano-Deore-Schaltung. Unser Testbike, das Topmodell mit Fox-Factory-Fahrwerk und neuer Sram-Maven-Bremse, kostet schlanke 3999 Euro.
Fahreindruck Canyon Torque AL
Jetzt aber ab in den Lift und hoch zum Trailstart. Auf Tempo gebracht zeigt sich das Canyon unaufhaltsam. Wurzeln, Steine, Bremswellen: All das schluckt das Factory- Fahrwerk problemlos und sorgt für massig Traktion und Komfort. Selbst beim Anbremsen ist kein Verhärten des Hinterbaus zu spüren. Dazu dürfte auch der DEG-Freilauf von DT Swiss beitragen, der den Pedalrückschlag reduziert.
Der mit 495 mm eher lang gehaltene Reach bietet viel Bewegungsfreiheit auf dem Bike, sofort fühlt man sich integriert. Die etwas höhere Front ermöglicht eine kraftschonende, passive Fahrweise. Wer jedoch Körner übrig hat, kann mit aktivem Körpereinsatz aus dem Torque einen echten Trailstyler machen. Angenehm lässt sich das Bike in Anlieger legen. Stoisches Renntempo darf man nicht erwarten. Dafür bietet es brutale Sicherheit und ist im Park jeder Situation gewachsen. Perfekt für das dicke Gap auf der Downhillstrecke oder den neuen Sprung auf der Jumpline. Mit der nahezu perfekten Balance aus Laufruhe und Verspieltheit in Kombination mit massig Federweg, erstklassiger Komponentenwahl und der Wohlfühlgeometrie ist die Neuauflage des Freeride-Klassikers mehr als gelungen.
Das mochten die Tester
top Preis-Leistung
High-End-Komponenten
feinfühliges Fahrwerk
anpassbare Geometrie
Allround-Qualitäten auf technischen Sektionen und flowigen Jumplines
Das mochten die Tester weniger
hohes Gewicht





