
Kurz zurechtgezupft und ab auf den Trail. Die VPD-Protektoren kommen ohne Klettverschluss aus.
Kurz & knapp: Poc VPD Max
- Knie- und Ellenbogenschoner für Gravity- und Enduro-Einsatz
- Zweilagige Konstruktion zur Energieabsorption
- Mips-ähnliches Wirkprinzip für Knie und Ellenbogen
- Strumpf-Konstruktion ohne Klettverschluss
- Gummierung schützt vor Verrutschen
- In fünf Größen von XS bis XL erhältlich
- Knieschoner: 150 Euro UVP
- Ellenbogenschoner: 130 Euro UVP
Poc VPD Max Knie

Der Stoff ist aus atmungsaktivem Lycra. Der zweilagige VPD-Protektor besitzt die Level-2-Downhill-Zertifizierung.
Mit dem VPD Max bietet POC einen Knieprotektor an, der speziell für den Gravity- und Enduro-Einsatz entwickelt wurde. Der Protektor ist in fünf Größen von XS bis XL erhältlich und kostet 150 Euro.

Im Test hat mich der VPD Max vor allem durch seinen angenehmen Sitz überzeugt. Obwohl der Protektor nur wie ein Strumpf über das Bein gezogen wird und keine zusätzlichen Riemen oder Klettverschlüsse besitzt, blieb er während der gesamten Fahrt zuverlässig an seinem Platz. Verrutscht ist am Knie schon ab der ersten Fahrt nichts, trotzdem sollte man sich bei der Größenwahl etwas Zeit nehmen, da die Passform für den Halt entscheidend ist.
Auch beim Pedalieren hat mich der Protektor nicht gestört. Er sitzt angenehm eng, schränkt die Bewegungsfreiheit kaum ein und war selbst an den heißesten Tagen gut belüftet. Gerade auf längeren Touren oder bei vielen Anstiegen war das ein klarer Vorteil. Im Dauereinsatz zeigte der VPD Max außerdem keine Schwächen oder Ausfallerscheinungen.
Insgesamt hat der Protektor bei mir einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Er verbindet einen sicheren Sitz mit hohem Tragekomfort und guter Belüftung und das trotz Level-2-Zertifizierung.
Eine Besonderheit des VPD Max ist seine zweilagige Konstruktion. Die beiden Schichten können sich bei einem Aufprall gegeneinander verschieben. Dadurch soll ein Teil der entstehenden Energie absorbiert werden. Das Prinzip erinnert an das aus Helmen bekannte Mips-System, wurde beim VPD Max jedoch auf den Kniebereich übertragen.
Der Protektor wird wie ein Strumpf über das Bein gezogen. Auf separate Verschlüsse, Riemen oder Klettsysteme verzichtet POC. Für zusätzlichen Halt ist der Einstieg des Protektors mit einer Gummierung versehen. Da keine individuelle Fixierung möglich ist, kommt der Wahl der richtigen Größe eine besondere Bedeutung zu.
Poc VPD Max Ellbogen

Der Aufbau der Ellbogen-Schoner ist identisch zum Knieschoner. Der Preis ist entsprechend der kleineren Größe dafür 20 Euro günstiger.
Der Aufbau des Ellbogenprotektors ist quasi identisch zum Knieprotektor. Auch er besitzt das Mips-ähnliche, zweilagige Design und wird über Gummi-Noppen an Ein- und Ausstieg am Arm festgehalten. Form und Größe sind natürlich dem Ellbogen angepasst.

Anders als Knieschoner, fahre ich nur selten mit Ellbogen-Protektion. Auch dieses neue Poc-Set konnte das zu Beginn nicht ändern. Bei der ersten Runde rutschten die Protektoren unangenehm in die Ellbogen, und das, obwohl ich vorsorglich eine extra kleinere Größe gewählt habe. Also einmal zurechtgezogen, und wie aus Wunderhand saßen die Schoner bei der zweiten Abfahrt bombenfest. Vermutlich sorgt die Gummierung erst in Kombination mit etwas Schweiß zu einem wirklich stabilen Sitz in der sehr beweglichen Armbeuge.
In Sachen Bewegungsfreiheit sind die VPD Max erstklassig, kein Drücken oder Quetschen und auch die leichte Armbeugung im Downhill wird nicht durch die Schalen-Konstruktion behindert.
Auch wenn der zeitweise lose Sitz auf der ersten Fahrt anfangs nervt, sind die Poc VPD Max ab der zweiten Abfahrt die ersten Ellbogen-Protektoren die mir nicht dauerhaft oder im Sturzfall vom Gelenk rutschen. So gehören sie für mich auf jeden Fall in die Tasche, geht es auf den nächsten Enduro-Trip oder mit dem Dowhill-Bike in den Bikepark.
Angeboten werden die Protektoren in fünf Größen von XS bis XL und sind mit 130 Euro genau 20 Euro günstiger als das Kniemodell.





