Nach holprigem Start inklusive Rückrufen ist das Rose Scrub wieder bereit für den Bikepark. Anfang 2025 häuften sich Meldungen über Risse am Steuerrohr. Nach einem Rückruf und einer Überarbeitung der sensiblen Stelle ist das Scrub seit dem vergangenen Herbst wieder verfügbar.

Das Rose Scrub überrascht mit seiner Agilität. Die Doppelbrücken-Gabel bringt viel Sicherheit und Traktion am Vorderrad. Ein reines Downhill-Race-Feeling kommt mit dem Versender-Parkbike allerdings weniger auf.
Kurz & Knapp: Rose Scrub
- Preis: 4800 €
- Gewicht: 17,6 kg
- Größen: S, M, L und XL
- Rahmenmaterial: Aluminium
- Federweg: 200-/200-mm-Federweg

Die Abdeckung ist schick gelöst. Für einen schnellen Rebound muss man den Drehknopf allerdings entnehmen.
Ausstattung und Details
Als reines Parkbike ist das Scrub breit aufgestellt. Neben drei DC-Modellen mit Doppelbrückengabel gibt es auch eine Single-Crown-Version. Die SC-Version kostet 3200 Euro, die Doppelbrücken-Versionen liegen je nach Ausstattung zwischen 3200 oder 4800 Euro.
Für unseren Test orderten wir das Scrub DC 3, ausgestattet mit der massiven Rock-Shox-Boxxer-Ultimate-Federung des Modelljahrs 2026, sprich ohne Linear-XL-Luftfeder, aber mit stolzen 200 mm Federweg. Auch am Heck kitzelt der Vivid Ultimate (2026) 200 mm aus dem Hinterbau.
Klares Downhill-Segment, dafür spricht auch die Sram-X01-7-fach-Schaltung und die starre Sattelstütze. Dennoch bewirbt Rose das Scrub nicht als Rennmaschine, sondern in erster Linie als Begleiter für lange Bikepark-Tage. Eine andere, deutlich konsequentere Auslegung der Kategorie als bei vielen anderen Herstellern.
Fahreindruck Rose Scrub DC 3
Bergauf pedalieren ist mit dem Scrub eigentlich gar nicht mehr möglich. In der Abfahrt bringt die Doppelbrücke bringt zwar eine deutlich spurstabilere Front und verzeiht mehr Fehler als Single-Crown-Federgabeln.
So ganz nach Renntempo auf der rauesten Downhillstrecke giert das Rose aber nicht. Das dürfte für viele Bikeparks jedoch fast schon von Vorteil sein. So versinkt das Fahrwerk nicht im Federweg, bleibt agiler, als die fast 18 kg vermuten lassen.
Die Position im Rad ist angenehm ausbalanciert, mit viel Laufruhe gleitet es über Wurzelteppiche hinweg, auch wenn andere Hinterbauten im Test noch etwas mehr Komfort bieten.
Praktisch: die magnetische Dämpferabdeckung, die vor Schlammbeschuss schützt. Fährt man eine sehr schnelle Zugstufe, dreht sich der Rebound-Knopf so weit heraus, dass sich die Abdeckung nicht mehr schließen lässt. Der Verstellknopf muss dann entfernt werden und kann so schnell verloren gehen. Ein weiteres Manko ist die Reifenwahl: Eine weichere Gummimischung wäre hier sinnvoll. Rollwiderstand bergauf spielt an einem reinen Parkbike ohnehin kaum eine Rolle.
Das mochten die Tester
am Preis gemessen sehr gute Ausstattung
laufruhig, auch bei hohen Geschwindigkeiten
wartungsfreundliche Kabelführung
für ein Rad mit Doppelbrücke überraschend lebendig und agil
Das mochten die Tester weniger
versprüht kein echtes "Downhill-Feeling"
Dämpfercover stößt bei schnellem Rebound-Setting am Knopf an





