Erstklassiges Fahrwerk trifft clevere Details: Ist das das perfekte Enduro-Bike?

Scott Ransom 910 im Test
Die Rennmaschine mit dem geheimen Dämpfer

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 14.05.2026
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2019 übernahm Scott den Schweizer Hersteller Bold. Seitdem prägt das integrierte Dämpferkonzept der mittlerweile eingstellten Boutique-Marke viele Scott-Modelle. 2024 bekam auch das Enduro Ransom den versteckten Dämpfer. Dieser ist, vor Schlammbeschuss geschützt, im Rahmen liegend platziert.

Oliver Wittmers
Testfahrer

Kurz & Knapp:

  • Preis: 5599 €
  • Gewicht: 17,4 kg
  • Größen: S, M, L und XL
  • Rahmenmaterial: Carbon/Aluminium
  • Federweg: 170-/170-mm-Federweg
Detailaufnahme eines Mountainbike-Rahmens mit geöffnetem Unterrohrfach, in dem Werkzeug und Ersatzteile verstaut sind. Zu sehen ist ein FOX-Federbein und ein Syncros-Multitool-System.
Stefan Eigner - eignerframes

Ausstattung und Details

im Rahmen kann man einerseits das Fahrwerk einstellen, andererseits finden dort ein Minitool und ein Ersatzschlauch im Rahmen Platz. Aktuell gibt es drei Ausstattungsvarianten des Ransoms.

Für 3899 Euro bietet das Ransom 920 ein Marzocchi-Fahrwerk, das Topmodell Ransom 900 RC für 7599 Euro kommt mit High-End-Ausstattung rund um die Fox-Podium-Gabel und eine Sram- X0-Transmission-Schaltung.

Im Test: das Ransom 910, das mittlere der Ransom-Modelle. An diesem ist eine Zeb Select Plus verbaut und der in Zusammenarbeit mit Fox entwickelte FloatX-Nude-Dämpfer, der mit dem typischen Scott-USP kommt: Das Fahrwerk lässt sich per Lenker-Remote anpassen. Am Ransom übernimmt das der Trac-Loc-Hebel, der zwischen den Modi Climb, Ramp Control und Descend wechselt. Im offenen Zustand stehen 170 mm Federweg bereit für den Trail. Im Ramp-Control-Modus wird eine zusätzliche Luftkammer im Dämpfer geschlossen. Dadurch wird der Dämpfer progressiver und steht höher im Federweg.

Fahreindruck Scott Ransom 910

Aus der Fabrik rollt das Ransom auf 29-Zoll-Reifen, über einen Flip-Chip lässt sich das Rad aber auf Mullet umbauen. Die verbaute Sram-Maven-Bronze-Bremse zeigte auf den ersten Trail-Metern die gewohnt bissig-kraftvolle Performance, verlor jedoch schon nach wenigen Abfahrten den Druckpunkt und musste entlüftet werden.

Ansonsten zeigte sich das Ransom als sehr fähiges Enduro. Für den Einsatz im Bikepark oder für die lange Pedalierrunde – auch dank Climb-Modus, der das Fahrwerk stark strafft und so Wippen effektiv verhindert.

Bergab verleitet das Ransom dazu, die Bremse offen zu lassen. Der Hinterbau spricht fein an, bietet viel Support im mittleren Federwegsbereich und eine angenehme Endprogression. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt, ohne unkomfortabel zu sein. Die tiefere Front trägt zum Race-Charakter des Rads bei, erfordert jedoch einen aktiveren Fahrstil.

Das mochten die Tester

 erstklassiges Fahrwerk, viel Support im mittleren Federwegsbereich

 durchdachte Detaillösungen im Rahmen

 sehr leise

 motiviert zu schnellem Fahren

Das mochten die Tester weniger

 Bremse verlor im Test sehr schnell den Druckpunkt

 tiefe Front kostet Kraft

Fazit