2019 übernahm Scott den Schweizer Hersteller Bold. Seitdem prägt das integrierte Dämpferkonzept der mittlerweile eingstellten Boutique-Marke viele Scott-Modelle. 2024 bekam auch das Enduro Ransom den versteckten Dämpfer. Dieser ist, vor Schlammbeschuss geschützt, im Rahmen liegend platziert.

Das Scott überzeugt mit einem erstklassigen Hinterbau und sinnvoll gewählten Parts. Die Renn-DNA ist auf dem Trail deutlich spürbar – es schreit förmlich nach Vollgas.
Kurz & Knapp:
- Preis: 5599 €
- Gewicht: 17,4 kg
- Größen: S, M, L und XL
- Rahmenmaterial: Carbon/Aluminium
- Federweg: 170-/170-mm-Federweg

Hinter der Dämpferabdeckung findet man ein Tool und einen Schlauch, der klapperfrei im Rahmen sitzt.
Ausstattung und Details
im Rahmen kann man einerseits das Fahrwerk einstellen, andererseits finden dort ein Minitool und ein Ersatzschlauch im Rahmen Platz. Aktuell gibt es drei Ausstattungsvarianten des Ransoms.
Für 3899 Euro bietet das Ransom 920 ein Marzocchi-Fahrwerk, das Topmodell Ransom 900 RC für 7599 Euro kommt mit High-End-Ausstattung rund um die Fox-Podium-Gabel und eine Sram- X0-Transmission-Schaltung.
Im Test: das Ransom 910, das mittlere der Ransom-Modelle. An diesem ist eine Zeb Select Plus verbaut und der in Zusammenarbeit mit Fox entwickelte FloatX-Nude-Dämpfer, der mit dem typischen Scott-USP kommt: Das Fahrwerk lässt sich per Lenker-Remote anpassen. Am Ransom übernimmt das der Trac-Loc-Hebel, der zwischen den Modi Climb, Ramp Control und Descend wechselt. Im offenen Zustand stehen 170 mm Federweg bereit für den Trail. Im Ramp-Control-Modus wird eine zusätzliche Luftkammer im Dämpfer geschlossen. Dadurch wird der Dämpfer progressiver und steht höher im Federweg.
Fahreindruck Scott Ransom 910
Aus der Fabrik rollt das Ransom auf 29-Zoll-Reifen, über einen Flip-Chip lässt sich das Rad aber auf Mullet umbauen. Die verbaute Sram-Maven-Bronze-Bremse zeigte auf den ersten Trail-Metern die gewohnt bissig-kraftvolle Performance, verlor jedoch schon nach wenigen Abfahrten den Druckpunkt und musste entlüftet werden.
Ansonsten zeigte sich das Ransom als sehr fähiges Enduro. Für den Einsatz im Bikepark oder für die lange Pedalierrunde – auch dank Climb-Modus, der das Fahrwerk stark strafft und so Wippen effektiv verhindert.
Bergab verleitet das Ransom dazu, die Bremse offen zu lassen. Der Hinterbau spricht fein an, bietet viel Support im mittleren Federwegsbereich und eine angenehme Endprogression. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt, ohne unkomfortabel zu sein. Die tiefere Front trägt zum Race-Charakter des Rads bei, erfordert jedoch einen aktiveren Fahrstil.
Das mochten die Tester
erstklassiges Fahrwerk, viel Support im mittleren Federwegsbereich
durchdachte Detaillösungen im Rahmen
sehr leise
motiviert zu schnellem Fahren
Das mochten die Tester weniger
Bremse verlor im Test sehr schnell den Druckpunkt
tiefe Front kostet Kraft





