Moment mal – SUV ohne vier Räder? Ja, richtig gelesen! SUV steht zwar für "Sport Utility Vehicle" und kommt ursprünglich aus der Auto-Welt – aber genau da liegt die Ironie: Diese Bikes wollen den Blechkisten nämlich den Kampf ansagen. Und ehrlich? Die Chancen stehen gut.
Was können E-SUVs eigentlich?
Die Antwort: So ziemlich alles, was du im Alltag brauchst – und noch ein wenig mehr:
- Feierabendbier? Ab in den Biergarten – dank Licht und Schutzblechen auch bei Schietwetter kein Problem.
- Pendeln? Laptop in die Seitentasche, ab ins Büro oder Lieblingscafé. Quasi ein Business-Trip auf zwei Rädern!
- Einkaufen? Der Gepäckträger schleppt bis zu 25 kg. Da passt der Wocheneinkauf drauf – oder ein Kindersitz.
- Zu spät dran? Einfach die Treppe als Abkürzung nehmen oder über den Bordstein hüpfen. Die Federung macht's möglich, der Stau wird zum Problem anderer Leute.
- Offroad-Lust? Feldwege, Wiesen, leichte Trails – kein Problem. Nur die Packtaschen gut festzurren, sonst liegen die Einkäufe im Gebüsch...

Als BikeX-Redakteur habe ich das riesige Glück, fast wöchentlich neue E-Bikes auf Herz und Nieren zu prüfen. Die bunte Mischung begeistert mich immer wieder: Vom schicken City-Cruiser über den treuen Touren-Begleiter bis hin zur Offroad-Maschine ist alles dabei. Schaut doch mal rein, was ich schon alles gefahren bin: Alle getesteten Räder findest du hier in der Übersicht!
Für mich zählt dabei vor allem eins: Wie schlägt sich ein Rad im Alltag? Technische Daten sind das eine, aber das echte Gefühl bekomme ich erst draußen. Auf dem Weg nach Hause, mit der schweren Einkaufstasche oder wenn der Waldweg mal wieder zur Schlammschlacht wird. Ich höre genau hin, was der Motor macht, fühle, wie das Rad reagiert, und freue mich wie ein Kind, wenn mich ein Bike mit einem breiten Grinsen im Gesicht zurücklässt.
Woran man die besten E-Bikes erkennt? Ganz einfach: Man denkt gar nicht mehr über den Motor nach. Man genießt einfach nur den Moment und den Fahrtwind.
Ich wünsche euch viel Freude beim Lesen!
Was wir im Test gelernt haben
Wir haben zusammen mit dem MOUNTAINBIKE Magazin sechs vollgefederte SUV-E-MTBs von Aventon, Cube, Bulls, Kalkhoff, Haibike und Riese & Müller über Trails und durch den Alltag gejagt. Unser Kurz-Fazit von Tester Florian Storch:
Die besten E-SUVs im Test 2026!
SUV-E-MTBs sind so etwas wie das Schweizer Taschenmesser unter den Fahrrädern: praktisch wie ein Citybike, spaßig wie ein Mountainbike – und stylish genug, um überall eine gute Figur zu machen. Wer die Verkehrswende mit Spaßfaktor will, ist hier genau richtig.
Aventon Current Rec

Das Aventon ist ein echtes Schnäppchen.
Preis: 3.499 €
Motor & Akku: Aventon Ultro S+ (bis 100 Nm, 750 W), 800 Wh
Federweg: 140/140 mm (X-Fusion E-Slide 34 / O2 Pro RL)
Schaltung: Shimano Cues, 1 × 10 Gänge
Kurz-Fazit: Ein vielseitiges E-SUV mit klaren MTB-Genen und herausragender Preis-Leistung. Bergauf wie bergab überzeugt die ausbalancierte Geometrie, der Motor liefert satten, gut dosierbaren Schub. Kleine Schwächen bei Schutzblechen und Bedienung trüben den ansonsten hohen Fahrspaß kaum.
Vor- & Nachteile:
Starke Preis-Leistung – mit Abstand das günstigste Bike im Test
Satte, gut dosierbare Motorpower; Geometrie bergauf wie bergab top
Schwergängige Lenker-Remote, klappernde Alu-Schutzbleche
Hinterbau arbeitet eher zäh; Reifen verlieren bei Nässe früh Grip
Bulls Vuca Evo FS2

Bulls setzt auf Pinions Getriebe-Motor-Einheit, kurz "MGU" genannt.
Preis: 6.999 €
Motor & Akku: Pinion MGU E1.12 (85 Nm, 600 W), 800 Wh
Federweg: 120/120 mm (Fox 34 Float AWL / Fox Float P-S)
Schaltung: Pinion-Getriebeeinheit, 1 × 12 Gänge, Gates-Zahnriemen
Kurz-Fazit: Das Bulls setzt als einziges Testbike auf Pinions integrierte Motor-/Getriebeschalteinheit – extrem wartungsarm und mit praxisgerechter Schaltautomatik. Der tiefe Schwerpunkt sorgt trotz 30 kg für ein erstaunlich agiles Handling. Im Steilen bergab fehlt es etwas an Bremspower hinten.
Vor- & Nachteile:
Sehr wartungsarme Getriebeeinheit mit praxisgerechter Schaltautomatik
Komfortable Sitzposition, satte Motorpower, tiefer Schwerpunkt
Motor teils laut
Hinterradbremse mit 180-mm-Scheibe zu schwach dimensioniert
Cube Stereo Hybrid One 44 EXC 800 FE

Das Cube kommt mit Stotter-Bremse daher.
Preis: 4.899 €
Motor & Akku: Bosch Performance Line CX 5 (120 Nm, 750 W), 800 Wh
Federweg: 140/140 mm (Fox 36 Float AWL Rail 2.0 / Fox Float Rhythm RC)
Schaltung: Shimano Deore XT, 1x11 Gänge
Kurz-Fazit: Das Cube ist im Grunde ein echtes E-MTB mit vollständiger SUV-Ausstattung. Das sensible Fox-Luftfahrwerk, das Bosch-ABS-Pro-System und der druckvolle CX-5-Motor bilden ein beeindruckendes Gesamtpaket. Bergauf wie bergab das ausgewogenste Bike im Test.
Vor- & Nachteile:
Tolle Bergauf- und Bergabqualitäten; top Bremskontrolle dank Bosch ABS Pro
Komfortables Fox-Fahrwerk, starker Bosch-Motor, ergonomisches Cockpit
Preis etwas höher durch Bosch-ABS-System
Reifen (Schwalbe Nobby Nic Performance) mit wenig Grip auf kernigen, nassen Trails
Haibike Adventr 6 Low

Mutig: Das Haibike ist ein Tiefeinsteiger.
Preis: 4.999 €
Motor & Akku: Bosch Performance Line PX (90 Nm, 700 W), 800 Wh
Federweg: 120/100 mm (Rock Shox Reba RL / Rock Shox Deluxe Select)
Schaltung: Shimano Cues, 1x11 Gänge
Kurz-Fazit: Das Haibike mit tiefgezogenem Rahmen punktet mit lebendigem Handling und spritzigem PX-Motor. Die Vollfederung bietet soliden Komfort, stößt bei gröberen Abfahrten aber an ihre Grenzen. Ideal für genussvolle, flotte Fahrten auf Pendlerstrecken und moderaten Wegen abseits des Asphalts.
Vor- & Nachteile:
Moderat-sportliche Sitzposition, traktionsstarkes Fahrwerk, agiler Charakter
Leichter Einstieg dank Low-Rahmen; mit 28,8 kg recht leicht; Range-Extender nachrüstbar
Bremse hinten schwach (180-mm-Scheibe)
Wenig Laufruhe bei hohem Tempo durch steilen 68°-Lenkwinkel
Kalkhoff Entice 7+ Move

Kalkhoff stellt mit dem Entice eher ein vollgefedertes Trekkingrad auf die Räder.
Preis: 5.799 €
Motor & Akku: Bosch Performance Line CX 5 (bis 100 Nm), 600 Wh
Federweg: 130/130 mm (SR Suntour Zeron 36 Air / SR Suntour Edge)
Schaltung: Shimano Cues, 1x10 Gänge
Kurz-Fazit: Das Kalkhoff ist der Trekking-Exot im Testfeld – komfortabel, robust und tourentauglich, aber weniger geländeaffin als die Konkurrenz. Hohes Gewicht und kleiner Akku schmälern die Reichweite. Für gemütliche Touren und Alltag gut, für sportive Trail-Ausflüge weniger geeignet.
Vor- & Nachteile:
Schubstarker Bosch-Motor, komfortables Fahrwerk, gute Reifen
Bis 25 kg Gepäck tragbar; leichter Akkuausbau seitlich; auch als Wave-Rahmen erhältlich
Hohes Gewicht (32,8 kg), kleiner 600-Wh-Akku, Übersetzung wenig bergtauglich
Front in schnellen Abfahrten nervös; Schutzblech-Befestigung löst sich auf Rüttelwegen
Riese & Müller Homage 5 Pinion

Das Riese & Müller versteht sich eher als kommdoder Tourer.
Preis: ab 8.599 €
Motor & Akku: Pinion MGU E1.12 (85 Nm, 600 W), 800 Wh
Federweg: 120/120 mm (Fox AWL-Serie, vorn und hinten)
Schaltung: Pinion-Getriebeeinheit, 1 × 12 Gänge, Gates-Zahnriemen
Kurz-Fazit: Das Homage5 Pinion ist ein ultranobel ausgestatteter, vollgefederter Komfort-Tourer der Extraklasse – quasi der Luxus-SUV unter den E-Bikes. Pinions wartungsfreie Motor-Getriebe-Einheit liefert gewaltigen Schub, die Schaltautomatik funktioniert im Alltag ausgereift. Fox-Fahrwerk, Supernova-Licht und bissige Bremsen runden das Premium-Paket ab. Wer höchsten Komfort auf ausgedehnten Touren sucht und das nötige Budget mitbringt, wird belohnt – muss aber mit dem hohen Gewicht, der Motorlautstärke und dem saftigen Preis leben.
Vor- & Nachteile:
Ausgesprochen bequemes Fahrwerk; kräftiger Motor mit reichweitenstarkem 800-Wh-Akku
Sehr gute, dem Preis angemessene Ausstattung
Motor besonders in niedrigen Gängen deutlich hörbar; spürbare Schaltsprünge
Mit 33,9 kg sehr schwer; mit mindestens 8.599 € alles andere als ein Schnäppchen; kein ABS verfügbar





