Plötzlich wollen alle gebrauchte E-Bikes – dahinter steckt ein klarer Grund

Neue Studie
Plötzlich wollen alle gebrauchte E-Bikes

ArtikeldatumVeröffentlicht am 11.06.2026
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Zwei Mitarbeitende von Rebike in der Werkstatt.
Foto: Rebike

Der Markt für gebrauchte E-Bikes gewinnt weiter an Bedeutung. Laut einer aktuellen, repräsentativen Studie im Auftrag des Refurbishment-Spezialisten Rebike sind 93 Prozent der Befragten grundsätzlich offen für den Kauf eines wiederaufbereiteten E-Bikes. Besonders auffällig: Mehr als die Hälfte würde ein solches Rad bevorzugt bei einem professionellen Anbieter kaufen.

Für die Untersuchung befragte das Marktforschungsinstitut Appinio 1.000 Personen in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Gebrauchtmarkt zunehmend professionalisiert und das Vertrauen in professionell aufbereitete Fahrräder deutlich wächst.

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BikeX-Autorin

Refurbished E-Bikes erreichen Smartphone-Niveau

61,8 Prozent der Befragten können sich den Kauf eines professionell aufbereiteten E-Bikes vorstellen. Damit erreicht die Akzeptanz laut Rebike ein Niveau, das bislang vor allem von etablierten Refurbished-Produkten wie Smartphones bekannt war.

Dabei spielt der Preis offenbar nicht die wichtigste Rolle. Entscheidend für die Kaufentscheidung sind vor allem Transparenz und Vertrauen. Fast die Hälfte der Befragten (49,1 Prozent) wünscht sich einen individuellen Prüf- und Aufbereitungsbericht. 40,8 Prozent nennen unabhängige Testurteile als wichtiges Vertrauensmerkmal. Bekannte Fahrradmarken (30,5 Prozent) sowie etablierte Motorhersteller wie Bosch oder Shimano (28,1 Prozent) folgen auf den weiteren Plätzen.

Professionelle Anbieter liegen deutlich vor Privatverkäufen

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Beim bevorzugten Kaufkanal zeigt sich ein klarer Trend: 53,4 Prozent würden ein gebrauchtes E-Bike bei einem professionellen Refurbishment-Anbieter erwerben. Der klassische Fahrradfachhandel folgt mit 28,1 Prozent auf Platz zwei.

Private Verkaufsplattformen spielen dagegen eine deutlich kleinere Rolle. Nur 11,8 Prozent der Befragten würden ihr gebrauchtes E-Bike bevorzugt von einer Privatperson kaufen.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Käufer beim Gebrauchtkauf zunehmend ähnliche Standards erwarten wie beim Neukauf. Dazu zählen nachvollziehbare Prüfprozesse, Garantieleistungen, dokumentierte Aufbereitungsschritte und eine große Modellauswahl.

Leasing-Rückläufer sorgen für mehr Angebot

Parallel wächst das Angebot an hochwertigen Gebrauchträdern. Immer mehr E-Bikes kehren nach dem Ende von Dienstrad-Leasingverträgen auf den Markt zurück. Für den Fahrradhandel eröffnet das neue Möglichkeiten.

Rebike sieht dabei Kooperationen zwischen Refurbishern und Fachhändlern als wichtigen Zukunftsmarkt. Über sogenannte Trade-In-Modelle können Händler gebrauchte E-Bikes ihrer Kunden beim Neukauf in Zahlung nehmen. Die Bewertung, Abholung und Wiederaufbereitung übernimmt anschließend der Refurbishment-Spezialist.

"Gebraucht ist beim E-Bike kein Kompromiss mehr, sondern eine bewusste Kaufentscheidung – sofern Qualität und Herkunft transparent sind", sagt Thomas Bernik, CEO und Mitgründer von Rebike. Verbraucher erwarteten heute selbstverständlich Prüfberichte, Garantien und eine nachvollziehbare Aufbereitungshistorie.

Gebrauchtmarkt gewinnt weiter an Relevanz

Die Studienergebnisse zeigen, dass wiederaufbereitete E-Bikes zunehmend aus der Nische herauswachsen. Transparenz, Qualitätsnachweise und professionelle Aufbereitung scheinen dabei die wichtigsten Faktoren zu sein, um das Vertrauen potenzieller Käufer zu gewinnen. Gleichzeitig könnten Leasing-Rückläufer und Trade-In-Modelle dafür sorgen, dass das Angebot an hochwertigen Gebraucht-E-Bikes in den kommenden Jahren weiter wächst.

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