Kein Witz: Während Unfälle steigen, will Berlin jetzt weniger sichere Radwege bauen

Kein Witz
Während Unfälle steigen, will Berlin jetzt weniger sichere Radwege bauen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 05.05.2026
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Fahrradfahrer vor der Siegessäule in Berlin
Foto: Getty Images / fhm

Während andernorts über sichere Infrastruktur und Verkehrswende diskutiert wird, sendet Berlin gerade ein anderes Signal: Zurück zur autogerechten Stadt? Ausgerechnet in einer Zeit steigender Unfallzahlen und wachsender Unsicherheit im Straßenverkehr plant der Senat, zentrale Elemente des Radverkehrsausbaus zu streichen – und lehnt gleichzeitig neue Vorschläge ab.

Autozentrierte Verkehrspolitik

Berliner CDU Verkehrspolitik
@cduberlin

Gefühl: "Hier wird doch nur noch Politik für Radfahrer gemacht." Fakt: Friedrichstraße wieder offen, Tempo 50 da, wo es geht." Auf Social Media wirbt die CDU aktuell für ihre autofreundliche Verkehrspolitik.

Und die wurde in der letzten Woche noch einmal untermauert: CDU und SPD in Berlin haben sich darauf geeinigt, mehrere Vorgaben aus dem Mobilitätsgesetz von 2018 zu streichen, u.a. muss die Mindestbreite von Radwegen nicht mehr eingehalten werden und auch ein kompletter Verzicht auf einen Radweg an einer Hauptverkehrsstraße ist möglich.

Rolle rückwärts in der Hauptstadt?

"Keine Radwege an Hauptverkehrsstraßen und kein Umbau gefährlicher Kreuzungen – das ist, was die Berliner Regierungsspitze aus CDU und SPD gerade klammheimlich beschließt": So fasst es der ADFC Berlin treffend zusammen.

ADFC-Vertreterin Marlene Alber formuliert es noch deutlicher: Eine Hauptverkehrsstraße ohne sicheren Radweg sei "der blanke Horror". Der geplante Verzicht auf den Umbau gefährlicher Kreuzungen komme einem Versagen der Verkehrspolitik gleich.

Der ADFC hat einen Forderungskatalog #NeustartFürsRad entwickelt und wendet sich damit im Wahljahr 2026 an alle demokratischen Parteien in Berlin.

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