Rose Bikes möchte es Anfängern und Einsteigern auf Gravel und Straße weiterhin leicht machen und präsentiert dazu den ab sofort erhältlichen neuen Modelljahrgang des Blend. Zeichnete sich das Fahrrad bisher bereits durch den modern designten Aluminium-Rahmen und durch ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis aus, wurde jetzt nochmals im Details optimiert: neue Farben, weitere Montageösen und die elektronische Shimano 105 Di2 ist nun ebenfalls für das Blend verfügbar.

Die Bocholter legen Wert auf hochwertige Verarbeitung des Aluminiumrahmens und den verschliffenen Schweißnähten.
Top-Modell Rose Blend Road 105 Di2 im Detail
Am wertigen Rahmen wurde wenig verändert. Neue Montageösen auf dem Oberrohr sind hinzugekommen. Bekannt sind die aufwendig verschliffenen Schweißnähte, die der Optik eines Carbonrahmens schon sehr nahekommt. Auffällig sind die in dieser Preisklasse seltenen anzutreffenden integrierten Leitungen und Züge, die die Bocholter durch den hauseigenen ALR-Vorbau unauffällig im Rahmen verschwinden lassen. Apropos Rahmen: Speziell Einsteiger soll die entspannte Sitzgeometrie ansprechen. Nicht zu stark gestreckt, dennoch sportlich, verspricht Rose. Highlight dieses Modells ist die elektronische Shimano 105 Di2-Schaltung. Außerdem spendieren die Bocholter dem Renner leichtere Rose R25-Laufräder. So kommt das Top-Modell aus der Blend-Serie mit einem Gewicht von etwa 9,4 kg und mit den nur für diese Version neuen Farben "moos green" und "papyrus". Der Preis: 2000 Euro.

Das Top-Modell der Rose Blend-Renner gibt es ab sofort mit der elektronischen Shimano 105 Di2.
Unterschiede Rose Blend Road & Blend Gravel
Ein Bike für Straße und Gravel bedeutet beim Rose Blend auch die Möglichkeit bis zu 40 mm breite Reifen montieren zu können. Wer sich für die Road-Version des Blend entscheidet, bekommt es jetzt mit der straßentauglichen Shimano Cues U6000-Schaltgruppe 2x10 mit 46/32er-Kurbel vorn und 11-39T-Kassette hinten geliefert. Die bisherige Shimano Tiagra steht nicht mehr zur Verfügung. 32 mm breite Continental Ultrasport III werden weiterhin auf die bekannten Rose-eigenen G20 Aluminium-Laufräder gezogen. Als Cockpit dient Ritcheys Comp Streem V2. Das Gewicht des Bikes liegt laut Hersteller bei ca. 10,4 kg. Neue Kleider auch hier: die Farben "violett" und "light ochre".

Das Rose Blend Road gibt es u.a. in der Farbe "light ochre" und mit der mechanischen Shimano Cues.

Die zweite Farbe ist ein klassisches "violett". Der Preis für die Road-Version: 1300 Euro.
Das Blend Gravel dagegen wird wie bisher mit der Shimano GRX400 2x10 ausgerüstet, die mit 46/30er-Kurbel vorn und 11-34er-Kassette hinten kommt. Einen Unterschied am Cockpit gegenüber dem Road-Modell: Ritcheys Comp Butano V2 ist das Lenkermodell die Gravel-Fraktion. Für den Schottereinsatz setzt Rose auch weiterhin auf den Continental Terra Trail mit 40 mm. Die Laufräder – Rose G20 – sind mit dem Straßenmodell identisch, ebenso die zur Auswahl stehenden neuen Farben "violett" und "light ochre". Das Blend Gravel kostet 1400 Euro.

Der gleiche Rahmen, dieselben beiden Farben, nur mit Gravel-Specs: das Blend Gravel kommt mit 40 mm Bereifung und Rose-eigenen G20-Laufrädern für einen Preis von 1400 Euro.
Rose Blend Gravel: Fahreindruck
Chefredakteur Alexander Walz konnte die Gravel-Variante des Blend mit Shimanos GRX 400 (2-fach) bereits vor der Markteinführung des Blend ausführlich Probe fahren. Die Eindrücke und Erkenntnisse gelten auch für den neuen Modelljahrgang.
Das sieht gut aus. Und deutlich hochwertiger, als das Preisschild vermuten lässt. Modern, aufgeräumt, die Züge und Leitungen verlaufen aufgeräumt unter dem Vorbau ins Steuerrohr und durch den Rahmen. Kurz fragt sich mancher sogar: Alu oder Carbon?" – denn das vordere Rahmendreieck und der Sitzknoten zeigen keine Schweißnähte, die sind nur im Tretlagerbereich und am Hinterbau zu sehen. Alle anderen Fügestellen sind sauber verschliffen und unter der Lackierung unsichtbar.
Zweiter Eindruck. Das Rad baut vorn ganz schön hoch. Ein 17 cm hohes Steuerrohr, ein Spacer-Turm (3,5 cm plus Top-Cap) ergeben je nach Sitzhöhe eine minimale bis gar keine Sattelüberhöhung. Die Sitzposition auf dem Rad gerät entsprechend entspannt, fast aufrecht und sehr einsteigerfreundlich – passend zur und abgestimmt auf die Zielgruppe.
Und los geht’s: Der Alu-Lenker greift sich angenehm, vor allem der Oberlenker mit etwas mehr Volumen gefällt. Der kantige Vorbau wirkt modern und hochwertig, die aus Fahrersicht unsichtbar in den Rahmen laufenden Bremsleitungen und Züge tun ein Übriges. Hier wirkt nichts billig. Selbst das Lenkerband dämpft gut und ist griffig. Passend zur Sitzgeometrie geht das Blend durchaus mit Elan, aber keineswegs euphorisch nach vorn. Ein Sprinter möchte das günstige Rose aber auch gar nicht sein, die Beschleunigung passt perfekt zum Anspruch – und auch hier zur Zielgruppe. Dank der 2x10 Gänge findet sich immer eine passende Abstufung im leicht zu schaltenden Shimano-Getriebe. Das Schaltwerk wechselt flink und mit kurzen Hebelwegen stets verlässlich die Gänge. Der Umwerfer erfordert naturgemäß etwas längere Wege, aber auch hier gilt: Die GRX erledigt ihren Job jederzeit verlässlich, geräuscharm und ohne viel Aufhebens.

Nervosität kennt das Bike nicht, unerwartet hektische Lenkmanöver bringen das Blend nicht aus der Ruhe, bergab vermittelt es Sicherheit und rollt souverän auch auf unruhigem Untergrund. - Alexander Walz, Chefredakteur ROADBIKE
Wer Tempo herausnehmen möchte, findet in den hydraulischen GRX-Stoppern verlässliche Partner. Gut dosierbar, bei Bedarf herzhaft zupackend bringen die beiden mit 160-mm-Scheiben ausgestatteten Bremsen das Blend jederzeit verlässlich zum Stehen. Die Lenkung passt zum Konzept und wartet zu keiner Zeit mit unschönen Überraschungen auf. Nervosität kennt das Bike nicht, unerwartet hektische Lenkmanöver bringen das Blend nicht aus der Ruhe, bergab vermittelt es Sicherheit und rollt souverän auch auf unruhigem Untergrund. Durch die recht hohe Front und die entspannte Position auf dem Rad fürchten sich auch Einsteiger nicht, wenn’s mal steiler bergab geht. Übersicht und Kontrolle gefallen.
Der Rahmen ist – typisch für ein Alu-Modell dieser Preisklasse – steif, wirkt äußerst solide und agiert souverän. Besonderen Komfort oder Flex vermittelt er nicht. Dämpfung gibt’s trotzdem dank der mit 40 mm ausreichend breiten, zudem gut profilierten Terra Trail-Reifen von Conti. Die rollen ordentlich auf Asphalt, sehr ordentlich auf Schotter und Naturböden, der Grip ist top. Auch wenn es auf schlüpfrigem Boden bergauf geht. Hier setzt eher die Übersetzungsbandbreite das Limit: Die 46/30er-Kurbel in Verbindung mit der 11-34-Kassette verlangt an längeren Steilstücken schon halbwegs trainierte Beine, und auch bergab auf Asphalt muss man die Beine schon ordentlich kreiseln lassen, wenn man bei höherem Tempo noch Mittreten möchte.
Was die übrige Ausstattung angeht, bietet das Blend ein für die Preisklasse attraktives Paket. Lenker, Vorbau, Sattelstütze und Laufräder sind Rose-eigene Produkte aus Alu, die Felgen kommen mit 22 mm Innenweite. Die Stütze wird konventionell über eine Schelle geklemmt. Der Sattel stammt von Selle Italia und ist enorm rutschfest, mancher würde sagen: fast klebrig. Das muss man mögen. Unzählige Montagepunkte für Gepäck oder -träger – etwa an der Gabel oder am Oberrohr – finden sich dagegen nicht. Bikepacker und Radreisende müssen hier improvisieren. Aber auch das ist schließlich eine Kostenfrage. Mit gewogenen 10,3 Kilo (in Größe M) ist das Blend sicher kein Leichtbau-Renner, einmal in Fahrt versteht es seine Pfunde aber recht geschickt zu kaschieren.
Die Souveränität, mit der das neue Rose Blend alle ihm gestellten Aufgaben meistert, ist am Ende seine bestechendste Eigenschaft. Obwohl es sich in keiner Einzeldisziplin als Überflieger hervortut, ist es ein sehr ausgewogenes, einsteigerfreundliches Gravelbike, das durchaus auch mit einigen optischen Reizen glänzen kann. Für den aufgerufenen Preis ist es ein mehr als faires Angebot und ein Rad, das nicht nur Einsteigern viele schöne Stunden bereiten wird."
- Alexander Walz, Chefredakteur
Kurz & knapp: Daten und Preise
Weitere Information zum neuen Rose Blend auf der Seite des Herstellers.





