Perfekte Tuning-Basis: Warum das günstige Gravelbike Merida Mission 4000 ein Geheimtipp ist

Merida Mission 4000 im Test
Racer oder Allrounder?

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 31.05.2026
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Es war so nicht unbedingt geplant, aber ganz unglücklich waren die beteiligten Parteien irgendwie auch nicht: Wenige Tage vor dem Launch des Merida Silex raste Matej Mohoric im Herbst 2023 mit dem Rad zum Gravelbike-Weltmeistertitel. Dabei positionierte Merida das Silex bewusst eher Richtung Entdecker-Gravelbike. Doch spätestens mit dem unverhofften WM-Titel war die Mission für Merida klar: Höchste Zeit für ein echtes Race-Gravelbike. Der Name als Programm – oder umgekehrt.

Zwei Jahre nach dem WM-Triumph präsentierte Merida im Herbst 2025 sein Race- Gravelbike. Standesgemäß holte Mohoric wenige Tage zuvor wieder eine WM-Medaille. Mit dem neuen Rad. Bei ersten Testfahrten überzeugte uns das 8999 Euro teure, 7,7 kg leichte Topmodell Mission 10k mit kompromisslosem Speed und agilem Handling.

Besondere Aufmerksamkeit erhaschte jedoch das Mission 4000, das günstigste Modell im neuen Line-up. Denn obwohl es satte 6700 Euro günstiger ist, basiert es auf dem gleichen Rahmen-Gabel-Set. Klarer Fall: Dieses Bike müssen wir uns genauer ansehen!

Gravelbike Merida Mission 4000,Test,Staufach Unterrohr
Dan Zoubek

Merida Mission: Die VariantenIn fünf Ausstattungsvarianten bietet Merida sein Mission an. Neben dem von uns getesteten Mission 4000 stehen die Varianten 6000, 7000, 9000 und 10K zur Wahl. Die drei teureren Modelle kommen mit One-Piece-Cockpit und Laufrädern aus Carbon, Mission 4000 und 6000 mit günstigeren Alu-Optionen. Das Rahmen-Gabel-Set bietet Merida übrigens zum Preis von 2249 Euro: nur 50 Euro günstiger als das komplette Mission 4000.

Schon bei diesem ersten Ansehen sorgte das Rad für Diskussionen unter den Testfahrern. Die einen liebten den Look mit farblich abgestimmten Reifen, Lenkerband und Sattel, andere zeigten sich weniger begeistert.

Doch was zählt, ist auf dem Schotter. Und auch hier teilte sich das Feld bei einem Thema sogleich in Fans und Kritiker. Bei der Schaltung mit zwei Kettenblättern nämlich, die manche bevorzugen, andere ablehnen. Fakt ist: Technisch macht die solide Mechanik-Schaltung einen guten Job. Die Gangwechsel erreichen in Sachen Geschmeidigkeit und Geschwindigkeit zwar nicht das Niveau der höherwertigen und meist elektronischen Gruppen, der wesentliche Unterschied liegt aber eher im höheren Gewicht. Überhaupt bringt das Mission 4000 mit 9,8 kg auch ganze zwei Kilo mehr als das Topmodell auf die Waage.

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Dan Zoubek

Klar, dass sich das günstige Rad damit weniger spritzig als die teure Profi-Version fährt. Trotzdem überzeugt das 2299-Euro-Bike als schneller Untersatz für Schotter und Asphalt. Dafür sorgen etwa der gute Vortrieb des starken Rahmen-Sets oder die auf Schotter und Asphalt sehr anständig rollenden Maxxis-Reifen. Im Gegensatz zum laut Serienausstattung verbauten Receptor waren am Testrad allerdings die stärker profilierten Reaver-Pneus montiert. Allzu grob mag das Rad es dennoch nicht. Darauf deutet auch die recht geringe Reifenfreiheit von nur 40 mm hin.

Die Geometrie wirkt für ein Race-Gravelbike vergleichsweise ausgeglichen, auch der Komfort kann sich für ein Rad dieser Klasse sehen lassen. Zudem ist das auch in technischen Sektionen starke Handling über jede Kritik erhaben. Mit diesen Attributen sehen wir das Mission 4000 allerdings eher als starken Allrounder – mit massivem Tuningpotenzial dank erstklassigem Rahmen.

Fazit

👍 Das gefällt

Der Top-Rahmen bietet enormes Tuning-Potenzial.

👎 Das gefällt weniger

Durch das insgesamt etwas höhere Gewicht ist das Mission nicht ganz so spritzig.

❤️ Das perfekte Rad für...

...alle, die einen günstigen, verlässlichen Einsteiger suchen, der sich auch beim technischen Handling auf der Piste wohlfühlt.