Lohnt sich das neue Mondraker Arid? 4 Gründe für das Gravelbike aus Spanien

Neue Mondraker Arid Modelle für 2027
Mondraker Arid 2027: Lohnt sich das Gravelbike?

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.07.2026
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Mondraker Arid Carbon Flotte 2027
Foto: Mondraker

4 Gründe, warum sich das Mondraker Arid 2027 lohnen könnte

Die Gravel-Welt teilt sich zunehmend in zwei Extreme auf: Hier die windkanaloptimierten Rennmaschinen mit Slick-Bereifung wie am Rennrad. Dort die schwerfälligen Bikepacking-Laster mit gefühlt hundert Anschraubpunkten. Wer einfach nur ein Fahrrad für alles sucht, steht oft vor einem Dilemma. Der spanische Hersteller Mondraker will dieses Problem nun gelöst haben. Das neue Arid für die Saison 2027 solle kein kompromissbehafteter Zwitter sein, sondern den perfekten Sweetspot in der Mitte der Gravel-Welt treffen. Ob von epischen Rennen wie dem Unbound bis hin zu ausgedehnten Abenteuern – das Arid verspricht Vielseitigkeit. Wir haben uns den Schotterflitzer angesehen und verraten dir, warum das Konzept aufgehen könnte.

Mondraker Arid Carbon RR SL 2027
Mondraker

Kurz & knapp: Mondraker Arid

  • Modelle: Mondraker Arid (Carbon & Alu)K
  • Antrieb: konsequent 1by (inklusive Mullet-Antrieben bei fast allen Modellen)
  • Reifenfreiheit: bis zu 50 mm
  • Gabel: "Stealth Air Carbon" ohne seitliche Montagepunkte für mehr Flex und weniger Gewicht (-20 g)
  • Ergonomie: Größenabhängige Lenkerbreiten (400 mm bis 460 mm), 16 Grad Flare
  • Features: Verbessertes "Carry-On" In-Frame-Staufach im Unterrohr (bei Carbon-Modellen, 3 Taschen inklusive)
  • Preise: Alu ab 2.299 Euro / Carbon ab 2.999 Euro / Topmodell RR SL für 8.999 Euro / Rahmenset für 1.999 Euro

Mullet-Antrieb: Berggänge satt

Einer der spannendsten Gründe, das Arid auf die potenzielle Einkaufsliste zu setzen, ist die Wahl der Schaltung. Mondraker setzt bei fast allen Carbon-Modellen (RR, RS, R und S) und auch bei den Alu-Rädern serienmäßig auf sogenannte Mullet-Antriebe. Hierbei wird eine feine Drop-Bar-Rennradschaltung am Lenker mit einem massiven Mountainbike-Schaltwerk und einer riesigen Kassette (z. B. 10–52 Zähne) am Heck kombiniert. Der Vorteil: Du hast auch am steilsten Schotter-Anstieg mit Gepäck noch echte Rettungsgänge parat, behältst in der Ebene aber dieselbe Endgeschwindigkeit. Wer 1-fach-Antriebe bisher wegen mangelnder Bandbreite mied, findet hier ein echtes Argument.

Mondraker Arid Rahmen 2027
Mondraker

Komfort statt Anschraubpunkte

Ein klassischer Fehler beim Gravelbike-Kauf ist ein zu harter Rahmen, der einem auf Rüttelpisten die Plomben aus den Zähnen schüttelt. Mondraker verfolge beim Arid einen interessanten Ansatz: Die überarbeitete "Stealth Air Carbon"-Gabel verzichte komplett auf seitliche Montagepunkte für Gepäck. Dadurch werde sie nicht nur 20 Gramm leichter, sondern solle genau dort flexen, wo es dem Fahrer vertikale Nachgiebigkeit und Komfort bringe. Wenn du also ohnehin keine Gabeltaschen nutzt, könntest du hier echten Langstreckenkomfort gewinnen. Ein weiteres Plus: Auch breite Reifen schlucken Vibrationen – das Arid verträgt Pneus bis zu massiven 50 Millimetern Breite.

Mondraker Arid Carbon Reifenfreiheit 2027
Mondraker

Ergonomie: Passend für deine Größe

Oft wird vergessen, dass der Lenker die Schaltzentrale des Bikes ist. Mondraker zieht die ergonomische Schraube an und spendiert dem Arid größenabhängige Lenkerbreiten. Von 400 Millimetern in Größe S bis hin zu 460 Millimetern am XL-Rahmen. Das solle zu einer natürlicheren Sitzposition und reduzierter Ermüdung der Arme auf langen Distanzen führen.

Das Staufach macht den Rucksack überflüssig

Wohin mit Schlauch, Pumpe und Werkzeug? Die Carbon-Modelle des Arid kommen mit einem überarbeiteten "Carry-On"-Staufach direkt im Unterrohr. Drei maßgeschneiderte Taschen werden bereits mitgeliefert. Das System sei neu gestaltet worden, um lästige "Wrestling-Matches" bei der Entnahme zu vermeiden.

Mondraker Arid Carbon 2027 Staufach
Mondraker

Preise von Einstieg bis Luxus

Ob das Arid das richtige Bike für dich ist, entscheidet am Ende auch der Geldbeutel. Die gute Nachricht: Mondraker schließt preisbewusste Fahrer nicht aus. Der Einstieg gelingt mit dem Alu-Modell (Arid S) ab 2.299 Euro. Wer das volle Carbon-Paket samt elektronischer Sram-Red-Schaltung und Powermeter sucht, kann beim Topmodell RR SL für 8.999 Euro zuschlagen. Damit bedienen die Spanier eine erfreulich breite Zielgruppe.