Graveln unter Tage: Das erwartet dich auf dem Gravel Ground Festival im Pott

Gravel Ground Festival an Zeche Ewald
Gravel Ground Festival: Schotter-Party im Pott

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 12.06.2026
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Foto: Thomas Terbeck

Wo früher Kohle gefördert wurde und der Takt der Maschinen das Leben bestimmte, gibt heute ein anderes Geräusch den Rhythmus vor: das satte Knirschen von Schotter unter breiten Reifen. Der Ruhrpott hat sich gewandelt – vom grauen Industriezentrum zu einem der spannendsten Gravel-Reviere der Republik.

Zwischen stillgelegten Zechen, endlosen Bahntrassen, versteckten Waldwegen und den zahlreichen Halden, die sich bei näherem Hinschauen wie eine kleine Gebirgskette aus dem flachen Land erheben, wartet das Gravel-Abenteuer direkt vor der Haustür. Die raue Ruhrpott-Romantik zwischen der alten Industriekulisse macht hier jeden Kilometer so einzigartig.

Mit dem "Gravel Ground Festival", welches vom 11. bis 13. September an der Zeche Ewald in Herten stattfindet, soll den Fans des Schotterns Rechnung getragen werden, verkündete der Ansprechpartner des Festivals, Jan Leschinski von der Agentur Yunique jetzt auf einer Pressekonferenz standesgemäß an einem besonderen Ort: im Trainingsbergwerk in Recklinghausen.

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Thomas Terbeck

Rund 60 renommierte Aussteller sollen die Besucher mit ihrem Produktportfolio rund ums Graveln abholen. Dazu können zahlreiche Test-Bikes auf dem weitläufigen Gelände probegefahren werden. Außerdem soll es ein umfangreiches Bühnenprogramm geben, in dessen Zuge sogar ein neues Gravelbike als Weltneuheit präsentiert werden könnte, wurde im Gespräch angedeutet. Auch das ein oder andere bekannte Gesicht der Szene dürfte den Weg auf die Bühne finden, Namen wurden jedoch noch nicht mitgeteilt, sollen aber in Kürze folgen.

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Carsten Mathiaszyk

Jochen Schlutius, seines Zeichens im Projektmanagement bei Ruhr-Tourismus tätig und für die Touren während des Festivals verantwortlich, informierte über das umfangreiche Angebot:

So wird es nicht nur wieder ein sportliches Highlight geben, wie den "Rose Scray Schotter" mit einer Länge von 45 Kilometern und 750 Höhenmetern über die unmittelbar angrenzende Halde Hoheward. Dazu kommt erstmalig auch für die kleinsten Besucher des Festivals ein Kinderrennen ("Gravel Ground Rockets") am Samstag hinzu.

Am Freitag wird Gravel Ground bereits mit einem Bergzeitfahren, dem sogenannten "Legend of the Halde", eröffnet, das sicherlich für enormen Spaß zumindest seitens der Zuschauer sorgen wird und bei den Teilnehmern für viele Schweißtropfen auf der Stirn

Ein weiteres Highlight, auf das nicht ohne Stolz hingewiesen wurde, seien die Nightrides, die zweimal freitags und zweimal samstags unter anderem ein kurzes Stück durch das Trainingsbergwerk führen werden und somit einen ganz besonderen Moment für die Teilnehmer bieten. In der Kulisse aus alten Loren, Schienen und Presslufthämmern zu schottern, ist in dieser Form sonst nicht möglich.

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Thomas Terbeck

Und: Lokale Gravel-Größen, die die Umgebung mit versteckten Pfaden und tollen Schotterwegen kennen wie ihre Westentasche, bieten ebenfalls kostenlose kürzere oder längere Touren in die Region an. Die Anmeldung erfolgt vor Ort.

Für das leibliche Wohl auf dem Festivalgelände ist gesorgt, es bestehen Möglichkeiten, mit dem Camper anzureisen.

Alle weiteren Infos auf der Homepage von Gravel Ground.