Basso Palta 3 im Test: Sportlicher Allrounder mit viel Komfort

Sportlicher Gravel-Allrounder im Test
Basso Palta 3: Viel Tempo, viel Komfort

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 08.11.2026
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Basso Palta in der Seitenansicht von der Antriebsseite in Grau.
Foto: Felix Krakow

König Palta, der Dritte: Das im Frühjahr vorgestellte Gravelbike der italienischen Traditionsmarke Basso blickt auf erfolgreiche Ahnen zurück. Schließlich haben sich die Fahrradbauer aus Venetien früh im Gravelracing engagiert. Unter anderem war Mattia De Marchi einige Jahre lang auf dem Palta unterwegs.

Dabei sieht Basso in dem Bike keineswegs eine reine Rennmaschine. Entgegen dem Trend zur Spezialisierung, preist der Hersteller sein Bike auch in dritter Generation konsequent als Allrounder an.

Viel Vortrieb auf Schotter und Asphalt

Dass ein gewisser Ehrgeiz dennoch mitschwingt, zeigen Prädikate wie "aerodynamischer, leichter und steifer", mit denen Basso den neuen Carbon-Rahmen bewirbt. Er soll nur 970 Gramm auf die Waage bringen. Schnell gibt sich das Palta III definitiv auf Schotter und Asphalt. Das Bike prescht ordentlich nach vorn und hält die Geschwindigkeit auch auf längeren Passagen problemlos. Starke Voraussetzungen etwa für lange Rides, den Bikepacking-Trip übers Wochenende oder gar Ultracycling-Abenteuer.

Lilafarbenes Basso Palta 3 von der Seite.
Basso

Hoher Komfort, eigenwilliges Lenkverhalten

Dabei kommt auch der hohe Komfort zum Tragen, dank gut dämpfendem Rahmen, flexender Sattelstütze und angenehm in den Händen liegendem Carbon-Lenker. Auch das dickere Lenkerband zahlt aufs Komfortkonto ein. Als eher gewöhnungsbedürftig empfanden manche Testfahrer das Lenkverhalten. Einerseits überzeugte unser Testrad mit sattem, fast ein wenig behäbigem Geradeauslauf. Andererseits wirkt das Bike beim Einlenken in langsamere Kurven eher kippelig und weniger präzise, obgleich nie unsicher.

2-teiliges Cockpit des Basso Palta 3 mit Radcomputer.
Felix Krakow

Sportliche Sitzposition, anpassbares Cockpit

Auffällig ist auch die recht gestreckte Sitzposition trotz eher kompakter Rahmengeometrie. Wesentliche Ursache ist der 110 Millimeter lange Vorbau. Vorbaulänge und Lenkerbreite können aber im Online-Konfigurator nach Wunsch angepasst werden. Wer mag, kann gegen Aufpreis auch auf ein voll integriertes One-Piece-Cockpit wechseln.

Als starke Kombination erweisen sich die aerodynamischen Carbon-Laufräder von Fulcrum mit den 45 Millimeter breiten Terra-Trail-Reifen von Continental. Sie bieten eine perfekt zum Allround-Anspruch passende Mischung aus flottem Rollen auf Asphalt und Champagner-Gravel und gutem Grip, wenn es drauf ankommt.

Leicht geöffnetes Staufach im Unterrohr des Basso Palta 3.
Felix Krakow

Durchdachter Stauraum aber wenige Anschraubpunkte

Ein Upgrade ist das Staufach im Unterrohr. Es ist recht groß dimensioniert und hochwertig gearbeitet. So sorgt der Fidlock Magnetverschluss für einen sicheren Halt des Deckels, die beiden Reißverschlusstaschen passen millimetergenau ins Unterrohr. Ein gelungenes Beispiel für die insgesamt sehr hochwertige Verarbeitung des Palta III. Genau wie der anschraubbare, mit Vibram entwickelte Kunststoffschützer fürs Unterrohr.

Ebenfalls eigens entwickelt wurden gemeinsam mit Apidura passende Taschen für Oberrohr und Rahmendreieck. Ansonsten geizt das Bike mit Anschraubpunkten. Für epische Bikepacking-Abenteuer ist es daher von Haus aus eher nicht ausgelegt.

*mit 28 Zoll-Laufrädern