Was wollt ihr mehr? Der aktuelle Kickr V6 von Wahoo soll alles bieten, was sich ambitionierte Hobbyfahrer von einem aktuellen Rollentrainer wünschen können und hat einige spannende Features an Bord. Herzstück und entscheidend für das realisitische Fahrgefühl ist ein 7,25 Kilogramm (16 lb) schweres Schwungrad mit Trägheitsmoment sowie die Axis-Stützen am Kickr, die ein leichtes Schwingen zur Seite ermöglichen. Diese Axis-Stützen sind in 3 Versionen enthalten in hart, mittel und leicht, sodass sie ganz nach persönlichen Vorlieben angepasst werden können.
Der Kickr V6 kann dabei einen Widerstand von bis zu 2200 Watt erzeugen und misst laut Wahoo mit einer Genauigkeit von +/- 1 Prozent. Gleichzeitig kann er Steigungen bis zu 20 % sowie Gefälle bis zu 10% simulieren. Per Adapter lässt sich der Kickr sowohl auf Rennräder mit 12 mm Schnellspannern wie auch mit 12x142 mm und 12x148 mm Steckachsen anpassen.

Der Wahoo Kickr V6 bietet dank 7,25-kg-Schwungrad ein realistisches Fahrgefühl.
Dank der Konnektivität mit ANT+, ANT+FE-C, BLE, WLAN und Direct Connect lässt sich der Kickr mit allen gängigen Trainingsplattformen verbinden, die dann – je nach Bedarf – den Widerstand an die geforderte Trainingseinheit oder die jeweilige Steigung anpassen können.
Der Wahoo Kickr kommt wahlweise mit einer klassischen 11-fach-Kassette oder auch "Zwift Ready" mit einem Zwift Cog. Der Preis bleibt mit 849,99 Euro gleich. Der Kickr ist natürlich mit dem von Wahoo angebotenen optionalen Zubehör wie Kickr Climb, Kickr Headwind und dem Kickr Desk kompatibel.
"Die zusätzliche Wi-Fi-Konnektivität des neuen Kickr bietet den Fahrern ein besser vernetztes und deutlich fortschrittlicheres Fahrgefühl – und damit die Möglichkeit, sich über Telefone, Tablets und andere elektronische Geräte zu verbinden", berichtet Wahoo. Ohne die Abhängigkeit von verschiedenen Hardware-Ebenen wie Bluetooth und ANT+-Chips soll Wi-Fi auch das Problem der Verbindungsabbrüche lösen. "Jetzt können die Fahrer sicherstellen, dass sie während ihres gesamten Trainings immer verbunden bleiben", heißt es von Wahoo. Wi-Fi biete eine deutlich höhere Datenübertragungsgeschwindigkeit als Bluetooth und ANT+. "Dadurch werden die Daten auf dem Bildschirm um mehr als 65 % schneller angezeigt als zuvor, was das Training nahtloser und eRacing noch präziser macht", sagt Wahoo. Die Einführung von Wi-FI bringe auch den zusätzlichen Bonus mit sich, dass das Wahoo-Kundensupport-Team in der Lage sei, Fehler in Echtzeit zu beheben, sowie automatische Firmware-Updates.
Weiteres neues Feature ist die "Easy Ramp"-Funktion: Muss man beispielsweise während eines Intervalls mit hohem Widerstand unterbrechen, konnte das anschließende Losfahren extrem Kraftaufwendig sein, weil mitunter aus dem Stand 300 Watt und mehr zu treten waren. "Easy Ramp" soll künftig dabei helfen, dass sich der Widerstand etwas langsamer aufbaut und das Losfahren vereinfacht wird.
Das dritte neue Feature ein integrierter Kilometerzähler, der sämtliche mit dem Trainer zurückgelegten Kilometer erfasst. Wenn der Trainer über die Wahoo-App verbunden ist, lässt sich im Punkt "Lifetime Odometer" ablesen, wie viel der Kickr bislang gefahren wurde – nicht unpraktisch, wenn beispielsweise ein gebrauchtes Gerät gekauft wird und abgeschätzt werden muss, wie stark der Kickr bislang beansprucht worden ist.
Info am Rande: Als Kickr Move gab es den V6 auch einige Zeit mit einer integrierten Schiene für noch mehr Bewegung während der Fahrt. Der eigentliche Trainer ist aber mit dem Kickr V6 identisch.
Technische Daten des Wahoo Kickr V6
Der Wahoo Kickr V6 im ROADBIKE-Test
Wahoos Kickr ist ein Top-Modell – und das spürt man bereits beim Auspacken. Er kommt komplett vormontiert, einzig die passende Radgröße muss per Schraube eingestellt werden sowie das Rad mit den beiliegenden Adaptern für Steckachsen oder Schnellspannern auf dem Kickr montiert werden. Passt die vorinstallierte 11fach-Kassette kann das Training so innerhalb von wenigen Minuten starten. Grundsätzlich einfacher funktioniert der Zwift Cog, da dieser mit allen Schaltungsabstufungen funktioniert und einen Kassettenwechsel unnötig macht.

Der Wahoo Kickr lässt sich auch per WLAN mit Trainingsapps verbinden, das ermöglicht unter anderem den "Race Mode" für eine noch schnellere Datenübertragung.
Optisch ist der neue Kickr im Vergleich zum Vorgänger unverändert, einzig die neue Wifi-Kontrollleuchte hebt ihn ab. Die Einrichtung erfolgt über die Wahoo-App im wenigen Schritten, inkl. Anmeldung im heimischen Wlan. Unterstützt die gewünschte Trainingssoftware die Wifi-Verbindung (wie beispielsweise Zwift, Wahoo SYSTM oder FullGaz), kann der Kickr via Wifi verbunden werden, das koppeln via Bluetooth oder ANT+ entfällt. Auf unseren zahlreichen Testkilometern erwies sich die Verbindung auch stabil, das galt allerdings auch schon für die Bluetooth-Verbindung.
Unverändert herausragend sind das Fahrgefühl und die Widerstandssimulation, da bleiben keine Wünsche offen. Der Kickr reagiert direkt und ohne Verzögerung auf sich schnell ändernde Widerstände, bleibt dabei aber smooth, sodass man bei starken Sprüngen wie bei einem Intervalltraining nicht unvermittelt gegen eine Wand fährt. An der Genauigkeit des Kickr gibt es ebenfalls nichts zu kritisieren, die Wattwerte bleiben konstant und in sich stimmig. Dank der breiten Standfüße steht der Kickr auch bei intensiven Sprintintervallen sehr stabil.
Sehr erfreulich: Im Betrieb arbeitet der Kickr wirklich extrem leise, mehr als das Abrollgeräusch der Kette ist nicht zu hören. Auch auf den Boden werden wenige Vibrationen übertragen, sodass der Kickr auch für normale Mietwohnungen problemlos funktionieren sollte.
Die Axis-Füße haben uns allerdings nicht wirklich überzeugt. Während der Fahrt ist eine leichte Rechts-Links-Bewegung spürbar, das ist aber nichts, was wirklich einen großen Unterschied ausmacht.
Als sehr praktische Details erwiesen sich hingegen sowohl die einklappbaren Füße, dank derer sich der Kickr bei Nichtgebrauch einigermaßen platzsparend verstauen lässt, sowie der sehr stabile Tragegriff, der das Transportieren des schon schweren Geräts etwas einfacher macht.
Diese einklappbaren Füße sind auch der spürbarste Unterschied zum deutlich günstigeren Kickr Core 2, der dem Top-Modell ansonsten nur wenig nachsteht.

Die Standfüße lassen sich einklappen.
Praxis-Test
Fahrgefühl
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Dank des großen, 7,25 kg schweren Schwungrads und der sehr leise arbeitenden Bremse bietet der Kickr V6 ein sehr harmonisches Fahrgefühl, bei Intervallen baut sich der Widerstand sanft über ca. 2-3 Sekunden auf, sodass man nicht direkt gegen eine Wand fährt.
Aufbau
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Der Wahoo Kickr V6 kommt komplett vormontiert, nur die Adapter für Schnellspanner oder Steckachsen müssen angepasst werden. So kann das Training innerhalb weniger Minuten starten.
Handhabung
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Mit 22 Kilogramm ist der Kickr definitiv kein Leichtgewicht, was die Handhabung etwas schwieriger macht. Aber mit dem Tragegriff lässt er sich dennoch gut bewegen. Die einklappbaren Füße helfen beim Verstauen.
💗 Die perfekte Rolle für...
... alle, für die das beste gerade gut genug ist, und den Aufpreis im Vergleich zum Kickr Core 2 verschmerzen können.












