Du hältst nach dem idealen Rennradschuh, der besten E-Pumpe oder effektivsten Radbrille Ausschau? Unser Team der ROADBIKE-Redaktion testet stets das neueste Zubehör für dein Rennrad. In unserer ständig aktualisierten Übersicht findest du zahlreiche Produkte, die dir das Rennradfahren noch schmackhafter machen, als es ohnehin schon ist. Hier kommt das Update im Februar:
Neu in der Teststrecke

Federleichte 18 Gramm wiegen die Ohrhörer von Shokz.
Musikliebhaber, die satten Klang bei gleichzeitiger Wahrnehmung der Umgebungsgeräusche suchen, werden bei den OpenFit 2+ fündig. Diese erzielen ein volles, ausgewogenes Klangbild, ohne den Gehörgang für Umweltgeräusche zu verstopfen. Denn die Ohrhörer sind ein echtes Zwei-Wege-Design mit getrennten Lautsprechern für Bässe und Höhen, die dennoch recht schlank ausfallen. Dank seidiger Silikonhülle legen sie sich geschmeidig oben ums Ohr, kollidieren dabei nicht mit dem Gurtdreieck des Helms und sitzen sicher, ohne zu drücken. Auch Brillen mit wuchtigen Bügeln finden weiterhin Halt. Pässe erklimmen mit Lieblingsmusik, untermalt von Vogelzwitschern und schwerem Atmen – mit den OpenFit 2+ ein völlig neues Erlebnis. Selbst auf der Abfahrt entstehen keine zusätzlichen Windgeräusche. Aufgeladen spielen die Hörer knapp zehn Stunden Musik. Die hochwertige Ladebox sorgt für fast 50 Stunden Gesamtspielzeit. Cool: Die App enthält einen 5-Band-Equalizer. So lassen sich Frequenzanhebungen oder -absenkungen, bedingt durch Ohrform und Sitz des Lautsprechers am Ohr, ausbalancieren. Minitasten erlauben eine Feinjustierung des Pegels und steuern die Wiedergabe. Für den Schlechtwetter-Einsatz wäre eine höhere Schutzklasse als IP55 gegen Staub und Wasser wünschenswert.
Test: 4 Monate 📋
Voller Klang, satte Bässe
individuelle Klangregelung
hochwertige Ladebox
lange Akku-Laufzeit
nur IP55-Schutz
Contec Air Tronic Mini
Preis: 69,95 Euro / Gewicht: 140 g

Günstig, dafür aber laut: die E-Pumpe Contec Tronic Mini.
Die leichte Akkupumpe für die Trikottasche (140 g mit Schlauch und Ventilaufsatz) pumpte im Test einen 30 mm breiten Reifen in 54 Sekunden auf 4,0 Bar auf. Voll aufgeladen schaffte sie so sechs Reifen. Die Bedienung ist sehr intuitiv. Im Einsatz ist die handliche Pumpe ziemlich laut und wird nach einiger Zeit recht warm. Im Lieferumfang gibt’s diverse Ventilaufsätze, USB-C-Ladekabel und eine Silikonhülle.
Test: ausprobiert 📋
kompakt
schnell
intuitiv
vergleichsweise preiswert
laut im Betrieb

Der Cratoni C-Airlite punktet mit seinem geringem Gewicht.
Als "Ultra-Leichtgewicht im Cross Country und Rennrad-Bereich" bewirbt der schwäbische Hersteller Cratoni seinen C-Airlite. In drei Größen lieferbar und ab 180 Gramm schwer, belastete der getestete Helm in M-Größe die ROADBIKE-Waage mit schlanken 189 Gramm – das ist ein Wort. Möglich machen das 32 großzügig bemessene Belüftungsöffnungen und der Verzicht gewichtstreibender Features wie MIPS, das bei Schrägaufprall Rotationsbewegungen besser aufnehmen soll. Dennoch wirkt der Helm sehr solide und hinterlässt keinesfalls einen windigen Eindruck: Verarbeitung und Haptik des in fünf Farbstellungen lieferbaren Helms überzeugen voll. Ebenso das klassisch anmutende Verstellsystem mit anpassbaren Trägern und solidem Drehrad am Hinterkopf. Und luftig ist der Airlite ohne Frage: Gerade an heißen Sommertagen gefiel der sehr gut belüftete Kopfschützer, da kaum spürbar. Für drei Jahre ab Kaufdatum gewährt Cratoni im Sturzfall zudem 50 % Crash-Replacement beim Nachkauf. Einziger Ausfall: Das Helmpolster zeigt bereits nach einem Jahr Einsatz im Stirnbereich erste Auflösungserscheinungen. Laut Cratoni wurde das Polster inzwischen überarbeitet. Ersatz gibt’s für 14,95 Euro zu kaufen.
Test: 12 Monate 📋
sehr leicht
gut belüftet
sauber verarbeitet
kein MIPS
Helmpolster zeigt ersten Verschleiß
Pedale
Look X-Track Power Dual
Preis: 1099 Euro / Gewicht 405 g pro Paar

Die Look X-Track Power Dual-Pedale messen zuverlässig.
Ambitionierte Sportler wollen auch im Offroad-Einsatz nicht auf Leistungsmessung verzichten. Looks X-Track Power Dual für Shimanos SPD-System lassen sich dabei als beidseitig messende Powermeter-Pedale an jedes Rad anschrauben – die Montage verlangt lediglich einen 15er-Pedalschlüssel. Die Verbindung zur Headunit klappt per Bluetooth bzw. ANT+ im Handumdrehen. In der kostenfreien Look-Cycle-App lässt sich die Kurbellänge und sogar ein Links-rechts-Messfaktor hinterlegen. Die offizielle Messgenauigkeit beziffert Look auf +/-1 %, dank Autokalibrierung sollen Änderungen von Temperatur und Luftdruck keinen Einfluss nehmen. Das zahlt sich im Einsatz aus: Im ausgiebigen Geländetest zeigten sich die Pedale robust und lieferten auch auf ruppigem Untergrund und bei häufigem Auf- und Abspringen wie im Cyclocross realistische Wattwerte – anders als manches Offroad-Konkurrenzmodell. Die Auslösehärte ist per Spannfeder justierbar, einzig beim Ausklicken ist etwas Vorsicht geboten: Im Test blieb der Schuh manchmal im Pedalkörper hängen – es braucht eine beherzte Fußdrehung, was nach ein paar Fahrten jedoch in Fleisch und Blut übergeht. Geladen wird der interne Akku via beiliegendem, proprietärem Ladekabel, das praktischerweise per Y-Splitter beide Pedale gleichzeitig lädt. Ein voller Akku reicht dann für ca. 60 Stunden. Auch ein Reisemodus lässt sich per App aktivieren, zum Aufwecken müssen die Pedale kurz an den Strom – blöd nur, wenn dann das Kabel noch zu Hause liegt ... Das Pedal baut 16,8 mm hoch und bietet mit einem Q-Faktor von 53 mm Platz auch für große Füße.
Test: 4 Monate 📋
zuverlässige Messung
einfache Montage
Companion-App
Akku hält 60 Stunden
beim Ausklicken etwas hackelig

Recht flüssiger Wachs: Silca Secret Chain Lube.
Kettenwachs boomt. Aber nicht jeder Wachsfan hat Lust, regelmäßig den Kocher anzuwerfen. Für diese Fälle bietet Silca sein Flüssigwachs zum Auftragen an, das mit dem Heißwachs kompatibel ist. Das Fläschchen vor Gebrauch kräftig durchschütteln, dann den Dosierkopf hochziehen und das Wachs auf jedes Kettenglied einzeln auftragen, während die Kurbel gedreht wird. Aufgepasst: Der eine oder andere Tropfen des sehr dünnflüssigen Inhalts landet schnell auf dem Boden. Zudem neigt die Öffnung zum Verstopfen und muss dann mit einer Nadel o. Ä. gängig gemacht werden. Vor der Fahrt sollte die Emulsion idealerweise 24 Stunden trocknen, zudem ist das Wachs mit 19 Euro für 60 ml nicht ganz günstig. Andererseits: Eine von uns regelmäßig heiß und flüssig behandelte Kette zeigte selbst nach über 8000 Kilometern keine Anzeichen von Verschleiß.
Test: 2 Jahre 📋
Schmutzanhaftung & Verschleiß gering
recht hoher Preis
Inhalt sehr flüssig
häufig verklumpte Flaschenöffnung
Future Stories Waschmittelstreifen Sport
Preis: 18,95 Euro / Stückzahl: 60

Die Waschmittelstreifen sind praktisch für unterwegs oder im Trainingslager.
Kein aufwendiges Dosieren, kein Kleckern, sondern einfach ein Blättchen mit in die Maschine geben und die verschwitzten Sachen werden wieder sauber. Die Sport-Waschmittelstreifen von Future Stories haben im sechsmonatigen Dauertest mit ihrer einfachen Anwendung und dem sehr guten Waschergebnis überzeugt. Der Geruch ist zwar recht intensiv, hilft aber auch, dass verschwitzte Radunterhemden, Bibshorts & Co. nach einer 30°-Wäsche wieder frisch riechen. Die Blättchen eignen sich zudem für die Handwäsche und sind extrem praktisch im Trainingslager. Weiteres Plus: Die Streifen sind laut Hersteller zu 100 % vegan, frei von Mikroplastik und werden in Deutschland produziert. Mit einem Preis von 22 Cent pro Waschladung sind sie zudem nicht teuer, sondern liegen auf dem Niveau anderer Waschmittel.
Test: 6 Monate 📋
leicht dosierbar
gute Waschleistung
100 % vegan
praktisch unterwegs/ im Trainingslager
etwas starker Duft
Radbrillen
Bliz P001
Preis: 109 Euro / Gewicht: 32 g

Die Filterfarbe ist zwar speziell, dafür gibt es jedoch insgesamt 17 Ausführungen.
Die brandneue Unisex-Brille P001 von Bliz gefällt mit geringem Gewicht, modisch-großem Filter und stabilem Sitz durch zwei erhältliche Größen in unterschiedlichen Stegbreiten (138 und 142 mm), bei denen sich Nasenpads und Bügel individuell anpassen lassen. Geschmackssache ist die Filterfarbe des Testmodells: Rosé/Violett Blau verspiegelt. Der kräftige Farbton färbt die Welt rosarot – je nach Gemütsveranlagung erfreulich – oder zu viel des Guten. Positiv: Die P001 gibt es in 17 Ausführungen ab 89 Euro in vielen weiteren Gestell- und Filterfarben. In der Fahrpraxis gibt es wenig Anlass für Kritik: 100 Prozent UV-Schutz, guter Schutz vor Fahrtwind und Insekten, nur unter bestimmten Bedingungen leichtes Beschlagen der Gläser. Deren hochschlagfestes Polycarbonat zeigt sich nach drei Monaten intensiver Nutzung komplett frei von Kratzern.
Test: 3 Monate 📋
spezielle Filterfarbe...
...aber große Auswahl an Alternativen
leicht, stabiler Sitz
guter Schutz
haltbar, kratzfest
Evil Eye Trailsense LST Vario
Preis: 299 Euro / Gewicht: 30 g

Die Evil Eye Trailsense LST Vario besteht aus nachhaltigen Material.
Die Besonderheit bei der neuen Version der bewährten Radbrille kann man ihr nicht ansehen: Evil Eye setzt auf einen neuen Kunststoff, zu dessen Herstellung kein Erdöl mehr benötigt wird. Stattdessen wird das sogenannte Eco PPXMaterial laut Evil Eye etwa aus organischen Reststoffen aus der Land- und Forstwirtschaft gewonnen, zum Beispiel Stroh oder Baumrinde. Davon verspricht der Hersteller einen drastisch reduzierten CO2-Ausstoß. Der Unterschied zu herkömmlichen Kunststoffen ist weder zu sehen noch zu spüren. Die Brille wirkt sehr hochwertig und überzeugte im Einsatz auf ganzer Linie. Sie liegt angenehm am Kopf, Bügel und Nasenpolster lassen sich für optimale Passform verstellen. Die breite Scheibe schützt effektiv vor Zugluft und störenden Flugobjekten wie Fliegen. Vor allem aber passt sich der Vario-Filter der Sonneneinstrahlung an, sodass die Brille bei Sonnenschein oder bewölktem Himmel stets beste Sicht bietet.
Test: 2 Monate 📋
nachhaltiges Material
made in Austria
vielfach anpassbar
Vario-Filter
teuer
Radschuhe
Giro Imperial II
Preis: 429,95 Euro / Gewicht: 576 g (Gr.46)

Die Innensohlen der Giro Imperial II sind anpassbar.
Giros beliebter Toprennradschuh Imperial hat einen Nachfolger: Der Imperial II punktete im Test vor allem durch das weite Öffnen und den somit leichten Einstieg sowie eine angenehme Druckverteilung dank des Zusammenspiels aus Obermaterial und zwei hochwertigen Li2-Verschlüssen von Boa. Zudem kommt der Imperial II mit gleich drei verschieden hohen Einsätzen unter der Innensohle, die so an das individuelle Fußgewölbe angepasst werden kann. Auch ein Schuhbeutel liegt bei. Im Fahreindruck besticht der sportliche Imperial II mit steifer Carbon-Sohle und festem Fersenhalt bei gleichzeitig hoher Atmungsaktivität aufgrund des luftigen Mesh-Materials am Vorderfuß. Auf der Waage landet das Paar mit 576 Gramm im vorderen Mittelfeld der aktuellen Topmodelle (siehe auch RB 05/2025). Erhältlich ist der Imperial II in nur zwei klassischen "Farben": in Weiß oder Schwarz. Zum Preis von stolzen 430 Euro.
Test: 3 Monate 📋
leichter Einstieg
sportlich komfortabel
Li2-Boa-Verschlüsse
Innensohle anpassbar
Gewicht
hoher Preis
Q36.5 Unique Pro
Preis: 550 Euro / Gewicht: 458 g

Die dünne Sohle der Unique Pro erwies sich als sehr steif.
"Entwickelt, um ein neues Niveau an Stabilität, Kraft und Komfort zu erreichen" – klingt hochtrabend, erwies sich im Test aber nicht als leeres Versprechen. Der Topschuh des italienischen Herstellers Q36.5 wartet mit einigen Besonderheiten auf, die Chic mit erstklassiger Funktion kombinieren – und so auch den hohen Preis rechtfertigen. Da wäre etwa die in Italien gefertigte Carbon- Sohle: An der Ferse weit hochgezogen sorgt sie für exzellenten Halt und verspricht dank ihrer Steifigkeit maximale Tritteffizienz. Der Verzicht auf eine Zunge hilft, überlappende Bereiche am Spann zu vermeiden, die drücken könnten. Stattdessen umschließt ein elastischer Innenschuh den Fuß. Zwei Li2-Boa-Verschlüsse erlauben millimetergenaues Öffnen und Schließen. Die vorgeformte Innensohle von Solestar zählt zu den aktuell besten, sie stützt, dämpft und hält den Fuß stabil. Der Abstand zwischen Fuß und Pedalachse wurde zum Vorgänger um drei Millimeter verringert, was biomechanische Vorteile bringt. Und die Belüftung geht auch an heißen Tagen in Ordnung. So ist der Tragekomfort trotz harter Carbon-Sohle ausgezeichnet, ebenso die Kraftübertragung. Kritikpunkt bei der hellen Ausführung des in Weiß oder Schwarz erhältlichen Unique: Die Schuhspitze zeigte schnell Gebrauchsspuren. Gerade bei Sportlern, die kleine Rahmen fahren (Stichwort: Toe-Overlap), könnte eine weiter hochgezogene Kappe Abhilfe schaffen.
Test: 4 Monate 📋
dünne, dennoch sehr steife Carbon-Sohle
hoher Tragekomfort
top Kraftübertragung
Verschlusssystem
kostspielig

Der Cinturato EVODer Cinturato EVO besteht zu 50 Prozent aus biobasierten und recycelten Materialien. Grip und Pannenschutz überzeugten im Test.
Leicht, pannensicher und schnell – wohl für die meisten Rennradfahrer das Wunschprogramm für ihre Reifen. Der Pirelli Cinturato EVO TLR, den die Italiener als Endurance-Reifen für die Straße anpreisen, erfüllt in der Praxis den größten Teil dieser Anforderungen. Die SmartEVO Gummimischung zeichnet für den überzeugenden Grip auf der Straße verantwortlich und bietet auch bei feuchtem Untergrund gute Haftung sowie sicheres Handling bei Kurvenfahrten. Das Profil mit den ausgeprägten Schultern lehnt sich an das Design des Motorradreifens Scorpion Trail III von Pirelli an. Unser Testreifen in 32 mm Breite blieb von jeglichen Pannen verschont, obwohl es im Praxiseinsatz in Südfrankreich häufig über Passagen mit Rollsplitt sowie Teilstücke mit feinem Schotter ging. Weniger gut gefiel der Rollwiderstand, der sich gerade bei Bergabfahrten bemerkbar machte. Während andere Fahrer in der Gruppe ihre Räder einfach rollen ließen, musste mit dem Pirelli häufiger in die Pedale getreten werden, um den Anschluss nicht zu verlieren. Der ideale Einsatzzweck: als Ganzjahres-(Pendler)-Reifen, auf den man sich bei allen Wetterlagen verlassen kann.





