Pinarello F7 Ultegra Di2 im ROADBIKE-Test

Pinarello F7 Ultegra Di2 im Test von ROADBIKE
Explosiv im Antritt

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 04.03.2026
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Die Performance des Top-Renners Dogma zum deutlich kleineren Preis: Das ist das große Versprechen von Pinarello für die im Sommer neu vorgestellte F-Serie. Schon ab 5400 Euro ist das F3 mit Shimanos 105 Di2 zu haben (das F1 mit der mechanischen 105 ist noch das Vorgängermodell). Unser F7-Testrad mit Ultegra Di2 kostet bereits stolze 7900 Euro, kommt aber auch mit Carbon-Laufrädern und noblem Talon-Ultralight-Cockpit. Zum Vergleich: Für das Dogm F werden mehr als 13 000 Euro fällig.

Da stellt sich natürlich die Frage: Kann die F-Serie das Performance-Versprechen auch einlösen? Optisch auf jeden Fall: Der weiße Rahmen des Testrads mit den goldenen Schriftzügen wirkt extrem edel. Mit der lackierten Sattelstütze kommt ein weiterer Blickfang dazu. Aber auch auf der Straße macht das F7 eine richtig gute Figur: Dank der leichten Most-Ultrafast-Laufräder geht das Pinarello sehr lebendig nach vorn, die Beschleunigung ist einer italienischen Sportskanone mehr als würdig.

Dank ausgeprägter Sattelüberhöhung und schmalem Lenker wird der Fahrer zudem extrem aerodynamisch auf das Rad gesetzt. "Auf Tempo gebracht, rollt es wie das sprichwörtliche Schnitzel", fasste es ein Testfahrer zusammen.

Bergauf klettert das Pinarello leichtfüßig und ausdauernd, auch weil es mit 50/34-Kompaktkurbel und 11–34er-Kassette kommt: eine für einen solchen Performance-Renner überraschend gemäßigte Übersetzung. Eine 52/36er Semikompakt-Kurbel böte für strammere Waden eine größere Entfaltung. Und: Wer mit dem F7 bei Marathon-Einsätzen brillieren möchte, vermisst etwas mehr Komfort am Heck. Die Stütze sortiert sich eher auf der härteren Seite ein, immerhin passen bis zu 32 mm breite Reifen in den Rahmen. Aber das war’s auch schon mit den Zugeständnissen, die ein ansonsten sehr überzeugender Sportler einfordert. Pinarello hat also nicht zu viel versprochen.

Das gefällt 👍

Explosiv im Antritt, stark beim Tempobolzen, leichtfüßig bergauf: Das F7 überzeugt als sportlicher Allrounder.

Das weniger 👎

Der Komfort am Heck dürfte ausgeprägter sein, eine dickere Übersetzung würde besser zum Anspruch passen.

Das perfekte Rad für...

... alle, die einen starken Allrounder suchen, der italienischen Esprit mit sportlichem Charakter verbindet – zum noch vertretbaren Preis.

*Größe 545, ohne Pedale