Fliegengewichte fürs Rennrad: Was taugen die Cyclite Nano Taschen wirklich?

Test: Cyclite Nano Bikepacking-Taschen
Cyclite Nano Taschen im Test: Leicht & smart

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 25.09.2026
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Wenn jedes Gramm zählt und Aerodynamik Trumpf ist, kommt Cyclite mit der brandneuen Nano-Kollektion ins Spiel. Die extrem leichten, wetterfesten Mini-Taschen für Rennrad und Gravelbike zielen auf schnelle Tagestouren, knackige Overnighter und Ultra-Racer. Das Highlight sei ein innovativer Magnetverschluss für die sekundenschnelle Montage.

Das Set-up umfasst die Saddle Bag mit cleverer (Radar-)Rücklicht-Halterung, eine kniefreundlich-schmale Top Tube Bag für Bolt- oder Strap-Mount sowie die Handle Bar Bag, die per GoPro-Adapter formschön ans Aero-Cockpit passt. Auf dem Papier versprechen die Fliegengewichte maximalen Minimalismus. Doch wie schlägt sich das neue Magnetsystem im Dauereinsatz bei Wind, Wetter und auf fiesen Rüttelpisten? Wir haben es im Langzeittest herausgefunden.

Kurz & knapp: Cyclite Nano-Taschen

Einsatzbereich: Rennrad, Gravel, Ultra-Cycling, Tagestouren (etwa 1–2 Tage)

Innovatives Magnet-Befestigungssystem für sekundenschnelles Anklicken und Abnehmen, aerodynamische Schnitte, sehr geringes Gewicht, wetterfeste Reißverschlüsse.

Saddle Bag Nano / 01:

  • Gewicht/ Volumen: 64 g/ 0,5 Liter/ Preis: 69,90 Euro
  • Features: umlaufender Reißverschluss, Reflektoren, integrierter Mount für Radar-Rücklichter.

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Top Tube Bag Nano / 01:

  • Gewicht / Volumen: 68 g / 0,6 Liter / Preis: 79,90 Euro
  • Features: schmale Bauform (kein Kniekontakt), Befestigung via O-Ringe (Universal Mount) oder an Gewindebuchsen (Bolt Mount).

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Handle Bar Bag Nano / 01:

  • Gewicht / Volumen: 98 g / 1,3 Liter / Preis: 99,90 Euro
  • Features: Kompatibel mit klassischen Rundlenkern, Aero-Cockpits oder Radcomputer-Haltern mit GoPro-Aufnahme (auch parallel zur Beleuchtung nutzbar).

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Schaut man sich in der Bikepacking-Szene um, lässt sich schnell erkennen, dass oftmals die Taschen von Cyclite ans Gravelbike geschnallt werden. Die hochwertigen, durchdachten und vor allem sehr leichten Taschen erfreuen sich großer Beliebtheit. Gerade, wenn jedes Gramm zählt. Seit diesem Jahr hat der aus Grassau in Deutschland stammende Hersteller seine Taschen teilweise "geschrumpft" und sich mit der Nano-Serie speziell, aber nicht nur, auf Rennräder fokussiert. Wir haben die Taschen seit einiger Zeit im Dauertest.

So haben sich die einzelnen Taschen geschlagen

Saddle Bag Nano / 01:

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Thomas Terbeck

Als prima Begleiter auf Touren entpuppte sich die kleine Saddle Bag Nano /01, die sehr schmal hinter der Sattelstütze aufbaut. Die Montage des Universal Mount, bei der man auf die korrekte Richtung achten sollte, erfolgt per unterschiedlich großen, beiliegenden O-Ringen. Das geht schnell von der Hand, sie kann aber im ungünstigsten Fall je nach Sattelstützenbreite sehr knapp auf Kante aufliegen. Eine stramme Befestigung durch die O-Ringe ist von Vorteil, dann ist ein Verrutschen ausgeschlossen. Die Schiene selbst besitzt ein Inlett für eine flache Sattelstütze, welches bei Montage an einer runden Sattelstütze ganz einfach weggelassen wird.

Für den festen Sitz der Tasche am Mount sorgt ein Magnet. Die Tasche wird zunächst oben in den Magneten eingehängt und dann unten in den Bajonettverschluss eingeklickt. Ein sicherer Halt war stets gewährleistet, der Magnet ist ausreichend stark. Wer die Tasche trotzdem noch besser sichern möchte, kann wahlweise ein Klettband durch eine oberhalb befindliche Lasche und das Sattelgestell ziehen. Wenn die Tasche abgenommen werden soll, muss nur an der unteren Lasche gezogen werden, die den Bajonettverschluss wieder freigibt. Das alles geht flott vonstatten.

In der Tasche haben in unserem Test zwei TPU-Schläuche, CO₂-Kartusche und Ventilkopf, sowie zwei Reifenheber und ein kleines Multitool problemlos Platz gefunden. Dem weit umlaufenden Reißverschluss, mit dem ausgezeichnet zu greifenden Zipper konnte Spritzwasser nichts anhaben. Die Lasche, die bei Öffnung der Tasche entsteht, ist sehr steif und lässt sich nicht besonders gut umlegen. Eine im Material vorgegebene Nut wäre wünschenswert, um sie besser umzuklappen und ein Stück weit besser hineingreifen zu können. Top: An der Rückseite lassen sich jedwede Anstecklichter anbringen. Schlitze dafür gibt es sowohl vertikal als auch horizontal. Zudem besitzt die Saddle Bag seitlich und hinten Reflektorstreifen.

Einschätzung

Mir gefiel die Tasche aufgrund ihrer kompakten, schmalen Form. Kein optisch dicker Klotz unter dem Sattel und dennoch alles an Bord, was man im Falle einer Panne benötigt. Dazu ein sicherer Halt durch den Universal Mount. Hervorragend gefiel mir auch die Lösung zur Anbringung eines Rücklichts. Kleines, aber verschmerzbares Manko ist die steife Lasche beim Öffnen der Saddle Bag. Zumindest kann beim Öffnen kaum etwas herausfallen. Praktische Tasche, die durch ihre Materialqualität echten Mehrwert am Rennrad bietet.

Handle Bar Bag Nano / 01:

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Thomas Terbeck

Bislang gab es von Cyclite eine größere Aero Bag für den Lenker, die sich bei unzähligen Ultracycling-Events einen guten Ruf erarbeitet hat. Handle Bar Bag Nano / 01 ist gewissermaßen eine geschrumpfte Version. Auch, wenn die Meinungen auf verschiedenen Ausfahrten beim Betrachten weit auseinander gingen, ob eine solche Tasche denn am Rennrad überhaupt aussieht und nicht die Style-Police auf den Plan ruft, haben wir sie als sehr praktisch empfunden. Beispielsweise hatten wir Armlinge, oder eine Windweste darin. Auch Gels, Portemonnaie oder der Haustürschlüssel fanden dort Platz. Also eigentlich fast alles, was sonst so in die Trikottasche passt. Dadurch blieb der Rücken frei, was wiederum ein "leichteres" Fahrgefühl bedeutete.

Das Magnetsystem des Universal Mounts ist identisch – wie bei allen drei Taschen –, doch der Clou besteht darin, dass dieser Mount auch an einer GoPro-Aufnahme einer Navi-Halterung befestigt werden kann. Der passende Adapter liegt bei. Und: Eine weitere GoPro-Aufnahme an dem Adapter lässt die Möglichkeit zu, entweder eine Action-Cam oder ein Frontlicht zu befestigen.

Wie bei der großen Schwester, ist der Reißverschluss an der kleinen Nano-Bag an drei Seiten umlaufend, sodass der Inhalt gut zugänglich, jedoch aufgrund des identischen Materials genauso steif ist. Der Vorteil ist jedoch die größere Öffnung. Der Boden ist zusätzlich verstärkt, ein Herunterklappen ausgeschlossen.

Einschätzung

Stylish oder nicht, das liegt stets im Auge des Betrachters – doch uns hat die Handle Bar Bag Nano / 01 überzeugt, weil sie clever durchdacht und ideal für einen langen Tag im Rennradsattel ist. Das Volumen von 1,3 Litern ist ausreichend, um den sonst üblichen Kram aus der Rückentasche sicher aufzubewahren – und der Rücken bleibt so von Ballast verschont. Die hochwertige Aufnahme direkt an einem GoPro-Mount und die zusätzliche Möglichkeit der Anbringung eines Lichts oder einer Action-Cam (möglicherweise ist jedoch ein Verlängerungsadapter nötig) sind am Puls der Zeit. Lohnenswertes Gadget.

Top Tube Bag Nano / 01:

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Thomas Terbeck

Alle guten Dinge sind drei, heißt es. Und die Top-Tube Nano / 01 ist keine Ausnahme. Mit 0,6 Litern Volumen ist sie nicht nur recht klein, sondern mit 68 g auch ein Fliegengewicht. Die Größe reicht für einige Gels, Riegel oder einen Schlüsselbund völlig aus. Auch hier kommt der Universal Mount auf dem Oberrohr zum Zuge, welches aber unbedingt mit der beiliegenden Lackschutzfolie montiert werden sollte. Die sorgfältige Verarbeitung des Reißverschlusses sorgt für ein trockenes Innenleben der Tasche. Wer eine Mini-Powerbank sein Eigen nennt: Für das Ladekabel ist ein praktischer Kabelschacht vorhanden. Seitliche Reflektorstreifen bieten ein Plus an Sichtbarkeit im Dunkeln.

Einschätzung

Klein, aber fein. Das trifft vordergründig auf die Top Tube Bag zu. Wer auf Minimalismus am Renner setzt, wird mit der Tasche glücklich werden. Ausreichend für die nötigste Verpflegung unterwegs, gefällt vor allem die stabil bleibende Formgebung, bei der nichts ausbeult. Der Zugriff zum Inhalt ist zwar auch hier wieder etwas enger als bei einer Tasche mit Deckel, aber trotzdem problemlos möglich. Wenn der Mount mit den O-Ringen straff montiert ist, verrutscht die Nano-Bag auch im ruckeligen Gelände nicht. Seltener zu finden am Rennrad, aber wer an seinem Flitzer am Oberrohr Montageösen besitzt, kann den Mount direkt verschrauben, dann fallen die O-Ringe weg und der Look ist noch cleaner.

Mein Fazit: Klein, smart und ein Segen für den Rücken