Rennrad-Pedalsysteme im Vergleich

Look, Shimano, Time & Co.
Rennrad-Pedalsysteme im Vergleich

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 22.01.2026
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Foto: Benjamin Hahn

Die Wahl der richtigen Rennrad-Pedale kann den Unterschied zwischen entspanntem Fahren und schmerzenden Knien ausmachen. Doch welches Modell passt zu dir – Look, Shimano, Time oder Speedplay (Wahoo)? ROADBIKE hat die Pedale der vier Top-Hersteller getestet und verrät, welche Pedale sich für Einsteiger, ambitionierte Fahrer oder Profis am besten eignen. In unserem Vergleich erfährst du alles zu Ein- und Ausklickverhalten, Bewegungsfreiheit, Auflagefläche und Haltbarkeit – damit du das Pedal findest, das perfekt zu deinem Fahrstil und deinen Rennrad-Schuhen passt.

Welches sind die wichtigsten Klickpedal-Systeme?

Look-Pedale und Shimanos SPD-SL-System sind mit Abstand am weitesten verbreitet, doch auch Time und Speedplay erfreuen sich einer treuen Fangemeinschaft. Andere, oft kleinere Hersteller greifen in der Regel auf die gleichen technischen Lösungen zurück.

Vier Rennrad-Pedalsysteme im großen Vergleich

ROADBIKE hat die Stären und Schwächen der System von Look, Shimano, Speedplay/Wahoo und Time bewertet. In diesem Vergleich kannst du sehen, welche Marke für dich am besten passt.

Look

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Look

Stärken des Look-Rennradpedals

 klar definiertes Ein- und Ausklicken

 Pedal wartungsarm und trotzdem langlebig weitverbreitet, gute Ersatzteilversorgung

 Bewegungsfreiheit über Cleats anpassbar (0° schwarz; 4,5° grau; 9° rot)

 Auslösehärte bis Kéo 2 Max Carbon per Schraube einstellbar (9–15 Nm)

 sicherer Stand, große Auflagefläche

 Abstand vom Fuß zur Kurbel über Zwischenscheibe um 2 mm variierbar

 Memory-Funktion: Positionierungshilfe beim Plattentausch (nur in Verbindung mit geeigneten Schuhen)

 breites Sortiment: neun Modelle von 45,99 bis 299,99 Euro

Schwächen des Look-Rennrad-Pedals

 Pedalplatten aus Kunststoff, etwas rutschig beim Gehen, recht hoher Verschleiß

 Auslösehärte nur durch Austausch einer Feder variierbar

ROADBIKE-Empfehlung: Look Kéo 2 Max Carbon – unter 100 Euro, vergleichsweise leicht, alle wichtigen Features mit an Bord.

Shimano

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Shimano

Stärken des Shimano-Rennradpedals

 klar definiertes Ein- und Ausklicken

 Pedale wartungsarm und trotzdem langlebig

 weitverbreitet, sehr gute Ersatzteilversorgung

 Bewegungsfreiheit über Cleats anpassbar (0° rot; 2° blau; 3° gelb)

 Auslösehärte bei allen Modellen einstellbar

 sicherer Stand, große Auflagefläche

 unterschiedliche Beinlängen lassen sich durch Distanzstücke ausgleichen

 Ausführung mit geringerer Auslösehärte für Anfänger

 breites Sortiment: neun Modelle von 44,95 bis 269,95 Euro

Schwächen des Shimano-Rennradpedals

 Pedalplatten aus Kunststoff, verschleißen eher schnell

 Konkurrenzmodelle zum gleichen Preis oft leichter

ROADBIKE-Empfehlung: Shimano PD-R7000 – das Pedal auf 105-Niveau (UVP 119,99 Euro) wiegt bei gleicher Technologie kaum mehr als die Ultegra-Ausführung.

Wahoo Speedplay

Wahoo

Stärken des Wahoo-Rennrad-Pedals

 sehr einfaches, beidseitiges Einklicken

 Pedal klein, trotzdem große Auflagefläche dank voluminösem Cleat

 Bewegungsfreiheit der Ferse stufenlos von 0° bis 15° einstellbar

 Q-Faktor dank fünf verschiedener Achslängen um bis zu 15 mm variierbar

 geringe Bauhöhe

 sehr haltbare Cleats

 Cleats besser zum Gehen geeignet als andere (walkable Cleats)

Schwächen des Wahoo-Rennrad-Pedals

 optimal niedrige Bauhöhe nur mit speziellen Sohlen (gibt es u.a. von Northwave, Gaerne oder Lake)

 Auslösehärte nur über das Cleat (Standard-Tension/Easy Tension) anpassbar

 kein wirklich günstiges Einstiegsmodell

ROADBIKE-Empfehlung: Speedplay Zero – richtig leicht und dabei für Speedplay-Verhältnisse mit 229,99 Euro vergleichsweise "günstig".

Time

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Time

Stärken des Time-Rennradpedals

 weiches Ein- und Ausklicken

 sicherer Stand, sehr große Auflagefläche

 geringe Bauhöhe

 Bewegungsfreiheit über Cleats anpassbar (0° oder 5°)

 Bewegungsfreiheit nicht nur an der Ferse, sondern auch seitlich

 Auslösehärte in drei Stufen einstellbar

 Q-Faktor in Abhängigkeit der Cleat-Montage um 2,5 mm variierbar

 haltbare Cleats

 breites Sortiment: acht Modelle von 56 bis 450 Euro

Schwächen des Time-Rennradpedals

 für Einsteiger beim Einklicken ggf. zu wenig Feedback

 Kunststoffschraube zur Einstellung der Auslösehärte verschleißt schnell

 Top-Modell mit Carbon-Körper, Keramiklagern und Titanachse extrem teuer

ROADBIKE-Empfehlung: Das XPRESSO 4 von Time ist nicht teuer (UVP 79,99) wiegt weniger als deutlich teurere Modelle der Konkurrenz.

FAQ: Alles, was du über Rennrad-Klickpedale wissen musst

Hier kannst du direkt weiter mit dem Bikefitting machen:

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